Deutsche Großstadt: Unter den Trümmern könnten Vermisste liegen – Gasexplosion!

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Ein gellender Knall, scheppernde Fensterscheiben, dann Stille – jene gespenstische Stille, die nur von kreischenden Sirenen zerschnitten wird. Noch ist unklar, wie viele Menschen diesen Morgen nicht mehr erleben.

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Laute Detonation reißt Bewohner aus dem Schlaf

Image: AI
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Ein Augenzeuge berichtet, er habe gerade den Kaffeeduft eingeatmet, als ihn ein dumpfer Schlag gegen die Brust drückte. Sekunden später wirbelten Ziegel wie Geschosse durch die Luft, Holzbalken legten sich quer über die Straße, und dichter Rauch nahm jedem die Sicht auf das, was eben noch ein stattliches Gründerzeithaus gewesen war.

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Feuerwehrleute, die zufällig in der Nähe zu einer anderen Einsatzstelle unterwegs waren, wählten den Funknotruf: „Unklares Ereignis, mehrere Verletzte, vermutlich Gas!“ Schon auf der Anfahrt forderten sie Verstärkung an – nicht zuletzt, weil sich rasch erste Hinweise auf Vermisste häuften.

Verzweifelte Angehörige warten am Absperrband

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Noch bevor die erste Drehleiter ausgefahren war, standen Menschen weinend am rot-weißen Flatterband. Einer suchte seine Verlobte, die nach der Nachtschicht eigentlich im zweiten Stock schlafen sollte. Neben ihm zitterte ein Jugendlicher, dessen Smartphone nicht mehr durchklingelte – sein bester Freund war kurz zuvor zum Zocken verabredet, in genau dieser Wohnung.

Keiner der Wartenden wagte sich näher heran. Zu unberechenbar wirkten die Reste der Fassade, die bei jedem Windstoß schwankten. Immer wieder rief die Einsatzleitung, alle sollten zurücktreten, denn eine erneute Explosion ließ sich nicht ausschließen.

Hoffnung auf kleine Wunder

Image: AI
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Gegen Mittag setzten Höhenretter Spürhunde ein. Die Tiere bellten an einer Stelle, wo früher der Hausflur lag – dort könnte sich noch eine Hohl­kammer gebildet haben. Dass bis dahin niemand lebend gefunden wurde, dämpfte die Erwartungen, doch jede entdeckte Tasche, jede Schuhsohle machte klar: Hier fehlt jemand, den man nicht kampflos aufgeben will.

Währenddessen schnitt das THW mit schwerem Gerät eine Schneise durch die Trümmer, um Mini-Kameras einzuführen. Die Suchenden richteten Flutlicht auf das Areal, damit sie auch nach Einbruch der Dunkelheit nicht aufhören müssen zu graben. Drei Menschen gelten weiterhin als vermisst.

Warum genau hier? Die Spur führt zu einem Leck

Image: AI
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Am Nachmittag bestätigte die Polizei den schlimmsten Verdacht: Ein defektes Gas­rohr hatte unbemerkt große Mengen Methan freigesetzt. Der kleinste Funke reichte – das Unglück nahm seinen Lauf. Betroffen ist ein Wohnhaus in Görlitz, Sachsen, im Osten Deutschlands, nur wenige Gehminuten von der historischen Altstadt entfernt.

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Laut Experten war das Leitungssystem über Jahrzehnte nicht vollständig modernisiert worden. Nun wird geprüft, ob Wartungs­lücken oder Bauarbeiten in der Nähe das Leck verursacht haben. Für die Familien der Vermissten zählt indes nur eines: dass die Suchtrupps bald eine gute Nachricht aus den Trümmern bergen.

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