Ein Funken der Eifersucht genügte, um in Pfinztal-Berghausen ein Auto in Flammen aufgehen zu lassen: Ein 37-Jähriger soll am Montagabend den Wagen des neuen Partners seiner Ex-Freundin angezündet haben. Verletzt wurde niemand, doch der Sachschaden beläuft sich auf rund 7 000 Euro – und die Liebe wurde zum Kriminalfall.
Tatort unter Sternenhimmel

Der kleine Ortsteil Berghausen im Pfinztal schlief bereits, als gegen 22 Uhr blaue Lichter die Georgstraße erhellten. Gerade dort, wo sonst höchstens das Zwitschern der Nachtvögel zu hören ist, war plötzlich das Knistern von Flammen zu vernehmen.
Anwohner alarmierten sofort die Rettungskräfte, nachdem sie einen brennenden Mercedes und einen flüchtenden Schatten gesehen hatten. Wenige Minuten später rückten Feuerwehr und Polizei an.
Lassen Sie uns nun beleuchten, wie es überhaupt zu diesem nächtlichen Auftritt kam.
Der gescheiterte Showdown vor der Haustür

Der Tatverdächtige war laut Ermittlern nicht zufällig dort: Er wollte den 28-jährigen Nebenbuhler zur Rede stellen. Per Handy forderte er den neuen Partner seiner Ex-Freundin wiederholt auf, vor die Tür zu kommen.
Doch das erhoffte Gespräch blieb aus – das Handy vibrierte, die Wohnungstür blieb geschlossen. In diesem Moment wandelte sich gekränkte Liebe in rasende Wut.
Wie schnell sich Worte in Rauch verwandelten, zeigt die nächste Szene.
Flammen aus dem Motorraum

Frustriert griff der 37-Jährige laut Polizei zu Benzin und Feuerzeug, öffnete kurz entschlossen den Motorraum und setzte ihn in Brand. Innerhalb von Sekunden schlugen meterhohe Flammen empor; der vordere Teil des Wagens stand lichterloh.
Während das Auto brannte, entfernte sich der Täter laut Zeugenaussagen „ohne einen Blick zurück“. Die Glut erhellte die Fassade der Wohnung – ein flammendes Statement der Eifersucht.
Wer die Brandhölle löschte und wie knapp eine Tragödie verhindert wurde, erfahren wir gleich.
Feuerwehr im Wettlauf gegen die Zeit

Die Freiwillige Feuerwehr Berghausen traf rasch ein und löschte den Brand unter Atemschutz, bevor er auf weitere Fahrzeuge übergreifen konnte. Funken sprühten, doch das Schlimmste blieb aus: Keine Verletzten, nur stinkender Qualm und verkohltes Blech.
Parallel sicherten Polizisten Spuren, befragten Nachbarn und verständigten die Kriminaltechnik. Das Tatmotiv schien klar, die Beweisführung begann.
Was hinter der Feindschaft der beiden Männer steckt, offenbart die folgende Episode.
Alte Wunden, neue Eskalation

Wie Ermittler bestätigen, kam es bereits in den Wochen zuvor zu lautstarken Streitigkeiten zwischen den Rivalen – mal per Handy, mal persönlich. Die Trennung der Frau war frisch, die Emotionen brodelten.
Freunde berichten von „verletztem Stolz“ und „ständig neuen Provokationen“. Der Brand war offenbar das explosive Finale eines länger schwelenden Konflikts.
Wohin dieses Finale den 37-Jährigen nun führt, zeigt der letzte Abschnitt.
Festnahme, Freilassung – und ein offenes Verfahren

Noch in derselben Nacht lokalisierten Streifenbeamte den Tatverdächtigen in seiner Wohnung und nahmen ihn vorläufig fest. Nach erkennungsdienstlicher Behandlung und Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurde er wieder auf freien Fuß gesetzt.
Ermittelt wird wegen schwerer Brandstiftung – es drohen mehrere Jahre Haft. Der Sachschaden ist beziffert, die juristische Bilanz steht noch aus. Ob Liebeskummer als mildernder Umstand gilt, wird nun das Gericht entscheiden.
Wie es jetzt weitergeht, liegt in den Händen der Justiz – und vielleicht in denen eines Therapeuten.