Beliebter Textil-Discounter schließt 150 Filialen!

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Die Meldung eines großen Textildiscounters sorgt derzeit bundesweit für Aufsehen – doch wer genau dahintersteckt, bleibt zunächst im Dunkeln. Klar ist nur: Hunderte Beschäftigte blicken einer ungewissen Zukunft entgegen und ganze Innenstädte verlieren einen vertrauten Anziehungspunkt.

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Handelskrise verschärft sich

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Deutschlands Innenstädte ächzen seit Jahren unter dem wachsenden Druck des Onlinehandels – jetzt erreicht die Konsolidierungswelle eine neue Dimension. Erstmals seit Langem streicht ausgerechnet ein preisgetriebener Modeanbieter sein Filialnetz radikal zusammen.

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Branchenexperten sehen darin ein deutliches Signal: Wenn selbst Billigmode-Häuser die Reißleine ziehen, ist die gesamte Textilbranche im stationären Handel unter Zugzwang. Steigende Mieten, höhere Personalkosten und Konsumzurückhaltung machen traditionellen Geschäftsmodellen zu schaffen.

Ursachen liegen tiefer

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Hinter der Entscheidung steht offenbar nicht nur der Wunsch, sich von unrentablen Standorten zu trennen. Insider berichten von einer internen Analyse, die aufzeigte, dass viele Filialen in unmittelbarer Nachbarschaft konkurrieren – mit sinkenden Margen und doppelten Fixkosten.

Gleichzeitig zwingt das wachsende Secondhand- und Nachhaltigkeitssegment Billigketten zum Umdenken. Wer seine Kollektionen im Wochentakt wechselt, gerät zunehmend unter Rechtfertigungsdruck. Die Folge: Einem Teil des Sortiments wird künftig eine deutlich kürzere Verweildauer eingeräumt, um Überhänge zu vermeiden.

Was Beschäftigte jetzt erwartet

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Nach Unternehmensangaben soll es keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Vielmehr wolle man versuchen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf verbleibende Geschäfte oder offene Stellen in der Logistik zu verteilen. Doch Gewerkschaften bleiben skeptisch: Sie verlangen standortbezogene Garantien, weil nicht jeder Umzug zumutbar ist.

Auch die Kommunen bangen. Leerstände ziehen oft Kettenreaktionen nach sich: Weniger Laufkundschaft bedeutet weniger Umsatz für benachbarte Bäckereien, Drogerien und Cafés. Manche Städte diskutieren bereits Förderprogramme, um betroffene Flächen kurzfristig mit Pop-up-Stores oder lokalen Konzepten zu beleben.

Die große Auflösung

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Jetzt ist klar: Hinter dem drastischen Sparkurs steckt KiK. Der Textildiscounter will hierzulande rund 150 Filialen bis Ende 2026 schließen – ein Abbau, der Teil eines europaweiten Programms mit insgesamt 300 Standortschließungen ist.

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Eine offizielle Komplettliste gibt es nicht, doch bereits mehr als 60 Märkte sind öffentlich bestätigt. Betroffen sind unter anderem Plauen (Sachsen), Bad Frankenhausen (Thüringen), Mengen und Pfullendorf (Baden-Württemberg) sowie München-Aubing, Burgthann und Schongau in Bayern. In Berlin trifft es gleich zwei Shops, in Brandenburg an der Havel schloss die Filiale bereits im Juli. Zum Jahresende will KiK sein deutsches Netz auf etwa 2.200 Geschäfte straffen – mit der Hoffnung, künftig wieder profitabler zu sein.

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