Kriegs-Schock aus der Ukraine: Neue Zahlen zu den Gefallenen sorgen für Fassungslosigkeit – das Ausmaß erschüttert

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Es ist eine Zahl, die für große Beunruhigung sorgt. Neue Informationen über den Ukrainekrieg sorgen für Sprachlosigkeit.

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Neue Zahlen aus Kiew sorgen für Aufsehen

Image: AI
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Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte hat neue Angaben zu den russischen Verlusten im Krieg gegen die Ukraine veröffentlicht. Demnach sollen seit Beginn der Invasion bereits 1.376.320 russische Soldaten gefallen oder außer Gefecht gesetzt worden sein. Allein für den 8. Juni meldet Kiew 1.370 weitere russische Verluste.

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Die Zahlen stammen aus ukrainischen Militärangaben und lassen sich unabhängig nicht vollständig überprüfen. Dennoch zeigen sie, wie erbittert der Krieg weiterhin geführt wird und wie hoch die Belastung auf beiden Seiten ist.

Neben den Personalverlusten nennt der Bericht auch umfangreiche Verluste an militärischem Gerät. Demnach habe Russland seit Kriegsbeginn unter anderem 12.001 Panzer, 24.710 gepanzerte Kampffahrzeuge und 104.796 Fahrzeuge sowie Treibstofftanks verloren. Doch die Liste geht noch deutlich weiter.

Ukraine meldet massive Verluste bei russischer Ausrüstung

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Laut dem Bericht des ukrainischen Generalstabs sollen die russischen Streitkräfte seit Beginn des Krieges auch enorme Mengen an schwerer Technik eingebüßt haben. Kiew spricht von 43.639 zerstörten oder außer Gefecht gesetzten Artilleriesystemen sowie 1.851 Mehrfachraketenwerfern.

Auch bei der Luftverteidigung meldet die Ukraine hohe Zahlen. Demnach habe Russland bislang 1.411 Luftabwehrsysteme verloren. Hinzu kommen nach ukrainischer Darstellung 436 Flugzeuge und 353 Hubschrauber.

Besonders auffällig ist die Zahl der Drohnenverluste. Der Generalstab berichtet von 338.327 zerstörten Drohnen sowie 1.614 unbemannten Bodenfahrzeugen. Außerdem sollen 33 Schiffe und Boote sowie zwei U-Boote verloren gegangen sein. Während diese Angaben international schwer unabhängig zu bestätigen sind, dienen sie Kiew als Signal: Russland zahle für seinen Angriffskrieg weiterhin einen hohen Preis.

Nato-Jets schießen Drohne über Lettland ab

Image: AI
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Parallel zu den neuen Kriegszahlen kam es im Baltikum zu einem Zwischenfall im Luftraum. Nato-Kampfjets haben über Lettland eine Drohne abgeschossen, die in den Luftraum des EU- und Nato-Staates eingedrungen war. Das teilten die Streitkräfte des Landes mit.

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Nach Angaben der lettischen Armee handelte es sich um ein ausländisches Flugobjekt. Dieses sei infolge „russischer elektromagnetischer Kriegsführung“ in den lettischen Luftraum geraten. Genauere Informationen zur Herkunft und Art der Drohne lagen zunächst nicht vor.

Vor dem Abschuss hatten die Behörden in Lettland bereits Bewohner mehrerer östlicher Regionen über eine mögliche Gefahr für den Luftraum informiert. In zwei Gebieten wurde die Bevölkerung sogar aufgefordert, Schutz zu suchen. Nach dem Abschuss der Drohne wurde der Alarm wieder aufgehoben.

Europa und die Ukraine erhöhen den Druck auf Putin

 IMAGO / SNA
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Während an der Front weiter gekämpft wird, wächst zugleich der diplomatische Druck auf Moskau. Deutschland, Frankreich, Großbritannien und die Ukraine haben den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu einer sofortigen Waffenruhe und zu Verhandlungen über ein Ende des Krieges aufgefordert.

In einer gemeinsamen Erklärung von Bundeskanzler Friedrich Merz, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, dem britischen Premierminister Keir Starmer und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj heißt es, dass auch die USA und Europa „aktiv“ in den Prozess eingebunden werden sollten.

Die vier Länder formulierten dabei mehrere Voraussetzungen für einen „gerechten und dauerhaften Frieden“. Zentral ist eine „sofortige und vollständige Waffenruhe“. Gleichzeitig soll die aktuelle Frontlinie als Ausgangspunkt für Gespräche dienen. Internationale Grenzen dürften jedoch nicht mit Gewalt verändert werden.

Sicherheitsgarantien und eingefrorene Vermögen

Image: AI
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Ein weiterer wichtiger Punkt der Erklärung betrifft die Sicherheit der Ukraine nach einer möglichen Waffenruhe. Kiew soll demnach „robuste und rechtsverbindliche“ Sicherheitsgarantien erhalten. Dazu könne auch der Einsatz einer multinationalen Truppe gehören.

Zudem machen Deutschland, Frankreich, Großbritannien und die Ukraine deutlich, dass eingefrorene russische Vermögenswerte nicht einfach freigegeben werden sollen. Sie sollen so lange eingefroren bleiben, bis Russland seinen Angriffskrieg beendet und die Ukraine für die entstandenen Schäden entschädigt.

Auch die europäischen Sicherheitsinteressen sollen in einem möglichen Abkommen berücksichtigt werden. Ergebnisse, die die EU oder die Nato betreffen, müssten von den Mitgliedstaaten gebilligt werden. Damit wird klar: Ein Ende des Krieges soll nicht nur zwischen Moskau und Kiew entschieden werden, sondern auch die Sicherheitsordnung Europas berühren.

Selenskyj spricht von Angriff auf Tschernobyl-Zone

 IMAGO / dts Nachrichtenagentur
IMAGO / dts Nachrichtenagentur

Für zusätzliche Besorgnis sorgte ein Vorwurf des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Er beschuldigte Russland, gezielt ein Lager für abgebrannte Kernelemente in der Sperrzone um das stillgelegte Atomkraftwerk Tschernobyl angegriffen zu haben.

Selenskyj sprach bei Telegram von einem „außerordentlich hinterhältigen russischen Angriff“. Die zuständigen Ministerien und Dienste würden nun internationale Partner über den Vorfall informieren.

Nach Angaben des ukrainischen Staatskonzerns Energoatom wurde bei einem russischen Drohnenangriff ein Gebäude des zentralen Lagers für abgebrannte Brennelemente in der Tschernobyl-Zone getroffen. Das Gebäude zur Annahme von Behältern sei in der Nacht teilweise zerstört worden. Abgebrannter Kernbrennstoff sei dort jedoch nicht gelagert gewesen.

Der Vorfall dürfte die Gespräche in London zusätzlich überschatten. Dort treffen Bundeskanzler Friedrich Merz, Emmanuel Macron und Keir Starmer mit Wolodymyr Selenskyj zusammen. Während die Ukraine weiter hohe russische Verluste meldet und Lettland einen Drohnenzwischenfall erlebt, steht eine Frage erneut im Zentrum: Wie lässt sich dieser Krieg stoppen, ohne die Sicherheit der Ukraine und Europas zu gefährden?

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