Ein Routineflug über einer der schönsten Kulissen endet plötzlich in einem Albtraum.
Sekunden bis zur Katastrophe

Was genau in den letzten Momenten vor dem Unglück geschah, ist noch unklar. Fest steht bislang nur: Am Mittwoch stürzte ein Kleinflugzeug in den österreichischen Attersee.
Nach Angaben des österreichischen Nachrichtenportals „Tips“ sollen sich zwei Deutsche an Bord der Maschine befunden haben.
Weitere Informationen des Regionalportals „Atterseelife“ deuten darauf hin, dass es sich um einen Übungs- oder Schulungsflug gehandelt haben könnte.
Demnach sollen ein 25-jähriger Fluglehrer und ein 20-jähriger Flugschüler im Cockpit gesessen haben.
Für die beiden jungen Männer entwickelte sich der Flug offenbar zu einer Katastrophe.
Inzwischen haben die Einsatzkräfte erste Wrackteile des Flugzeugs gefunden. Sie liegen in einer enormen Tiefe auf dem Grund des Sees.
Eine Sprecherin der Polizei äußerte sich bereits äußerst pessimistisch über das Schicksal der beiden Insassen.
„Wir gehen leider nicht von Überlebenden aus.“
Während die Suche weiterläuft, schildern Augenzeugen nun dramatische Szenen, die sich unmittelbar vor dem Absturz abgespielt haben sollen.
Augenzeuge sieht Maschine vom Himmel trudeln

Johann R. betreibt oberhalb der Unglücksstelle einen Hof mit Zimmervermietung.
Der 44-Jährige beobachtete nach eigenen Angaben das Flugzeug, als es sich bereits in einer auffälligen Bewegung befand.
Zunächst dachte er offenbar noch, dass es sich um einen Kunstflieger handeln könnte.
Doch schnell wurde ihm klar, dass etwas nicht stimmte.
„Er ist immer weiter und weiter heruntergekommen“, schilderte Johann R. der österreichischen „Kronen Zeitung“.
Gemeinsam mit seinem Nachbarn beobachtete er die Maschine und fragte sich offenbar, wann der Pilot wieder hochziehen würde.
„Wann zieht er denn endlich hoch?“
Doch dazu kam es nicht.
Nach den Schilderungen des Augenzeugen konnte sich das Kleinflugzeug nicht mehr stabilisieren.
Die Maschine soll schließlich nahezu senkrecht nach unten gestürzt sein und sich dabei gedreht haben.
Dann verschwand das Flugzeug hinter den Bäumen.
Für den Augenzeugen war sofort klar, dass Hilfe benötigt wurde.
Er griff zum Telefon und verständigte die Feuerwehr.
Kurz nach dem Absturz beginnt der Großeinsatz

Während Johann R. den Feuerwehr-Notruf wählte, reagierten offenbar auch andere Menschen in der Umgebung.
Seine Nachbarin und Cousine verständigte laut „Kronen Zeitung“ gleichzeitig die Polizei.
Kurz darauf begann ein umfangreicher Einsatz.
Die Suche nach dem abgestürzten Flugzeug gestaltete sich allerdings schwierig.
Der Attersee ist an manchen Stellen besonders tief – und genau dort wurden inzwischen Teile der Maschine geortet.
Nach unbestätigten Angaben der Flugortungsplattform Flightradar24 war das zweisitzige Flugzeug zuvor in Salzburg gestartet.
Die Polizei identifizierte die Maschine als P2002 JF des italienischen Herstellers Tecnam.
Um das Flugzeug aufzuspüren, setzten die Einsatzkräfte verschiedene technische Hilfsmittel ein.
Unter anderem kamen ein Sonar, Tauchboote und ein Tauchroboter zum Einsatz.
Schließlich gelang es, Wrackteile zu orten.
Doch der Fundort stellt die Rettungs- und Bergungskräfte vor eine enorme Herausforderung.
Wrack liegt in 160 Metern Tiefe

Die Trümmer des abgestürzten Kleinflugzeugs wurden laut Polizei in einer Tiefe von rund 160 Metern geortet.
Damit befindet sich das Wrack an einer der tiefsten Stellen des Attersees.
Eine Bergung unter solchen Bedingungen ist technisch äußerst aufwendig.
Die Einsatzkräfte können das Flugzeug deshalb offenbar nicht ohne spezielle Unterstützung einfach an die Oberfläche holen.
Voraussichtlich muss eine Spezialfirma die weiteren Arbeiten übernehmen.
Die Wetterbedingungen spielen dabei ebenfalls eine wichtige Rolle.
Wegen einer instabilen Wetterlage soll die Bergung nach bisherigen Informationen vermutlich erst am Samstag stattfinden.
Die Experten planen offenbar, moderne Tauchroboter einzusetzen.
Nach derzeitigen Überlegungen könnte versucht werden, das Wrack möglichst in einem Stück aus der Tiefe zu bergen.
Erst dann könnten Sachverständige die Maschine genauer untersuchen.
Denn eine entscheidende Frage ist weiterhin vollkommen offen:
Warum stürzte das Kleinflugzeug ab?
Experten sollen Ursache des Unglücks klären

Nach der geplanten Bergung soll das Wrack von Sachverständigen untersucht werden.
Die Experten wollen herausfinden, was zu dem Absturz geführt haben könnte.
Derzeit laufen die Ermittlungen noch.
Ob ein technischer Defekt, ein menschlicher Fehler oder andere Umstände eine Rolle spielten, ist bislang nicht bekannt.
Die Firma, zu der sowohl das Flugzeug als auch der Flugausbilder gehören sollen, äußert sich während der laufenden Untersuchungen nicht zu den Details des Unglücks.
Auf ihrer Internetseite veröffentlichte das Unternehmen lediglich eine kurze Stellungnahme:
„In stiller Anteilnahme. Unsere Gedanken sind bei den Betroffenen und ihren Angehörigen.“
Nach Angaben der Firma werden die für Schulungen eingesetzten Flugzeuge regelmäßig gewartet.
Dies geschehe nach Airline-Standard und in Abständen von zwei bis vier Wochen.
Ob diese Informationen für die Ermittlungen eine Rolle spielen, wird sich erst nach der Untersuchung des Wracks zeigen.
Bis dahin bleibt die Ursache für den dramatischen Absturz ungeklärt.
Und auch über das Schicksal der beiden Männer herrscht weiterhin eine bedrückende Gewissheit.
Polizei rechnet nicht mehr mit Überlebenden

Für die Angehörigen und alle Beteiligten sind die aktuellen Entwicklungen besonders schwer.
Zwei Deutsche sollen sich an Bord des Kleinflugzeugs befunden haben, das während eines mutmaßlichen Schulungsfluges in den Attersee stürzte.
Augenzeugen sahen die Maschine nach eigenen Angaben trudelnd vom Himmel kommen.
Kurz darauf verschwand sie hinter den Bäumen und stürzte in den See.
Mittlerweile wurden Wrackteile in rund 160 Metern Tiefe geortet.
Die große Tiefe macht die Bergung zu einer schwierigen Aufgabe.
Spezialisten sollen deshalb das weitere Vorgehen übernehmen und das Wrack möglicherweise mithilfe von Tauchrobotern aus dem See holen.
Die Bergung wird entscheidend sein, um die Ursache des Unglücks genauer untersuchen zu können.
Doch die Hoffnung auf ein gutes Ende ist inzwischen kaum noch vorhanden.
Eine Polizeisprecherin erklärte:
„Wir gehen leider nicht von Überlebenden aus.“
Während die Ermittlungen weiterlaufen, richtet sich der Blick nun auf die geplante Bergung des Wracks – und auf die Frage, was sich in den dramatischen Minuten vor dem Absturz tatsächlich ereignet hat.