Discounter-Kette geht erneut pleite – 50 Filialen müssen schließen!

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Eine erneute Insolvenzwelle erschüttert den deutschen Einzelhandel: Wieder trifft es eine traditionsreiche Kette, deren Läden seit Jahrzehnten zum Stadtbild vieler Innenstädte gehören. Noch ist unklar, wie gravierend die Folgen für Beschäftigte und Kundschaft ausfallen werden – fest steht nur, dass diesmal besonders viele Filialen betroffen sein sollen.

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Ein sinkender Stern im Dauerkrisen-Modus

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Die Nachricht kam mitten in der Sommerferienzeit, als viele Kund:innen mit ganz anderen Dingen beschäftigt waren. Branchenbeobachter:innen hatten zwar seit Wochen über Liquiditätsengpässe im Non-Food-Segment gemunkelt, doch dass es ausgerechnet diese Kette so hart treffen würde, überraschte selbst Insider.

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Schon vor drei Jahren musste das Unternehmen einen tiefgreifenden Sanierungskurs einschlagen. Damals gelang der Neustart – allerdings zu einem hohen Preis: kleineren Sortimenten, gestrafftem Personalbestand und einem strikten Sparkurs, der kaum Spielraum für Investitionen ließ.

Wenn der Rotstift nicht mehr reicht

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Nach dem harten Wintergeschäft blieb die Frequenz weit hinter den eigenen Erwartungen zurück. Lieferant:innen pochten auf kürzere Zahlungsziele, Energie- und Logistikkosten kletterten, während die Kundschaft wegen hoher Inflation immer stärker den Geldbeutel zuhielt.

Gleichzeitig belasteten Altlasten aus bereits geschlossenen Standorten die Bilanz. Zwar wurden Mietverträge nachverhandelt, doch die Einsparungen reichten nicht, um das Loch zu stopfen. Intern kursierte deshalb schon länger das Szenario eines erneuten Insolvenzverfahrens – diesmal unter deutlich schwierigeren Rahmenbedingungen.

Ein riskanter Zukauf als Brandbeschleuniger

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Brisanz erhält die Pleite, weil die Eigentümergesellschaft erst im Februar einen ostdeutschen Wettbewerber übernommen hatte, der selbst kurz darauf Insolvenz anmeldete. Die damit verbundenen Integrationskosten erwiesen sich als schwer kalkulierbares Risiko.

Während die Konzernspitze nach außen Zuversicht verbreitete, wuchs hinter den Kulissen die Nervosität. Insider berichten von Mahn­schreiben wichtiger Zulieferer und stockenden Regalmieten in Einkaufszentren. Dass sich die Ereignisse jetzt überschlagen, passt leider ins Bild einer Branche, die seit Jahren unter Strukturwandel und Konsumzurückhaltung leidet.

Jetzt ist es offiziell: **Kodi** geht erneut in die Insolvenz

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Am 14. Juli 2026 stellte Kodi beim Amtsgericht Halle/Saale einen Antrag auf ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Laut Unternehmensangaben werden bis zu 50 der aktuell 150 Filialen geschlossen – jeder dritte Standort steht damit vor dem Aus. Betroffen sind vor allem Häuser in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen; insgesamt bangen mehrere hundert Beschäftigte um ihre Jobs.

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Die Geschäftsleitung versichert, man wolle den Kern der Marke retten und den verbliebenen Läden eine Zukunft sichern. Ob das gelingt, hängt von harten Verhandlungen mit Vermieter:innen, Gläubiger:innen und Mitarbeitenden ab. Für Kund:innen bedeutet die Entscheidung vor allem eines: In vielen Städten wird ein vertrauter Anlaufpunkt für Haushalts- und Deko-Artikel bald verschwinden – ein weiteres Alarmzeichen für den taumelnden deutschen Einzelhandel.

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