Bis Ende November: Millionen Bahnkunden müssen jetzt handeln!

- Advertisement -

Wer nichts tut, steht im neuen Jahr ohne Fahrkarte da: Für Millionen Bahnkunden läuft gerade eine wichtige Frist. Wer sie verpasst, verliert sein Abo – automatisch und ohne weitere Warnung.

- Advertisement -

Die Deutsche Bahn verlangt von vielen Abonnenten in diesen Wochen eine aktive Rückmeldung. Hintergrund ist eine Änderung, die ab Januar gilt. Bleibt die Antwort aus, endet der Vertrag zum Jahreswechsel. Was genau dahintersteckt, wer betroffen ist und wie die Rückmeldung in wenigen Klicks erledigt ist.

- Advertisement -

Diese Frist sollten Bahnkunden nicht verpassen

Fahrgäste am Bahnsteig neben einem Regionalzug, 04.09.2026. Foto: IMAGO / Bihlmayerfotografie (Michael Bihlmayer)
Fahrgäste am Bahnsteig neben einem Regionalzug, 04.09.2026. Foto: IMAGO / Bihlmayerfotografie (Michael Bihlmayer)

Ein beliebtes Monatsabo für Busse und Bahnen ändert sich zum 1. Januar 2027. Die Deutsche Bahn behandelt das als Vertragsänderung – und die müssen Kunden ausdrücklich absegnen. Andernfalls läuft das Abo zum Jahresende aus.

Konkret geht es um das Deutschlandticket. Wer es bei der Deutschen Bahn abonniert hat, muss der Fortführung bis spätestens 30. November 2026 zustimmen. Grund ist die Preiserhöhung von 63 auf 66,80 Euro pro Monat ab Januar 2027 sowie geänderte ergänzende Tarifbestimmungen.

Die Bahn ist dabei unmissverständlich: Wer sich nicht fristgerecht meldet, dessen Abo wird zum 31. Dezember 2026 beendet. Ab Neujahr wäre das Ticket dann ungültig.

So funktioniert die Zustimmung in wenigen Klicks

Smartphone mit Fahrkarten-App in einem Regionalzug (Symbolbild). Bild: KI-generiert
Smartphone mit Fahrkarten-App in einem Regionalzug (Symbolbild). Bild: KI-generiert

Die Bahn bietet laut ihren Kundeninformationen zwei Wege an:

– Aboportal: Mit dem bahn.de-Konto anmelden, das Deutschlandticket öffnen und auf „Vertragsänderung zustimmen“ klicken. Dort kann man zustimmen oder ablehnen.

– App DB Navigator: Das Ticket mit dem QR-Code öffnen, unten über das Menü mit den drei Punkten „Vertragsänderungen zustimmen“ wählen. Fehlt die Option, führt „Zum Aboportal“ weiter.

- Advertisement -

Wichtig: Zustimmen kann nur die Person, die das Abo abgeschlossen hat – auch wenn sie das Ticket gar nicht selbst nutzt. Wer etwa das Ticket der Kinder oder Eltern bezahlt, muss also selbst aktiv werden.

Ausnahme: Wer sein Deutschlandticket ab dem 15. Oktober 2026 bestellt hat, muss nichts tun. Diese Kunden wurden bereits bei der Bestellung über den neuen Preis informiert, ihr Abo läuft automatisch weiter. Wer die Frist doch verpasst, kann das Abo laut Berichten noch bis zum 31. Dezember im Aboportal oder im DB Navigator reaktivieren – danach hilft nur eine Neubestellung.

Andere Anbieter, Jobticket, Semesterticket: Hier gibt es Unterschiede

Reisende vor einem Regionalzug der Deutschen Bahn, 07.10.2026. Foto: IMAGO / Bihlmayerfotografie (Michael Bihlmayer)
Reisende vor einem Regionalzug der Deutschen Bahn, 07.10.2026. Foto: IMAGO / Bihlmayerfotografie (Michael Bihlmayer)

Das Deutschlandticket wird von vielen Verkehrsunternehmen und Verbünden verkauft – und nicht alle gehen gleich vor. Entscheidend ist, wo das Abo abgeschlossen wurde:

– Deutsche Bahn / DB Regio: Zustimmung bis 30. November nötig, sonst endet das Abo.

– S-Bahn Berlin: Auch hier ist eine ausdrückliche Zustimmung bis 30. November erforderlich. Betroffene Kunden werden laut Berichten per E-Mail oder Brief angeschrieben; keine Zustimmung nötig ist bei Verträgen nach dem 6. Oktober 2026.

– Andere Anbieter: Die Münchner MVG verlangt nach Medienberichten keine aktive Zustimmung. Auch die Dresdner Verkehrsbetriebe setzen laut Berichten auf Weiterlaufen ohne Rückmeldung. Andere Verbünde haben eigene Verfahren.

Für das Jobticket steigt der Ausgabepreis auf 63,46 Euro. Bei DB Regio gilt: Nach Abzug der Arbeitgeberzuzahlung von mindestens 16,70 Euro zahlen Beschäftigte höchstens 46,76 Euro. Bei der S-Bahn Berlin müssen auch Jobticket-Kunden zustimmen, sofern der Arbeitgeber nicht den vollen Preis übernimmt. Das Deutschlandsemesterticket kostet künftig 40,08 Euro; wann der neue Preis greift, hängt von Hochschule und Semester ab.

Der sicherste Weg: In den Mitteilungen des eigenen Anbieters nachsehen oder dort direkt nachfragen.

So hat sich der Preis seit dem Start entwickelt

Smartphone mit digitalem Deutschlandticket am Bahnsteig (Symbolbild), 17.12.2025. Foto: IMAGO / W2Art (Thorsten Wagner)
Smartphone mit digitalem Deutschlandticket am Bahnsteig (Symbolbild), 17.12.2025. Foto: IMAGO / W2Art (Thorsten Wagner)

Gestartet war das Deutschlandticket im Mai 2023 als Nachfolger des 9-Euro-Tickets. Seitdem ist es mehrfach teurer geworden:

| Zeitraum | Monatspreis | Veränderung |

|—|—|—|

| Mai 2023 bis Dezember 2024 | 49 Euro | Startpreis |

| ab 1. Januar 2025 | 58 Euro | + 9 Euro |

| ab 1. Januar 2026 | 63 Euro | + 5 Euro |

| ab 1. Januar 2027 | 66,80 Euro | + 3,80 Euro |

Aufs Jahr gerechnet steigen die Kosten für Abonnenten damit von 756 auf 801,60 Euro – ein Plus von 45,60 Euro beziehungsweise rund sechs Prozent. Genutzt wird das Ticket nach Angaben der Bundesregierung von rund 14,5 Millionen Kundinnen und Kunden.

Darum wird es erneut teurer

Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) bei einem Pressestatement, 05.10.2026. Foto: IMAGO / onw-images (Daniel Kessler)
Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) bei einem Pressestatement, 05.10.2026. Foto: IMAGO / onw-images (Daniel Kessler)

Die Erhöhung ist die erste nach einem neuen Preisindex, den die Verkehrsministerkonferenz der Länder im März 2026 beschlossen hat. Er berücksichtigt Personal-, Energie- und allgemeine Kosten und soll künftig jährlich über den Preis entscheiden – statt wie bisher immer neue politische Verhandlungen.

Finanziert wird das Ticket zusätzlich aus Steuergeld: Der Bund trägt laut Bundesregierung die Hälfte der Kosten und hat jeweils 1,5 Milliarden Euro pro Jahr zugesagt, die Länder geben den gleichen Betrag dazu – insgesamt also 3 Milliarden Euro jährlich. Der Branchenverband VDV verweist auf gestiegene Kosten für Personal, Energie und Betrieb.

Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU), der das Amt Ende Juli 2026 von Patrick Schnieder übernommen hat, verteidigt das Angebot. Das Ticket sei nach seinen Worten „weiterhin ein sehr attraktives Angebot“.

Kritik: „Automatisierte Preisspirale“

Pendlerin am Fenster eines Regionalzugs (Symbolbild). Bild: KI-generiert
Pendlerin am Fenster eines Regionalzugs (Symbolbild). Bild: KI-generiert

Verbraucherschützer und Fahrgastverbände sehen die erneute Erhöhung kritisch. Ramona Pop, Vorständin des Verbraucherzentrale Bundesverbands, warnt:

> „Automatisierte Preisspirale, an deren Ende für viele das Deutschlandticket kein attraktives Angebot mehr darstellt.“

> – Ramona Pop, Verbraucherzentrale Bundesverband (laut evangelisch.de)

Der Fahrgastverband Pro Bahn fordert, die Erhöhung an die Teuerung zu koppeln. „Die Preissteigerung darf die jährliche Inflationsrate nicht übersteigen“, so Tarifexperte Jörg Bruchertseifer. Auch NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) nannte den Schritt „schade für den Erfolg dieses revolutionären Tickets“.

Für Abonnenten bei der Bahn bleibt vor allem eines wichtig: Bis zum 30. November entscheiden – zustimmen oder bewusst kündigen. Wer gar nicht reagiert, verliert sein Ticket zum Jahresende.

Umfrage

Behalten Sie Ihr Deutschlandticket zum neuen Preis?

(function(){var r=document.getElementById(‚tap-poll-dticket-frist‘);if(!r)return;var k=’tap-poll-dticket-frist-vote‘,t=r.querySelector(‚.tap-thx‘),b=r.querySelectorAll(‚.tap-opts button‘);function done(v){for(var i=0;i<b.length;i++){b[i].disabled=true;b[i].style.cursor='default';b[i].style.opacity=b[i].getAttribute('data-v')===v?'1':'.5';if(b[i].getAttribute('data-v')===v){b[i].style.background='#c8102e';b[i].style.color='#fff';b[i].style.borderColor='#c8102e';}}t.innerHTML='Danke für Ihre Stimme! Wie sehen Sie das Thema? Diskutieren Sie mit und teilen Sie den Artikel mit Freunden und Familie.‘;t.style.display=’block‘;}var s=null;try{s=localStorage.getItem(k);}catch(e){}if(s)done(s);for(var i=0;i<b.length;i++){b[i].addEventListener('click',function(){var v=this.getAttribute('data-v');try{localStorage.setItem(k,v);}catch(e){}done(v);});}})();
- Advertisement -

Latest Posts