Es gibt Geschichten, die klingen wie ein modernes Märchen – und doch spielt sich alles ganz real im kleinen flämischen Ort Zingem ab: 21 Freunde knacken den Euromillions-Jackpot und verwandeln ihr Dorf über Nacht in eine Ansammlung von Lotto-Millionären.
Das flämische Wunder

Zingem erwacht an diesem Dienstag zu völlig neuer Berühmtheit. Überall vor den Backsteinhäusern stehen Kamerateams, denn hier hat eine Spielgemeinschaft von 21 Freunden satte 123 555 827 Euro gewonnen.
Der größte Lottogewinn in der belgischen Geschichte sorgt für staunende Gesichter – jeder bekommt rund 5,9 Millionen Euro. Doch wie kam es zu diesem historischen Treffer?
Gleich geht es um den unscheinbaren Schein, der alles veränderte …
Der magische Tippzettel

Der Glücksschein wurde ganz unspektakulär in der örtlichen Bäckerei abgegeben – so, wie es die Freunde seit Jahren tun. Niemand ahnte, dass genau diese Kombination den Rekord-Jackpot abräumen würde.
Als am Freitagabend die Gewinnzahlen aufleuchteten, reichte ein kurzer Blick aufs Handy-Foto des Scheins, und die 21 Freunde wussten: Das Leben, wie sie es kannten, existiert nicht mehr.
Im nächsten Abschnitt werfen wir einen Blick auf die Gesichter hinter dem Coup …
Wer sind die 21 Glückspilze?

Es handelt sich um Nachbarn, Arbeitskollegen, zwei Cousins und sogar den Dorf-Postboten – eine bunt gemischte Truppe, die seit Jahren gemeinsam spielt. Die Spanne reicht von Anfang 20 bis Mitte 60.
Alle eint die Abmachung: Gewinne werden strikt geteilt, Streit gibt es nicht. Diese Regel zahlt sich jetzt aus, denn niemand muss um seinen Anteil bangen – Vertrauen ist hier mindestens so wertvoll wie Millionen.
Doch was macht man mit 5,9 Millionen Euro? Die Antworten überraschen …
Was tun mit 5,9 Millionen Euro?

Statt Luxusjacht und Privatjet stehen eher bodenständige Träume auf den Wunschlisten: Hypotheken tilgen, Renovierungen, ein neuer Kleinwagen. Nur einer plant eine Weltreise, ein anderer will sich endlich den Oldtimer gönnen.
Auffällig: Viele wollen weiterhin arbeiten – „weniger Stunden, aber nicht ganz aufhören“, lautet das Motto. Reichtum soll das Dorf verändern, aber nicht die Menschen, sagen sie.
Wie reagiert eigentlich der Rest von Zingem? Das Stimmungsbild folgt …
So reagiert das Dorf Zingem

Die Nachricht verbreitete sich schneller als Kirchenglocken zum Sonntagsläuten. Im Café auf dem Marktplatz wurde spontan Champagner ausgeschenkt; die Bürgermeisterin versprach, heute keine Parktickets zu verteilen.
Ein Hauch Euphorie liegt in der Luft, gemischt mit Stolz: „Wenn schon jemand gewinnt, dann unsere Leute“, sagt ein älterer Bewohner. Neid? Kaum – hier feiert man gemeinsam.
Zum Schluss klären wir, was diesen Gewinn in die Geschichtsbücher katapultiert …
Historischer Rekord für Belgien

123 Millionen Euro – nie zuvor ging bei Euromillions so viel Geld an belgische Spieler. Zingem steht jetzt in einer Reihe mit Irlands Syndikaten und Spaniens Rentnerpechvögeln, die ebenfalls für Schlagzeilen sorgten.
Der Rekord hat Symbolkraft: Er zeigt, dass selbst ein Dorf mit wenigen Tausend Einwohnern plötzlich im Mittelpunkt Europas stehen kann. Und damit endet die märchenhafte Reise – vorerst. Denn die wahre Geschichte beginnt jetzt, mit 21 neuen Kapitelüberschriften à 5,9 Millionen Euro.