Ein neuer Tag, eine neue Umfrage – und diesmal trifft der Schlag härter denn je: Friedrich Merz erlebt den tiefsten Absturz seiner Amtszeit, während die AfD jubelt. Was ist passiert, warum wendet sich die Stimmung plötzlich so rasant und welche Folgen drohen jetzt für Kanzler, Koalition und Republik?
Schockzahlen am Morgen: AfD überholt erstmals die Union

Die heute veröffentlichte INSA-Erhebung besiegelt das Polit-Erdbeben: 26 Prozent für die AfD, nur noch 24 Prozent für die CDU/CSU – ein historischer Tiefstand für die Union. Selbst in den Hochburgen Sachsen und Thüringen liegt Merz’ Partei inzwischen teils zehn Punkte zurück.
Wähler begründen den Wechsel mit der Sorge um steigende Energiepreise und „fehlende Führungskraft im Kanzleramt“. Ein Viertel der Befragten erklärt sogar, aus Protest erstmals AfD wählen zu wollen.
Weiter geht’s mit den dramatischen persönlichen Werten des Kanzlers …
Kanzlervertrauen im freien Fall

Laut aktuellem RTL/ntv-Trendbarometer sind 67 Prozent der Deutschen unzufrieden mit der Arbeit von Friedrich Merz – ein Tiefstwert seit seinem Amtsantritt. Nur noch jeder Vierte traut ihm zu, die Wirtschaftskrise in den Griff zu bekommen.
Besonders schmerzhaft: Selbst bei Unions-Anhänger:innen verliert Merz vier Prozentpunkte auf 72 Prozent Zufriedenheit. In der Altersgruppe unter 30 sinkt sein Rückhalt auf 18 Prozent.
Doch nicht nur die Bevölkerung wendet sich ab – auch in der Union rumort es …
Aufstand der Kronprinzen: Wüst und Klöckner ziehen vorbei

In der parteiinternen Beliebtheitsskala stürzt Merz von Platz 6 auf Platz 9. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst führt nun mit 43,4 Prozent, dicht gefolgt von Julia Klöckner. Parteistrategen diskutieren bereits offen über „Optionen für die Zeit nach Merz“.
Hinter den Kulissen wird ein Sonderparteitag geprüft, um das Programm nachzuschärfen – oder gleich den Vorsitzenden. Ein Votum noch vor Weihnachten gilt plötzlich nicht mehr als ausgeschlossen.
Die verunsicherte Koalition gerät dadurch zusätzlich unter Druck …
Koalitionsfrost: Schwarz-Rot sucht die Notbremse

SPD-Vize Lars Klingbeil fordert ein „Anti-AfD-Paket“ und eine Kehrtwende in der Sozialpolitik, um abwandernde Wähler zurückzuholen. Doch die Union blockt höhere Schulden kategorisch ab – das Bündnis wirkt gelähmt.
Im Kanzleramt kursieren Notfallpläne: Steuerbonus für Mittelstand, Strompreisdeckel light, schnellere Abschreibungen für Industrie. Ob die SPD diese Linie mitträgt, ist offen.
Währenddessen feilt die Opposition an ihrem nächsten Coup …
AfD auf Rekordkurs – Gefahr einer Machtoption

Erstmals seit Bestehen des Grundgesetzes sehen Politolog:innen ein rechnerisches AfD-FDP-Bündnis als mögliches Minderheitsmodell. Parteichefin Alice Weidel kündigt bereits „Gespräche mit allen demokratischen Kräften“ an – ein Tabubruch, der die politische Landschaft weiter elektrisiert.
Experten warnen vor einer „Österreich-Option“: Sollte die Union weiter fallen, könnte ein Teil ihrer Funktionäre eine Kooperation nicht mehr ausschließen, um an der Macht zu bleiben.
Bleibt die entscheidende Frage, ob Merz die Kurve noch bekommt oder die Weichen neu gestellt werden …
Wendepunkt oder Rücktritt? Szenarien für den Herbst

Berater raten dem Kanzler zu einem kühnen Schritt: Regierungsumbildung, klarer Wirtschaftskurs, Neuwahlen androhen – oder notfalls selbst die Vertrauensfrage im Bundestag stellen. Im Gespräch sind bereits Jens Spahn als Wirtschaftsminister und Dorothee Bär als Digitalchefin.
Scheitert die Operation, könnte Merz Geschichte sein, bevor das Jahr zu Ende geht. Seine Zukunft hängt nun an den nächsten Umfragen – und an der Geduld seiner Partei.
Die Spannung steigt: Schon kommenden Montag legt Forsa nach. Wie tief der Sinkflug noch geht, werden die neuen Zahlen zeigen. Wir bleiben dran.