Leichenteile in Mülltonnen: Frau soll Mann geopfert haben!

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Ein 63-Jähriger bestellt über das Internet eine Massage – wenig später ist er tot. Seine zerteilten Überreste tauchen in Mülltonnen auf. Seit Donnerstag steht eine 40-jährige Frau vor Gericht. Was die Anklage ihr vorwirft, ist kaum zu fassen.

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Grausiger Fund am Rand eines Gewerbegebiets

Mülltonnen am Straßenrand in der Morgendämmerung, KI-generiertes Symbolbild. Foto: KI-generiert (social.topaktuell.de)
Mülltonnen am Straßenrand in der Morgendämmerung, KI-generiertes Symbolbild. Foto: KI-generiert (social.topaktuell.de)

Ende Februar macht ein Zeuge in der Nähe eines Gewerbegebiets eine schreckliche Entdeckung: In Mülltonnen liegen Leichenteile. Schnell steht fest, dass es sich um einen 63-jährigen Mann handelt. Er wurde getötet und anschließend zerteilt.

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Laut Anklage hatte die mutmaßliche Täterin fest damit gerechnet, dass die Tonne am nächsten Tag geleert wird. Als das nicht passierte, soll sie in Panik geraten sein.

Flucht zu Fuß ins Ausland

Streifenwagen mit Blaulicht bei Nacht, Symbolbild, 07.09.2026. Foto: IMAGO / STEINSIEK.CH (Joeran Steinsiek)
Streifenwagen mit Blaulicht bei Nacht, Symbolbild, 07.09.2026. Foto: IMAGO / STEINSIEK.CH (Joeran Steinsiek)

Wenige Tage nach dem Fund klicken die Handschellen. Die Polizei nimmt eine heute 40-jährige Frau fest – weit entfernt vom Fundort. Sie soll versucht haben, zu Fuß ins Ausland zu gelangen.

Die Frau soll als Prostituierte gearbeitet haben. Das Opfer war nach Angaben der Staatsanwaltschaft einer ihrer Kunden.

Was die Staatsanwaltschaft der Frau vorwirft

Zangen und Hämmer im Regal eines Baumarkts, Symbolbild, 13.03.2019. Foto: IMAGO / imagebroker (Manfred Bail)
Zangen und Hämmer im Regal eines Baumarkts, Symbolbild, 13.03.2019. Foto: IMAGO / imagebroker (Manfred Bail)

Die Anklage zeichnet ein verstörendes Bild. Demnach:

– hatte der 63-Jährige über das Internet eine „dominante Massage“ bestellt,

– soll die Frau ihn gefesselt und mit einem Hammer getötet haben, den sie vermutlich kurz zuvor in einem Baumarkt gekauft hatte,

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– soll sie danach rituelle Handlungen an der Leiche vorgenommen haben.

Vor Gericht verlesene Chatprotokolle sollen zeigen, was dahintersteckte: Die Frau glaubte offenbar, ein multiresistenter Pilz befinde sich in ihrem Blut – und nur ein Menschenopfer könne sie heilen.

Ex-Partner: „Der Teufel spricht zu ihr"

Zaun einer Klinik für forensische Psychiatrie, Symbolbild, 02.11.2025. Foto: IMAGO / EHL Media (Björn Stach)
Zaun einer Klinik für forensische Psychiatrie, Symbolbild, 02.11.2025. Foto: IMAGO / EHL Media (Björn Stach)

Die Angeklagte selbst schwieg zum Prozessauftakt. Dafür sagten zwei frühere Lebensgefährten aus, mit denen sie zwischen 2002 und 2008 zusammen war. Sie beschrieben die Frau als sehr wechselhaft. Einer berichtete von einem Wutausbruch in einem Bus, bei dem sie herumgeschrien habe. Sie sei überzeugt gewesen, der Teufel spreche zu ihr.

Einer der Zeugen versuchte, ihr Verhalten so einzuordnen:

> „In der Szene spinnen halt alle ein bisschen.“

> — früherer Lebensgefährte der Angeklagten vor Gericht, laut hessenschau

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Frau zur Tatzeit schuldunfähig war, sie aber eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellt. Deshalb läuft ein sogenanntes Sicherungsverfahren: Das Gericht entscheidet, ob sie dauerhaft in einer psychiatrischen Klinik untergebracht wird.

Fall aus Hessen: Prozess in Darmstadt

Außenansicht des Landgerichts Darmstadt, 31.03.2019. Foto: IMAGO / brennweiteffm
Außenansicht des Landgerichts Darmstadt, 31.03.2019. Foto: IMAGO / brennweiteffm

Der Fall spielt in Hessen. Die Leichenteile wurden im Süden von Heusenstamm (Kreis Offenbach) gefunden. Das Opfer stammte aus dem Hochtaunuskreis. Festgenommen wurde die Frau in Brandenburg – sie wollte zu Fuß nach Polen. Seit dem 15. Oktober 2026 wird vor dem Landgericht Darmstadt verhandelt.

| Der Fall im Überblick | |

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| Fundort | Süden von Heusenstamm, Kreis Offenbach |

| Fund | Ende Februar 2026, in Mülltonnen |

| Opfer | 63-jähriger Mann aus dem Hochtaunuskreis |

| Beschuldigte | 40-jährige Frau, soll als Prostituierte gearbeitet haben |

| Festnahme | wenige Tage später in Brandenburg |

| Gericht | Landgericht Darmstadt, Prozessbeginn 15.10.2026 |

| Verfahren | Sicherungsverfahren (mögliche dauerhafte Unterbringung in der Psychiatrie) |

Ein Urteilstermin ist bislang nicht bekannt. Bis zu einer rechtskräftigen Entscheidung gilt die Unschuldsvermutung.

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