Die deutsche Fußballwelt steht unter Schock: Ein Ex-Torhüter ist im Alter von nur 54 Jahren verstorben.
Die Ärzte gaben ihm nur sechs Monate

Als die Diagnose kam, war sie vernichtend. Sechs Monate – mehr Zeit sahen die Ärzte nicht. Doch er kämpfte. Drei Jahre lang stemmte er sich gegen die Krankheit, so wie früher gegen Elfmeter, Flanken und wuchtige Stürmer.
Mittwochmittag war seine Kraft aufgebraucht. Einen Monat nach seinem 54. Geburtstag ist der frühere Bundesliga-Torwart an Bauchspeicheldrüsenkrebs gestorben. Ein langer Kampf ging zu Ende – und mit ihm eine Karriere, die viele Fußballfans geprägt hat.
Ein Leben zwischen Pfosten und Paraden

Zwischen 1991 und 2009 absolvierte er 213 Erstligaspiele und 165 Partien in der 2. Bundesliga. Er stand unter anderem für den 1. FC Kaiserslautern, Energie Cottbus, Arminia Bielefeld und den MSV Duisburg im Tor.
Seine große Liebe aber war Fortuna Düsseldorf. Mit dem Traditionsverein gelang ihm der Durchmarsch von der 3. Liga bis in die Bundesliga. Auch international sammelte er Titel – mit Dinamo Zagreb wurde er Meister und Pokalsieger in Kroatien.
Das Ende durch einen Knall

2008 beendete ein dramatischer Vorfall seine Laufbahn. Bei einem Stadtderby explodierte ein Böller neben ihm auf dem Spielfeld. Die Folgen: Kreislaufzusammenbruch, Knalltrauma, eine bleibende Innenohrschädigung.
Anhaltende Gleichgewichtsprobleme machten eine Fortsetzung unmöglich. 2009 zog er einen Schlussstrich unter seine Karriere. Jahre später folgte die nächste, noch schwerere Nachricht: Krebs – unheilbar.
Jetzt wird bekannt, wer gestorben ist

Nun bestätigt sich die traurige Nachricht: Georg Koch ist im Alter von 54 Jahren gestorben.
Im Mai 2024 machte er seine Diagnose öffentlich und sagte im Interview:
„Die Krankheit ist unheilbar, ich werde sterben. Aber wann mich der liebe Gott holen wird, hat er noch nicht entschieden!“
Auch Ex-Nationaltorwart Jens Lehmann trauerte:
„Ein trauriger Tag, Georg Koch ist gestorben. Viel zu früh! Wir haben häufig gegeneinander gespielt und häufig war er besser als ich.“
Kampfgeist bis zuletzt
Koch wollte sich nicht verstecken. Er erklärte:
„Für Dinge, die du früher in fünf Sekunden erledigt hast, brauche ich inzwischen eine halbe Minute. Aber ich muss mich ja mit der Krankheit arrangieren. Jammern bringt nichts und war noch nie mein Ding!“
Ein Golden Retriever begleitete ihn durch die schwere Zeit:
„Der passt auf mich auf und spürt, wann ich gut drauf bin, ist aber auch nicht böse, wenn ich mal zwei Tage gar nichts mehr machen kann.“
Von seinen Freunden der Punkband Die Toten Hosen erhielt er ein T-Shirt mit der Aufschrift „Bis zum bitteren Ende“. Dazu sagte er:
„Auch wenn es blöd klingt: Das T-Shirt und der Spruch geben mir Kraft und motivieren mich.“
Eine Legende im Himmelstor

Georg Koch kämpfte bis zuletzt – wie in seinen besten Tagen zwischen den Pfosten. Drei Jahre länger als prognostiziert trotzte er der Krankheit.
Nun ist der Torwart, der nie aufgab, verstummt. Für viele Fans bleibt er der Mann mit den spektakulären Paraden – ein Kämpfer auf dem Platz und im Leben. Jetzt steht eine Torwart-Legende im Himmels-Tor.