Mitten am sonnigen Nachmittag reißt das Heulen von Sirenen die Passanten aus ihrer Routine. Sekunden später knallen mehrere Schüsse – niemand ahnt in diesem Moment, wie brisant die Lage wirklich ist.
Plötzlich Sirenen, dann Schüsse

Die Stille eines gewöhnlichen Wochentags wird jäh durch eine Kolonne von Einsatzwagen zerrissen. Augenzeugen berichten von „blitzenden Blaulichtern, die aus allen Richtungen heranrasen“, während ein einzelnes Auto in halsbrecherischem Tempo über die Fahrbahn taumelt. Noch ist unklar, wer am Steuer sitzt – klar ist nur: Etwas Dramatisches bahnt sich an.
Im Minutentakt treffen weitere Kräfte ein, sperren Straßen ab, richten Schusswaffen aus. Binnen kürzester Zeit verwandelt sich die Szene in ein beängstigendes Tableau: Anwohner werden zurückgedrängt, Fensterscheiben schlagen zu. Ein bedrohlicher Stillstand, in dem jeder wartet, dass der erste Dominostein fällt.
Enthüllung des Schauplatzes und der Hintergründe

Erst jetzt wird das Schweigen gebrochen: Schauplatz der dramatischen Szenen ist Berlin-Köpenick, genauer die Straße an der Alten Försterei. Nach ersten Ermittlungen soll der Mann zuvor mehrere Unfälle verursacht haben und trotz eindeutiger Haltesignale geflohen sein. Als er nach der Karambolage erneut ansetzen wollte, gaben Beamte die entscheidenden Schüsse ab und stoppten ihn.
Der Fahrer wurde verletzt in eine Klinik geflogen, sein Zustand ist nach Angaben der Einsatzleitung stabil. Warum er das riskante Fluchtmanöver startete, steht noch nicht fest – ebenso, ob Drogen oder Alkohol im Spiel waren. Fest steht: Die Hauptstadt ist knapp an einer noch größeren Katastrophe vorbeigeschrammt.