Kreml erhebt schweren Vorwurf zu Waffen-Einsatz im Ukraine-Krieg

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Kurz vor Mitternacht erschüttert ein massiver Einschlag die Westukraine – und löst eine diplomatische Schockwelle aus, weil der Kreml umgehend behauptet, Kiew habe eine bislang tabuierte Rakete abgefeuert.

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Ein gleißender Feuerball über Lwiw

Image: IMAGO / ZUMA Press Wire
Image: IMAGO / ZUMA Press Wire

Eine gewaltige Detonation zerreißt am späten Abend des 8. Januar den Himmel über der historischen Stadt Lwiw, nur rund 70 Kilometer von der polnischen NATO-Grenze entfernt. Behörden melden zerstörte Energieanlagen und eine kurzzeitige Panik, als Funkenregen auf Wohngebiete niedergeht.

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Noch während Feuerwehr und Rettungskräfte sich einen Weg durch brennende Trümmer bahnen, meldet Moskau, dies sei „nur die erste Antwort“ auf angebliche ukrainische Provokationen – und deutet eine völlig neue Dimension des Konflikts an.

Was genau meint der Kreml mit dieser Drohung? Lassen Sie uns einen Blick auf die Wortwahl aus Moskau werfen …

Kreml-Sprecher Peskow erhebt drastische Anschuldigungen

Image: IMAGO / Russian Look
Image: IMAGO / Russian Look

Wladimir Putins Sprecher Dmitri Peskow behauptet in einer nächtlichen Pressekonferenz, ukrainische Streitkräfte hätten erneut versucht, „den Präsidentenpalast nahe Moskau“ mit Drohnen zu attackieren. Ohne Belege spricht Peskow von einem „Terrorangriff“, der Vergeltung erfordere.

Mit scharfem Ton warnt er, Russland werde „nicht zögern, Waffen einzusetzen, die die Ukraine bislang nur aus Lehrbüchern kennt“. In Kiew löst diese Formulierung Alarmstufe Rot aus – doch welche „neuen“ Waffen spielt Peskow an?

Die Antwort suchen westliche Geheimdienste in den Trümmern des Einschlags …

Streit um den angeblichen Angriff auf Putins Residenz

Image: IMAGO / ITAR-TASS
Image: IMAGO / ITAR-TASS

Noch in derselben Nacht dementieren sowohl die ukrainische Regierung als auch die CIA jegliche Drohnenattacke auf Putins Anwesen. Washington nennt den Vorwurf „frei erfunden“, Kiew spricht von „psychologischer Kriegsführung“.

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Dennoch bleibt ein Rätsel: Warum greift Russland plötzlich mit einer einzelnen, extrem teuren Rakete weit im Westen der Ukraine an? Experten vermuten, der Einschlag solle als „Beweis“ für Moskaus Gegenschlag dienen.

Damit rückt eine bestimmte Rakete in den Fokus ­– ein Geschoss, das offiziell gar nicht mehr existieren dürfte …

Spur führt zur mysteriösen Oreschnik-Rakete

Image: IMAGO / SNA
Image: IMAGO / SNA

Trümmeranalysen deuten auf die Mittelstreckenrakete „Oreschnik“ hin. Das Geschoss fliegt mit über Mach 8, trägt bis zu 2 000 Kilogramm Sprengstoff und ist laut russischen Angaben „nicht abfangbar“. Westliche Militärs haben die Oreschnik zwar 2024 erstmals registriert, Informationen bleiben aber spärlich.

Augenzeugen berichten von einem „pfeifenden Donnern“, bevor die Detonation die Nacht erhellte – ein akustisches Profil, das zu dieser Rakete passt. Doch das wirklich Brisante liegt tiefer in ihrer Geschichte verborgen.

Denn die Oreschnik hat ein dunkles Erbe, das jahrelang in internationalen Verträgen verbannt war …

Einst verboten, jetzt wieder im Arsenal: Oreschnik bricht Tabus

Image: AI
Image: AI

Bis zum Zusammenbruch des INF-Vertrags galt jede Mittelstreckenrakete dieser Klasse als illegal. Nach dem Auslaufen des Vertrages 2019 entwickelte Moskau die Oreschnik im Geheimen weiter und führte sie 2024 ein. Offiziell führt sie konventionelle Sprengköpfe – doch ihre atomare Nachrüstbarkeit macht sie zu einem politischen Pulverfass.

Dass der Kreml sie nun demonstrativ einsetzt, ist mehr als Vergeltung: Es ist eine Machtdemonstration, die das alte Rüstungs-Tabu endgültig pulverisiert.

Wie reagieren NATO-Staaten auf diese bewusste Grenzüberschreitung? Schauen wir auf die ersten internationalen Antworten …

Internationale Reaktionen und mögliche Konsequenzen

Image: AI
Image: AI

Binnen Stunden verurteilen Berlin, Paris und Washington den Schlag als „unverantwortliche Eskalation“. Das Verteidigungsbündnis lotet eine schnellere Stationierung des Abwehrsystems Arrow 3 in Polen aus, um künftige Oreschnik-Einsätze abzufangen. Gleichzeitig drängt die EU auf neue Sanktionen gegen russische Raketentechnologie.

Kiew fordert unterdessen Langstreckenabwehr und kündigt eine Beschwerde beim Internationalen Gerichtshof an. Ob der Kreml den Einsatz wiederholt oder die Drohung bereits ihren Zweck erfüllt hat, bleibt unklar – doch die Schwelle für einst verbotene Waffen ist nun überschritten.

Wir halten Sie weiter auf dem Laufenden, sobald neue Details ans Licht kommen.

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