Ex-Minister auf der Leinwand: Für den Habeck-Film fließt ein sechsstelliger Betrag aus öffentlichen Mitteln.

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Ein intimer Dokumentarfilm über Robert Habeck sorgt schon vor Kinostart für hitzige Debatten – denn seine Finanzierung stammt in hohem Maß aus Steuergeldern.

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Kamera läuft – und der Ex-Minister betritt die Szene

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Am 7. Dezember feiert „Jetzt. Wohin. Meine Reise mit Robert Habeck“ Premiere. In 90 Film­minuten zeichnet Regisseur Lars Jessen den Weg des früheren Wirtschafts­ministers durch seinen gescheiterten Wahlkampf 2025 nach. Nah dran, persönlich, emotional – so bewirbt der Verleih den Streifen.

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Dass Habeck längst der aktiven Politik den Rücken gekehrt hat, erhöht den Reiz: Das Publikum darf den Grünen-Star noch einmal auf der großen Leinwand erleben – ein seltener Blick hinter die Kulissen.

Weiter geht es mit der Frage: Wer zieht eigentlich die Fäden hinter dem Projekt?

Freundschaft vor der Linse

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Lars Jessen und Robert Habeck verbindet eine langjährige Freundschaft. Der Kieler Filmemacher begleitete den Politiker schon privat, war Berater während des Wahlkampfs und genießt daher exklusiven Zugang zu Archiv­material und Familien­momenten.

Diese Nähe verleiht der Doku Authentizität – ruft aber auch Kritiker auf den Plan, die eine allzu hagiografische Darstellung befürchten.

Und wenn Freundschaft auf Fördergelder trifft, wird es erst richtig spannend …

Öffentliche Kassen öffnen sich

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Rund 270 000 Euro fließen aus staatlichen Töpfen in das Filmprojekt: 102 000 Euro vom Deutschen Filmförderfonds, knapp 94 000 Euro Referenz­mittel der Filmförderungs­anstalt und 75 000 Euro von der Film- und Medienstiftung NRW. Für viele Steuerzahler ist das eine stolze Summe – vor allem für einen Film über einen aktiven Wahlkampf, der politisch klar verortet ist.

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Produzent Pandora Film verteidigt die Zuwendungen als üblichen Vorgang innerhalb der deutschen Kultur­förderung – immerhin sichere das System künstlerische Viel­falt.

Aber Kritik bleibt nicht aus – von Nepotismus ist die Rede …

Vorwurf Nepotismus

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Konservative Medien sprechen von „Selbstbeweihräucherung auf Staatskosten“. Pikant: Produzent Christoph Friedel ist mit Christina Bentlage liiert, die die Förderabteilung der Film- und Medienstiftung NRW leitet. Für Gegner des Projekts ein weiterer Beleg für Vettern­wirtschaft rund um das grün-nahe Kultur­milieu.

Auf Social Media trendet der Hashtag #HabeckMovieGate, Abgeordnete der Opposition verlangen Aufklärung über die Vergabe­kriterien.

Wie reagiert die Produktion auf die Vorwürfe?

Die Verteidigung der Filmemacher

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Pandora-Geschäftsführer Björn Hoffmann erklärt, alle Anträge seien frist- und formgerecht gestellt worden; das Projekt erfülle die kulturellen Auflagen und habe ein „außergewöhnliches öffentliches Interesse“. Regisseur Jessen betont, sein Film sei kritisch genug, zeige Höhen und Tiefen des Politikers gleichermaßen.

Man verweist außerdem darauf, dass der Film Festivals, Kinos und Jobs sichert – ein legitimes Ziel der Filmförderung.

Doch das politische Berlin lässt nicht locker …

Parlamentarische Nachfragen und Blick nach vorn

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Bereits in der nächsten Sitzungswoche will der Haushaltsausschuss Einsicht in die Förderakten nehmen. Sollten Unregel­mäßigkeiten auftauchen, drohen Rückforderungen – ein Novum im deutschen Förderwesen.

Ob „Jetzt. Wohin.“ nach all dem Wirbel an den Kinokassen punkten kann, entscheidet sich ab 7. Dezember. Eines ist sicher: Die spannendste Szene spielt sich gerade außerhalb des Kinos ab – im Kampf um Transparenz und öffentliche Mittel.

Damit endet die Reise vorerst, doch die Debatte um Kulturförderung hat gerade erst Fahrt aufgenommen.

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