500 Euro extra gefordert: Neue Gehalts-Prämie sorgt für Wirbel – wer jetzt davon profitieren könnte

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Die Aussicht auf einen Extra-Betrag auf dem Gehaltszettel sorgt derzeit für Gesprächsstoff.

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Warum die neue Prämien-Forderung gerade jetzt so viel Aufmerksamkeit bekommt

Image: AI
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Die hohen Lebenshaltungskosten setzen viele Haushalte in Deutschland zunehmend unter Druck. Besonders die gestiegenen Kraftstoffpreise belasten Menschen, die regelmäßig auf das Auto angewiesen sind. Nun sorgt ein Vorschlag aus den Reihen der CDU für Aufmerksamkeit: Der Vorsitzende des Arbeitnehmerflügels der Partei, Dennis Radtke, fordert ein staatliches Mobilitätsgeld.

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Seine Idee: Menschen mit einem Einkommen unterhalb des Medianeinkommens sollen jährlich 500 Euro zusätzlich erhalten. Damit könnte die finanzielle Unterstützung einen großen Teil der Beschäftigten erreichen.

Hintergrund sind unter anderem die aktuell hohen Preise an den Tankstellen. Nach Angaben des ADAC kostete Super E10 Anfang August bundesweit durchschnittlich rund 2,13 Euro je Liter. Diesel lag sogar bei etwa 2,20 Euro.

Für viele Pendler und Familien bedeutet das eine erhebliche zusätzliche Belastung. Besonders problematisch ist die Situation für Menschen, die täglich auf ihr Auto angewiesen sind und ihre Fahrten nicht ohne Weiteres reduzieren können.

Doch wer genau soll die geplante Zahlung bekommen – und wie viel Geld könnte für Familien tatsächlich zusammenkommen?

Diese Einkommensgrenze soll entscheidend sein

Image: IMAGO / Hartenfelser
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Dennis Radtke hat eine konkrete Grenze genannt. Anspruch auf das Mobilitätsgeld sollen nach seiner Vorstellung Beschäftigte haben, deren Jahresverdienst unterhalb des Medianeinkommens liegt.

Für das Jahr 2025 wurde dieses bei Vollzeitbeschäftigten mit rund 54.000 Euro brutto angegeben. Radtke sagte dazu: „Wer weniger als das Medianeinkommen von 54.000 Euro pro Jahr verdient, sollte ein jährliches Mobilitätsgeld von 500 Euro bekommen“.

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Damit würde die Zahlung nicht ausschließlich auf Menschen mit besonders niedrigem Einkommen begrenzt. Vielmehr könnte auch ein großer Teil der mittleren Einkommensgruppen davon profitieren.

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit gibt es in Deutschland knapp 35 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Die von Radtke vorgeschlagene Einkommensgrenze könnte somit einen erheblichen Kreis von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern umfassen.

Allerdings handelt es sich bislang lediglich um eine politische Forderung. Eine beschlossene staatliche Zahlung von 500 Euro gibt es derzeit nicht.

Für Familien sieht Radtke zusätzlich eine weitere Unterstützung vor.

Familien könnten noch mehr bekommen

Image: AI
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Neben den 500 Euro Mobilitätsgeld schlägt der CDA-Bundesvorsitzende einen zusätzlichen Betrag für Familien vor. Für jedes minderjährige Kind soll nach seiner Vorstellung ein weiterer Zuschlag von 100 Euro ausgezahlt werden.

Das könnte vor allem Familien mit mehreren Kindern zugutekommen. Ein Beispiel macht die Größenordnung deutlich: Liegt das Einkommen beider Eltern jeweils unterhalb des Medianeinkommens und leben zwei minderjährige Kinder im Haushalt, käme nach Radt­kes Modell eine jährliche Entlastung von insgesamt 1.200 Euro zusammen.

500 Euro für jeden der beiden Erwachsenen und zusätzlich 100 Euro für jedes der beiden Kinder würden diesen Betrag ergeben.

Der Vorschlag zielt damit nicht auf eine allgemeine Senkung der Spritpreise ab. Stattdessen soll die Unterstützung gezielt bei Haushalten ankommen, die aufgrund ihres Einkommens besonders auf Entlastung angewiesen sind.

Genau darin sieht Radtke einen entscheidenden Vorteil gegenüber bisherigen Maßnahmen.

Denn erst wenige Wochen zuvor war eine andere staatliche Entlastung ausgelaufen, die an der Tankstelle unmittelbar spürbar war.

Warum der Tankrabatt nicht verlängert wurde

Image: IMAGO / Bernd Elmenthaler
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Im Mai und Juni 2026 hatte die Bundesregierung die Energiesteuer auf Kraftstoffe vorübergehend gesenkt. Dadurch wurden Benzin und Diesel zeitweise günstiger. Der sogenannte Tankrabatt reduzierte die Belastung um rund 17 Cent je Liter.

Mit dem Ende der Maßnahme stiegen die Preise allerdings wieder. Eine Verlängerung lehnt die Bundesregierung ab – vor allem wegen der hohen Belastung für den Bundeshaushalt.

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) bezeichnete die Maßnahme als besonders kostspielig. „Wir haben mit der Spritpreisbremse ein sehr, sehr teures Instrument eingesetzt. Das hat uns viele Milliarden Euro gekostet“, erklärte sie laut dpa.

Auch Verkehrsminister Steffen Bilger (CDU) sprach sich gegen eine erneute Verlängerung aus.

Damit steht die Politik weiterhin vor der Frage, wie Autofahrer angesichts der hohen Kraftstoffkosten entlastet werden können. Eine andere Idee kam deshalb aus der SPD.

Doch auch dieser Vorschlag konnte bislang nicht überzeugen.

Neuer Vorschlag für einen Spritpreis-Deckel

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Ende Juli brachte SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf eine weitere Möglichkeit ins Gespräch. Er schlug einen staatlichen Preisdeckel für Benzin und Diesel vor, der sich an Modellen in Luxemburg und Belgien orientieren sollte.

Dabei könnte gemeinsam mit der Mineralölindustrie ein maximaler Verkaufspreis festgelegt werden. Nach Klüssendorfs Vorstellung würde der Staat dadurch außerdem einen besseren Einblick in die Preisbildung, Wertschöpfung und Gewinne der Unternehmen erhalten.

„Dort wird im Dialog mit der Industrie ein Höchstpreis festgelegt“, sagte Klüssendorf.

Mehrere SPD-Politiker und Bundesländer unterstützten den Ansatz. Eine entsprechende Initiative scheiterte jedoch nach Berichten der „Tagesschau“ im Bundesrat.

Auch Wirtschaftsministerin Reiche stellte sich gegen einen solchen Preisdeckel. Stattdessen verwies sie auf bereits eingeführte Regeln, darunter die sogenannte 12-Uhr-Regel bei Preisänderungen an Tankstellen sowie verschärfte kartellrechtliche Möglichkeiten.

Sie machte zugleich deutlich: „Weitere Maßnahmen liegen momentan nicht vor und sind auch tatsächlich nicht in der Planung“.

Für Radtke sind sowohl der Tankrabatt als auch ein allgemeiner Preisdeckel allerdings ohnehin nicht die optimale Lösung.

500 Euro könnten gezielter helfen

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Der CDA-Vorsitzende hält eine direkte Zahlung an bestimmte Einkommensgruppen für wirkungsvoller als eine allgemeine Senkung der Kraftstoffpreise. Sein Argument: Von einer solchen Unterstützung würden diejenigen profitieren, die sie tatsächlich benötigen.

„Denn es kommt wirklich bei denen an, die Unterstützung brauchen“, erklärte Radtke gegenüber dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.

Ob aus der Forderung tatsächlich eine staatliche Leistung wird, ist allerdings völlig offen. Die Bundesregierung hat bislang keine entsprechende Zahlung beschlossen und Wirtschaftsministerin Reiche hatte weitere Entlastungsmaßnahmen zuletzt eher zurückhaltend bewertet.

Für Arbeitnehmer und Familien bleibt damit die Frage offen, ob es angesichts der hohen Spritpreise noch zu einer zusätzlichen Unterstützung kommt.

Fest steht: Der Vorschlag von Radtke würde deutlich über eine reine Entlastung an der Tankstelle hinausgehen. Beschäftigte unterhalb der genannten Einkommensgrenze könnten 500 Euro pro Jahr erhalten, Familien zusätzlich 100 Euro je minderjährigem Kind.

Ob daraus am Ende tatsächlich mehr Geld auf dem Konto von Millionen Menschen landet, dürfte deshalb vor allem von den kommenden politischen Entscheidungen abhängen.

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