Autoclub fordert CO2 Steuer aussetzen und Spritpreisbremse löst Politik Chaos aus

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Die Zapfpistole klickt, der Preis springt – doch die politische Lunte zündet erst jetzt. Über Nacht kratzt Benzin an der Zwei-Euro-Marke, die Nerven von Pendlern, Familien und Speditionen liegen blank. Wer wirklich hinter den Rekordpreisen steht und welche drastischen Forderungen nun auf dem Tisch liegen, entfaltet sich Stück für Stück in unserer Bilder-Story.

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Benzinpreise klettern auf zwei Euro – Schock an der Zapfsäule

Image: AI
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Der Angriff auf den Geldbeutel kommt schneller als das Öl den Hafen wechselt: Binnen 48 Stunden schießt der durchschnittliche Literpreis um fast 15 Cent nach oben. Auslöser ist die Eskalation im Nahen Osten, die Rohöl-Terminkurse nach oben treibt – obgleich der Weltmarktpreis noch unter 100 Dollar pro Barrel liegt.

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Was schon während der Corona-Energiekrise 2021 Angstschweiß erzeugte, kehrt 2026 verschärft zurück. Viele Tankstellen melden erstmals seit fünf Jahren wieder eine „2“ vor dem Komma; Autofahrer fotografieren Anzeigetafeln, soziale Netzwerke glühen.

Lassen Sie uns anschauen, wer in diesem Chaos lautstark Alarm schlägt.

Autoclub „Mobil in Deutschland“ schlägt Alarmglocken

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Michael Haberland, Präsident des Clubs, spricht von einer „Entkopplung“ der Zapfsäulenpreise vom Ölpreis. Sein Vorwurf: Mineralölkonzerne nutzten die Unsicherheit schamlos aus, drehten zuerst an der Preisschraube – und erklärten später.

Der Club sammelt wütende Zuschriften von Mitgliedern, die Pendlerpauschale und Tankrabatte in einem Atemzug fordern. Haberland verspricht: „Wir geben die Wut weiter – notfalls jeden Tag.“

Doch welche konkreten Hebel sieht der Autoclub, um den Preis wieder zu drücken?

Forderung 1 – Die Spritpreisbremse soll zurück

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Der Rettungsanker aus dem Krisenjahr 2022 liegt laut Haberland „eingemottet im Werkzeugkoffer“ der Politik. Damals senkte der Fiskus über die Mineralölsteuer den Liter zeitweise um bis zu 35 Cent – ein Dammbruch, der drei Monate lang knapp 18 Milliarden Euro kostete.

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Kritiker nannten die Maßnahme teuer und ineffizient, für Millionen Pendler war sie jedoch spürbare Entlastung. Der Autoclub will den Mechanismus reaktivieren, falls der Iran-Konflikt länger schwelt.

Doch die Preisbremse ist nur die Vorspeise – das Hauptgericht ist eine Steuer, die jeden Liter zusätzlich belastet.

Forderung 2 – CO₂-Steuer sofort aussetzen

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Seit 1. Januar steigt der nationale CO₂-Preis auf 40 Euro je Tonne. Für Autofahrer bedeutet das: plus 15,7 Cent bei Benzin, plus 20 Cent bei Diesel – on top zu Mineralöl-, Öko- und Mehrwertsteuer. Haberland nennt das Modell „eine Fehlkonstruktion in Krisenzeiten“.

Ihm sekundiert Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler). Der fordert den kompletten Stopp der Abgabe und möchte das Loch im Etat durch Streichung der E-Auto-Prämie stopfen.

Aber wie reagieren die Bundesparteien in Berlin auf den wachsenden Druck?

CDU tastet sich vor, SPD prangert Ölkonzerne an

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Unions-Verkehrsexperte Steffen Bilger schließt „keine Option“ aus, deutet Bereitschaft für eine Preisdämpfung an – noch ohne Details. In der SPD hingegen zielt Fraktionsvize Esra Limbacher auf die Konzerne: Sie hätten Erhöhungen „verfrüht“ weitergegeben und sollten Transparenz schaffen, bevor der Staat eingreift.

Damit stehen zwei Lager: Preisdeckel versus Profiteur-Kontrolle. In der Koalition dürfte das Kräftemessen über Ostern hinausreichen.

Fehlt noch eine Stimme, auf die Deutschlands Autofahrer traditionell hören – und genau die schweigt bislang.

ADAC bleibt stumm – und das Finale ist offen

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Deutschlands größter Autoclub verweigert bisher jede Wertung. Pikant: Erst im Januar trat der damalige ADAC-Verkehrspräsident nach Debatten um höhere Spritpreise zurück. Nun könnte sein Schweigen zum Faustpfand werden – denn Millionen Mitglieder erwarten Positionierung.

Unterdessen sammelt „Mobil in Deutschland“ online Tausende Unterschriften für seine Petition. Wird die Regierung zur Sommerpause 2026 tatsächlich die CO₂-Steuer aussetzen und eine neue Spritpreisbremse installieren? Alles hängt von weiteren Preissprüngen – und dem politischen Willen – ab. Zum Schluss bleibt die Frage: Wie viel darf klimafreundliche Mobilität kosten, wenn der Tank schon jetzt das Portemonnaie sprengt?

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