Kurz nach Sonnenaufgang schrillten im Berliner Regierungsviertel plötzlich Alarmsirenen.
Alarm am frühen Morgen

Großeinsatz am Reichstagsgebäude: Am frühen Morgen rückte die Berliner Feuerwehr mit zahlreichen Kräften zum Sitz des Deutscher Bundestag aus.
Grund war der Alarm eines Gasmelders im Gebäude. Ein Feuerwehrsprecher erklärte: „Um 5.15 Uhr löste ein Alarm aus, weil in geringen Mengen Gas festgestellt wurde.“
Sofort wurde ein umfangreicher Einsatz eingeleitet. Insgesamt 80 Kräfte, darunter auch Spezialisten für Dekontamination, machten sich auf den Weg.
Dekontaminierungsplatz eingerichtet

Vor dem Bundestag richtete die Feuerwehr vorsorglich einen sogenannten Dekontaminierungsplatz ein. Mehrere Einsatzkräfte begaben sich ins Gebäude, um die Lage zu prüfen.
Der Sprecher betonte: „Unsere Einsatzkräfte konnten bislang kein Gas feststellen.“ Dennoch liefen die Untersuchungen weiter.
Sicherheit hatte oberste Priorität – schließlich handelt es sich um ein besonders sensibles Objekt.
Ursache zunächst unklar

Woher die gemessenen Werte stammen könnten, blieb zunächst offen. Auf Nachfrage erklärte der Feuerwehrsprecher:
„Möglicherweise handelt es sich um hochkonzentriertes Reinigungsmittel, genau können wir das erst sagen, wenn wir selbst was gefunden haben.“
Eine konkrete Gefahrenlage konnte zunächst nicht bestätigt werden.
Entwarnung am Morgen

Kurz vor 8 Uhr folgte schließlich die Entwarnung.
„Da keine Feststellung gemacht werden konnte, sind die Kollegen vor einer Viertelstunde wieder abgerückt“, so der Sprecher.
Damit endete der Einsatz ohne bestätigten Gasaustritt.
Auswirkungen auf den Verkehr

Der Vorfall blieb dennoch nicht ohne Folgen. Rund um das Reichstagsgebäude kam es am Morgen zu Verkehrseinschränkungen.
Buslinien, die am Bundestag vorbeifahren, wurden umgeleitet. Absperrungen sorgten zeitweise für Verzögerungen im Berufsverkehr.
Nach Abschluss des Einsatzes normalisierte sich die Lage jedoch wieder.
Vorsicht als oberstes Gebot

Auch wenn sich der Alarm letztlich als unbegründet herausstellte, zeigt der Vorfall, wie sensibel Sicherheitssysteme im Bundestag reagieren.
Bei möglichen Gefahrenlagen wird sofort ein umfangreicher Einsatz ausgelöst – selbst bei geringen Messwerten.
Am Ende bleibt festzuhalten: Große Aufregung am Morgen – aber glücklicherweise keine bestätigte Gefahr im Reichstagsgebäude.