Der rätselhafte Mord an Fabian (8) erschüttert Güstrow seit Wochen – jetzt lässt ein brennendes Bild die Hoffnung auf Gerechtigkeit wieder aufflammen.
Das Entsetzen von Güstrow

Der 10. Oktober begann für Fabian wie jeder andere Krankheitstag: allein in der Wohnung, weil er mit Bauchschmerzen nicht in die Schule ging. Als seine Mutter von der Arbeit heimkehrte, war ihr Sohn verschwunden – binnen Stunden verwandelte sich Güstrow in ein Suchgebiet mit Hundertschaften, Spürhunden und Helfern aus der Nachbarschaft.
Vier Tage später fand eine Spaziergängerin die Leiche des Kindes an einem abgelegenen Tümpel bei Klein Upahl. Die Nachricht vom gewaltsamen Tod traf die Kleinstadt wie ein Donnerschlag, Kerzenreihen und Teddybären säumten den Kirchplatz. Doch der Täter blieb spurlos.
Lass uns nun auf den entscheidenden Zeitraum blicken, der die Ermittler bis heute antreibt.
Die zwei Stunden der Wahrheit

Die Polizei rekonstruiert Fabians letzten Weg minuziös: Zwischen 11 und 15 Uhr muss der Junge sein Zuhause verlassen haben – vermutlich in Begleitung eines Erwachsenen, möglicherweise per Auto. Überwachungsvideos, Buskameras und Privataufnahmen wurden ausgewertet, doch das Puzzle weist noch Lücken auf.
Fest steht, dass der Täter Fabian rund 15 Kilometer weit transportierte, bevor er die Leiche schließlich am Waldtümpel ablegte. Die Ermittler sind überzeugt, dass der Junge bereits am 10. Oktober getötet wurde, also noch am Tag seines Verschwindens.
Was genau geschah am Fundort? Ein schockierendes Foto liefert plötzlich eine neue Spur.
Das mysteriöse Feuer-Foto

Eine Spaziergängerin drückte am Abend des 10. Oktober am Tümpel auf den Auslöser: Ihr Handybild zeigt meterhohe Flammen und – nahezu unscheinbar – fünf Silhouetten, die sich davon entfernen. Erst Tage später stellte sich heraus, dass das Feuer wohl Fabians sterbliche Überreste verschleiern sollte.
Die Kripo Rostock veröffentlichte den Schnappschuss jetzt und sucht dringend jene fünf Personen. Sind es bloße Zeugen oder gar Mitwisser? Die Ermittler bitten insbesondere Hundebesitzer, Erntehelfer und Freizeitsportler aus der Gegend, sich zu melden.
Wie die Fahnder das Bild in ganz Deutschland publik machten, enthüllt die nächste Station unserer Spurensuche.
Bühne bei „Aktenzeichen XY“

Vergangene Nacht flimmerte der Fall in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY… ungelöst“ über die Bildschirme. Moderator Rudi Cerne zeigte das Feuer-Foto und appellierte: „Wer erkennt die Menschen im Hintergrund?“ Binnen Minuten klingelte die Hotline heiß, hunderte Anrufe gingen ein, darunter mehrere „äußerst vielversprechende Hinweise“, wie das LKA bestätigt.
Besonders aufmerksam machten Zuschauer auf ein mögliches gelbes Lieferfahrzeug und das Bellen eines großen Hundes, das im Wald zu hören gewesen sein soll. Beides passt zur Szene auf dem Foto – ein erstes Stück des Puzzles?
Welche Konsequenzen die neuen Hinweise bereits heute Morgen auslösten, verraten die letzten Bilder unserer Schau.
Razzien und neue Hoffnung

Noch in der Nacht rückten Ermittler zu Durchsuchungen in Reimershagen aus, nur zwölf Kilometer vom Fundort entfernt. Bauernhof, Werkstatt und Nebengebäude wurden von Spurensicherungsteams akribisch durchsucht; Kisten voll möglicher Beweismittel verließen den Hof. Die Durchsuchungen erfolgten auf richterlichen Beschluss – ein deutliches Zeichen, dass die Hinweise aus der Sendung Gewicht haben.
Gleichzeitig fahndet die Polizei weiter nach den fünf Gestalten vom Feuer-Foto. Sollte auch nur eine von ihnen identifiziert werden, könnte der Fall Fabian endlich zur Anklage führen – und Güstrow erlöst aufatmen.
Bleibt nur die stille Hoffnung, dass dieses eine Foto den unsichtbaren Täter sichtbar macht.