Ein ausgelassener Sommerabend kippt innerhalb weniger Sekunden in blankes Entsetzen.
Schock mitten im Festival

Ein fröhlicher Sommerabend verwandelte sich in Seattle innerhalb weniger Sekunden in ein Chaos. Während Tausende Menschen das beliebte Straßenfest „Bite of Seattle“ in der Nähe des berühmten Space-Needle-Turms besuchten, fielen plötzlich Schüsse. Panik brach aus, Besucher rannten um ihr Leben.
Nach Angaben der Polizei kamen mindestens zwei Menschen ums Leben. Beide Opfer starben noch am Tatort. Fünf weitere Personen wurden verletzt und in das Harborview Medical Center gebracht.
Unter den Verletzten befindet sich eine 56 Jahre alte Frau, die sich nach Angaben der Feuerwehr in ernstem Zustand befindet. Ein zweijähriger Junge, ein 23-jähriger Mann und eine 39-jährige Frau wurden in stabilem Zustand ins Krankenhaus eingeliefert. Eine weitere 40-jährige Frau erlitt leichte Verletzungen.
Die Schüsse fielen auf dem Gelände des Seattle Centers. Die Polizei sperrte den Bereich weiträumig ab und begann umgehend mit den Ermittlungen. Wenig später wurden zwei Personen festgenommen.
Augenzeugen schildern Panik: „Pop, Pop, Pop“

Warum die Schüsse fielen, ist bislang noch unklar. Bürgermeisterin Katie Wilson bestätigte jedoch, dass zwei Personen festgenommen wurden, die mit der tödlichen Schießerei in Verbindung stehen sollen.
Augenzeugen beschrieben dramatische Szenen. Laut der „Seattle Times“ und weiteren Medien versuchten Besucher in Panik zu fliehen. Menschen stürzten, Kinderwagen kippten um und viele suchten verzweifelt Schutz.
Der Besucher Estan Wakonabo berichtete der Nachrichtenagentur AP, dass er mit seiner Freundin gerade an einer Fotobox angestanden habe, als plötzlich Panik ausbrach. Zunächst sei er von hinten gestoßen worden. Als er sich umdrehte, habe er Menschen gesehen, die in alle Richtungen davonliefen.
„Sie suchten Schutz, drängelten, stürzten zu Boden, Kinderwagen kippten um.“ Kurz darauf habe er die Schüsse gehört. „Als ich die Schüsse hörte, dieses ,Pop, Pop, Pop‘, wusste ich, dass es ein Schütze war.“
Nach seinen Angaben lagen anschließend mehrere Menschen verletzt am Boden. Während die Ermittler nun den genauen Ablauf der Tat rekonstruieren, bleibt das Motiv der Schießerei weiterhin ungeklärt. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt für mögliche Tatverdächtige die Unschuldsvermutung.