Nach dem Abpfiff kochen die Emotionen plötzlich über. Argentinien verliert das WM-Finale gegen Spanien – und ausgerechnet danach sorgt ein bereits zuvor vom Platz gestellter Star für die hässlichste Szene des Abends.
Tumulte direkt nach dem Finale

Der Schlusspfiff des WM-Finales brachte nicht nur Jubel bei Spanien, sondern auch einen handfesten Eklat. Nach dem 1:0-Erfolg der Spanier verlor Argentiniens Mittelfeldspieler Leandro Paredes offenbar völlig die Kontrolle und flog nach einer Tätlichkeit mit der Roten Karte vom Platz.
Die entscheidende Szene bekamen viele Zuschauer zunächst gar nicht mit. Im Live-Bild war der Vorfall nicht zu sehen. Erst eine spätere Wiederholung zeigte, was sich unmittelbar nach dem Abpfiff zwischen den Spielern abgespielt hatte.
Während sich mehrere Akteure beider Mannschaften auf dem Rasen gegenüberstanden, geriet die Situation außer Kontrolle. Paredes soll Spaniens Eric Garcia an den Hals geschlagen haben. Kurz darauf eilte Gavi herbei, wurde jedoch zunächst von Argentiniens Thiago Almada zurückgezogen.
Damit war die Auseinandersetzung allerdings noch längst nicht beendet. Paredes richtete seine Aufmerksamkeit anschließend auf Gavi – und sorgte damit für weitere hitzige Szenen nach dem Finale.
Thomas Müller kritisiert Ausraster: „Die Aktion ist nicht okay“

Nach dem Angriff auf Eric Garcia geriet auch Gavi ins Visier des Argentiniers. Paredes drückte seinem Gegenspieler den Arm ins Gesicht und schubste ihn mehrfach zu Boden. Schiedsrichter Slavko Vinčić griff daraufhin durch und zeigte dem Mittelfeldspieler die Rote Karte.
Auch TV-Experten reagierten fassungslos auf die Bilder. Der frühere deutsche Nationalspieler Thomas Müller fand bei MagentaTV klare Worte: „Die Aktion ist nicht okay.“
Dabei hatte Paredes bereits während der Partie großes Glück gehabt. Erst sieben Minuten nach seiner Einwechslung sah er in der 52. Minute die Gelbe Karte. Trotz weiterer Fouls blieb eine zweite Verwarnung jedoch aus.
Insgesamt beging der 32-Jährige anschließend noch mehrere weitere Regelverstöße, ohne erneut bestraft zu werden. Erst sein Verhalten nach dem Schlusspfiff führte schließlich zum Platzverweis.
Während Spanien den WM-Titel feierte, rückte der Ausraster von Paredes in den Mittelpunkt der Diskussionen. Statt über das Finale selbst sprachen viele nach Spielende vor allem über die Szenen nach dem Abpfiff – und über das Verhalten des argentinischen Mittelfeldspielers.