Gefährlicher Straftäter aus Psychiatrie am Bodensee geflohen

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Ein gefährlicher Straftäter ist aus dem Maßregelvollzug am Bodensee entwichen – und seither spurlos verschwunden. Die Sorge wächst stündlich, während Hunderte Einsatzkräfte nach dem 20-jährigen Montassar D. fahnden.

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Alarm auf der Insel Reichenau

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Samstag, 30. November, kurz nach 14 Uhr: In der forensischen Psychiatrie auf der Insel Reichenau heult der Fluchtalarm. Montassar D., verurteilt wegen versuchten Totschlags, nutzt einen begleiteten Ausgang, um durch die Tür nach draußen zu rennen – direkt in die Freiheit.

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Die Polizei sperrt das Klinikgelände, Spürhunde suchen Wiesen und Schilfgürtel ab, ein Hubschrauber kreist über dem Bodensee. Nach wenigen Minuten ist klar: Der junge Mann ist im dichten Besucher­strom untergetaucht.

Wer aber ist der Mann, der die Region plötzlich in Atem hält? Lassen Sie uns einen Blick auf seine Vergangenheit werfen…

Montassar D.: Ein Name, der Angst macht

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Der 1,87 Meter große Tunesier gilt als hochaggressiv. Vor zwei Jahren versuchte er, einen Mitpatienten mit einem Messer zu töten. Seitdem sitzt er im Maßregelvollzug – eigentlich unter strengsten Sicherheits­auflagen.

Dennoch hatte er seit Januar bereits mehrmals begleitete Ausgänge. Beim letzten Spaziergang riss er sich los, noch bevor der Pfleger reagieren konnte. Seitdem fehlt jede Spur.

Wie konnte ein notorisch gefährlicher Täter den Klinikalltag so leicht ausnutzen? Die Antwort steckt in den Minuten seiner Flucht…

Die entscheidenden Sekunden

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Im Klinikpark gibt es eine einzige Schleuse zum öffentlichen Weg. Als die Pfleger die Pforte öffnen, sprintet Montassar D. los, wirft seine schwarze Weste über einen Zaun und setzt die Flucht in Alltags­kleidung fort, um weniger aufzufallen.

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Innerhalb von 120 Sekunden verliert selbst der Polizeihubschrauber die Sicht. Ermittler vermuten, dass er per Zug Richtung Zürich oder Stuttgart geflohen sein könnte. Seine aktuelle Kleidung: schwarzer Pullover, grüne Jacke, schwarze Hose, blaue Sneaker, schwarze Mütze.

Doch warum erfuhren Anwohner erst einen Tag später von der Gefahr?

Späte Warnung – laute Kritik

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Erst 23 Stunden nach dem Ausbruch veröffentlicht die Polizei eine Fahndungsmeldung. Kommunen entlang des Bodensees erfahren über soziale Medien von dem Vorfall; die Telefone der Leitstellen glühen.

Sicherheits­experten sprechen von einem „fatalen Vertrauensverlust“. Die Polizei verteidigt sich mit taktischen Gründen – doch Bürger­meister am See fordern eine lückenlose Aufklärung des Informations­desasters.

Während die Diskussion tobt, bleibt eine Frage zentral: Welche konkrete Gefahr droht, wenn der Flüchtige plötzlich vor Ihnen steht?

Psychischer Ausnahmezustand

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Laut Behörden kann Montassar D. „in aggressiver Weise gegenüber Dritten auftreten“. Im Klartext: Er könnte ohne Vorwarnung zuschlagen. Wer ihn sieht, soll sich nicht nähern, sondern sofort den Notruf 110 wählen.

Forensische Experten warnen, der Mann könne in einer akuten psychotischen Episode stecken – Auslöser können Stress, wechselnde Geräusch­kulissen oder pure Panik sein. Jede Konfrontation erhöhe das Risiko einer Gewalttat.

Doch ist dies wirklich ein Einzelfall? Die Vergangenheit der Klinik wirft Zweifel auf…

Ein Déjà-vu am Bodensee

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Erst im Juni 2025 entkam ein 31-Jähriger aus derselben Einrichtung – damals endete die Jagd nach mehreren Stunden in einer Regionalbahn. Zwei Fluchten in sechs Monaten stellen das Sicherheits­konzept massiv infrage.

Das Sozialministerium verlangt nun einen Sonderbericht. Insider berichten von Personalmangel, defekten Türen und veralteten Kameras. Die Klinikleitung schweigt bislang zu Details.

Bleiben Sie dran – denn die Fahndung geht in die entscheidende Phase…

Aktueller Stand der Großfahndung

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Montag, 1. Dezember, 12 Uhr: Mehr als 200 Hinweise sind eingegangen, doch keiner führte zum Erfolg. Beamte durchkämmen Bahnhöfe, Grenzübergänge und Innenstadt­bereiche von Konstanz bis Friedrichshafen.

Die Polizei setzt auf Zeugen: Jedes Foto, jede Beobachtung könnte der Durchbruch sein. Wer den schlanken Mann mit dünnem Oberlippen­bart sieht, soll Distanz wahren und sofort 110 wählen. Die Bevölkerung bleibt wachsam – die Jagd auf Montassar D. läuft, und jede Minute zählt.

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