Explodierende Tankpreise, ein hektischer Bundestag – und am Ende ein CDU-Mann, der eine klare Zahl in den Raum wirft.
Brennende Zapfsäulen – Berlin ringt um den großen Tankstellen-Plan

Deutschland ächzt unter neuen Höchstständen an der Zapfsäule, während die schwarz-rote Koalition heute Morgen ihr „Spritpreispaket“ durchs Parlament drückt. In letzter Minute wurde ein Konzept eingebracht, das dem Bundeskartellamt mehr Macht gegen mutmaßliche Abzocke der Öl-Konzerne geben soll.
Gleichzeitig soll eine sogenannte Spritpreisbremse die Preissprünge beruhigen: Tankstellen dürften ihre Tarife für Benzin und Diesel künftig nur noch ein einziges Mal täglich – exakt um 12 Uhr – erhöhen.
Lassen Sie uns sehen, welches Land als Vorbild dient …
Österreich als Vorbild – taugt die Einmal-Rauf-Regel für uns?

In Wien gilt das 12-Uhr-Fenster schon länger. Doch ausgerechnet dort sind die Preise laut EU-Vergleich zuletzt noch stärker gestiegen als in Deutschland. Kritiker warnen: Wenn Mineralölkonzerne ihre einzige Chance kennen, hauen sie umso heftiger drauf – und treiben den Mittags-Preis nach oben.
Genau diese Sorge teilen auch Parlamentsmitglieder in Berlin. Hinter den Kulissen wird fieberhaft nach Alternativen gesucht, denn niemand will kurz vor den Sommerferien Bilder von verwaisten Zapfsäulen riskieren.
Doch bevor die Regierung bremst, meldet sich der größte Auto-Lobbyist des Landes …
ADAC schlägt Alarm – und sieht Steuersenkungen als Lösung

Der Club mit seinen über 21 Millionen Mitgliedern rät eindringlich, lieber an den Steuerschrauben zu drehen. Eine Absenkung der Energiesteuer könne den Preisstoß dämpfen, heißt es. Die Logik: Wenn der Staat weniger kassiert, verlieren die Öl-Multis Spielraum für zusätzliche Aufschläge.
Zwischen den Zeilen klingt Verzweiflung: Der ADAC befürchtet, dass die Einmal-Rauf-Regel bei identischer Steuerlast sogar die Preisspitzen glättet – aber das generelle Niveau anhebt.
Jetzt wird es hitzig in der Unionsfraktion …
Union intern: harte Worte gegen die Konzerne

Sepp Müller, 37, frisch gekürter Vize der CDU/CSU-Fraktion, poltert: „Die Mineralölkonzerne füllen sich die Taschen mit Steuergeld – das machen wir nicht mit.“ Seine Attacke zielt auf die üppigen Gewinne, die mitten in der Krise vermeldet wurden.
Doch Müller bleibt vage, wenn es um konkrete Maßnahmen geht. Hinter ihm zeichnen sich Grabenkämpfe ab: Teile der Union befürworten staatliche Entlastung, andere setzen auf Marktkräfte.
Genau in diesem Moment betritt ein Elder Statesman die Szene …
Dann kommt Jürgen Hardt – außenpolitische Routine trifft Tankstellen-Debatte

Jürgen Hardt, 62, erfahrener Außenpolitiker und seit Jahrzehnten im Bundestag, wird von Reportern abgefangen. Eigentlich ist er für transatlantische Fragen zuständig – doch heute hat er eine Meinung zum Spritpreis. Wortgewandt verweist er auf das Prinzip „zumutbare Härte“ in Krisenzeiten.
Sein Argument: Nicht jede Preiswelle müsse sofort mit Milliarden geglättet werden. Erst wenn Handwerker oder mittelständische Lieferdienste ernsthaft in Schieflage geraten, halte er staatliche Eingriffe für geboten.
Was heißt das in Euro und Cent? Die Antwort kommt jetzt …
Hardt packt die Zahl aus – **„Autofahrer können 25 Euro mehr verkraften“**

Mitten im Gewusel der Hauptstadt presst Hardt den Satz heraus: „Ich glaube, man kann den Autofahrern schon zumuten, für eine begrenzte Zeit – zum Beispiel 20, 25 Euro – mehr pro Tankfüllung zu zahlen.“ Für viele Pendler bedeutet das: Bis zu 100 Euro Zusatzkosten pro Monat könnten politisch akzeptabel sein, ehe der Staat erneut eingreift.
Damit ist klar, was heute wirklich gefordert wird: Die Regierung soll vorerst NICHT gegensteuern, sondern den Preisdruck laufen lassen – bis zu einem Puffer von rund 25 Euro je Tank. Erst wenn dieser Schwellenwert überschritten wird, will Hardt über neue Maßnahmen reden. Spannung bleibt also – denn die Zapfsäulen drehen weiter, Minute für Minute.