Berühmter Musikstar ist von uns gegangen

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Der Jazz trauert: Jack DeJohnette, einer der innovativsten Schlagzeuger seiner Generation, ist im Alter von 83 Jahren im Kreis seiner Familie in Woodstock, New York verstorben. Die Nachricht vom Wochenende erschütterte Kolleg*innen, Fans und Veranstalter gleichermaßen – denn DeJohnette galt bis zuletzt als kreative Triebfeder, die Genregrenzen sprengte.

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Ein Gigant des Jazz schweigt für immer

Image: IMAGO / ZUMA Press Wire
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Jack DeJohnettes Management bestätigte, dass der Musiker am späten Sonntag, dem 26. Oktober 2025, an den Folgen einer Herzinsuffizienz friedlich einschlief. Seine Ehefrau Lydia und enge Freund*innen hielten am Krankenbett Wache, als der letzte Takt verklang.

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In Windeseile verbreitete sich das Ende einer sechs Jahrzehnte währenden Karriere; Radiostationen weltweit legten Sonderprogramme auf, Clubs ließen Lichter dimmen. Die Welt hielt kurz den Atem an – genau wie in den stillen Pausen, mit denen DeJohnette so meisterhaft Spannung aufbaute.

Lassen Sie uns nun schauen, wie Weggefährtinnen auf diese Nachricht reagierten.*

Trauer und Tribut – die Jazzfamilie meldet sich zu Wort

Image: IMAGO / ZUMA Press Wire
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Innerhalb weniger Stunden erreichten Social-Media-Kanäle Tausende Würdigungen. Herbie Hancock nannte DeJohnette „den Architekten rhythmischer Freiheit“, während Esperanza Spalding ein Video einer Probe teilte, in der er sie zum Lachen brachte.

Auch außerhalb des Jazz zollten Grössen Respekt: Radiohead-Drummer Philip Selway sprach von einem „universellen Puls“, der nun verstummt ist, und Beyoncé betonte, wie seine „orchestrale Klangpalette“ Künstler*innen aller Genres inspirierte.

Doch wer war dieser Mann, bevor Ruhm und Legendenstatus einsetzten?

Von Chicagos South Side in die Welt

Image: IMAGO / ZUMA Press Wire
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Geboren 1942 als Enkel kreolischer Musiker, lernte Jack zunächst Piano, bevor er mit 14 Jahren erstmals Schlagzeugstöcke in die Hand nahm. Er sog den Bebop der South-Side-Clubs auf, spielte Rhythm & Blues-Gigs und gewann lokale Wettbewerbe.

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Früh lotete er Grenzen aus: In Avantgarde-Sessions mit Sun Ra und John Coltrane erprobte er „Stretched Time“ – das elastische Dehnen von Takten, das später sein Markenzeichen wurde.

Der alles entscheidende Karriereschritt ließ nicht lange auf sich warten …

Bitches Brew – der Paukenschlag der Fusion

Image: IMAGO / ZUMA Press Wire
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1969 holte Miles Davis den jungen Schlagzeuger ins Studio. Auf „Bitches Brew“ beschworen DeJohnettes polyrhythmische Wirbel einen Sound, der Jazzrock definierte. Es folgten „Jack Johnson“ und „On the Corner“, deren wummernde Grooves noch heute Hip-Hop-Produzenten samplen.

Diese Phase machte ihn zum Superstar der Studiowelt: Joni Mitchell, Santana und sogar Bruce Springsteen baten ihn um unverwechselbare Drum-Patterns.

Doch der wichtigste Langzeit-Job sollte erst beginnen.

Drei Jahrzehnte Keith-Jarrett-Trio – eine Liebeserklärung an Standards

Image: IMAGO / Newscom World
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Ab 1983 bildete DeJohnette mit Keith Jarrett (Piano) und Gary Peacock (Bass) das legendäre „Standards Trio“. Mehr als 1000 Konzerte später galt ihre Interaktion als Inbegriff telepathischer Verständigung: Ein Knacken im Ride-Becken reichte, und ganze Harmoniebögen verschoben sich.

ECM-Veröffentlichungen wie „Standards, Vol. 1“ oder „Always Let Me Go“ wurden zu Bestseller-Alben. Jarrett schwärmte einst, DeJohnette spiele „nicht Schlagzeug – er atme Melodik“.

Welche Ehrungen krönten solch ein Lebenswerk – und welche Pläne blieben unerfüllt?

Ehrungen, Vermächtnis und unerfüllte Visionen

Image: IMAGO / BRIGANI-ART
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2012 ernannte die NEA ihn zum Jazz Master, zwei Grammys krönten sein Regal, zuletzt 2022 für „Skyline“. Gerade erst hatte er eine Kollaboration mit Kamasi Washington und einem Sinfonieorchester skizziert – die Notenskizzen liegen nun wie ein leiser Abschied auf seinem Schreibtisch.

Sein Vermächtnis lebt in zahllosen Mitschnitten, Lehrbüchern und den Erinnerungen einer Szene, die ohne ihn anders klänge. Jack DeJohnettes letzter Beat mag verklungen sein, doch sein pulsierender Nachhall treibt jede künftige Jazzgeneration weiter – und vielleicht ist genau das der schönste Applaus.

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