Merz steckt nach Trump-Treffen stundenlang auf Flugfeld fest

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Ein Triumph in Ägypten sollte es werden – stattdessen endete der Trump-Gipfel für Kanzler Friedrich Merz mit nächtlichem Wartemarathon, heißgelaufenen Turbinen und wütenden Blicken aus der Regierungsmaschine.

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Gipfelglanz, der rasch verblasst

 IMAGO / ABACAPRESS
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Der Schauplatz klang verheißungsvoll: Sharm el-Scheich, feinster Wüstenkurort, Weltöffentlichkeit auf den Rängen. Donald Trump inszenierte seinen lang angekündigten „Friedens-Gipfel“ und ließ sich von dutzenden Staats- und Regierungschefs feiern. Auch Friedrich Merz reiste auf letzte Einladung an, um Deutschlands Rückkehr auf die große Bühne zu markieren.

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Kaum war die Inszenierung vorbei, kippte die Stimmung. Statt Champagnerlaune wartete auf den Kanzler ein stockfinsteres Rollfeld – inklusive diplomatischem Stau. Doch wie kam es zu dem peinlichen Stillstand? Die Spur führt zu einer indonesischen Regierungs-Boeing, die das nächste Fiasko auslöste.

Weiter geht’s mit einer Szene, die Merz so schnell nicht vergessen wird …

Blockiert von einem „Riesen-Jumbo“

Image: AI
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Während die Kolonnen der Staatsgäste kreuz und quer über die Abstellflächen rauschten, rangierte ein überlanger Airbus der indonesischen Delegation quer über die Ausfahrt. Pushback-Traktoren versuchten vergeblich, den Koloss freizuschleppen – der Merz-Flieger war buchstäblich eingekeilt.

In der Kanzlerkabine stieg die Temperatur, draußen ratterten Klimageräte. Drei Mal schob die Crew den Start erneut an, drei Mal musste sie die Turbinen herunterfahren. Für den Kanzler hieß das: Fensterblick auf blinkende Positionslichter und ratlose Bodencrew – minutenlang, dann stundenlang.

Doch die Lage wurde erst richtig verzwickt, als ein alter Bekannter auftauchte …

Trumps Autokorso schlägt zurück

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Die Kolonne des US-Präsidenten rollte unerwartet früh zurück aufs Feld, um eine Zwischenroute zum eigenen Jumbo zu erzwingen. Secret-Service-Fahrzeuge sperrten Teile der Rollbahn – einen alternativen Pushback für den Merz-Airbus damit unmöglich.

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Während Trump fröhlich winkend an der Kanzlermaschine vorbeifuhr, zählten die deutschen Protokollchefs die Minuten. Nirgends zeigte sich so deutlich, wer hier das Drehbuch bestimmte wie in diesem grellen Scheinwerfermoment.

Doch der wahre Nervenkrimi spielte sich an Bord ab …

Kabinen-Kater statt Kanzler-Komfort

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Die Delegation hatte längst Mitternachtssnacks verzehrt, als Merz in Business-Sitz 1A sein Handy checkte: Abflug weiter ungewiss. Spontan setzte er eine Videokonferenz mit Berlin an, um Termine des nächsten Tages neu zu sortieren.

Gleichzeitig wurden Pressevertreter gebeten, keine Fotos von der misslichen Lage zu posten – das Bild des „gestrandeten Kanzlers“ wäre ein PR-Super-GAU gewesen. Doch ausgerechnet ein Crew-Mitglied tweetete ironisch ein Taxi-Emoji – genug, um das Gerücht frisch anzuheizen.

Wie reagierte das Kanzleramt in Berlin?

Krisen-Telefonate bis in den Morgen

Image: AI
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Gegen 01:30 Uhr funkte der Sicherheitsstab aus dem Kanzleramt aggressiv nach Kairo: Ägyptens Bodenabfertigung müsse sofort eine freie Route schaffen. Auch die deutsche Botschaft drängte auf „dringend priorisierte Ausreise“.

Interne Mails zeigen, wie Beamte versuchten, eine potentielle Protokollkrise mit Indonesien abzuwenden – schließlich blockierte deren Flieger die Startbahn. Um 02:47 Uhr kam endlich das „Green Light“, kurz darauf heulten die Triebwerke hoch.

Doch das diplomatische Nachspiel hat gerade erst begonnen …

Opposition wettert, Koalition schweigt

Image: AI
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Kaum zurück in Berlin, stellte die Opposition Fragen: Warum wurde der Kanzler nicht in eine Ersatzmaschine gesetzt? Musste Merz überhaupt zum Show-Gipfel reisen? Grünen-Fraktionsvize Körner spricht von „Eitelkeits-Tourismus“, AfD-Chef Chrupalla von „nationaler Demütigung“.

Die SPD hält sich bedeckt, der Koalitionspartner FDP verteidigt den Kanzler: Man habe „international Verantwortung gezeigt“. Merz selbst versucht, das Thema kleinzuhalten – doch hinter den Kulissen gärt der Ärger über das Trump-Protokoll.

Ein Aspekt könnte das Ganze jedoch noch drehen …

Die letzte Wendung: Merz plant Rolle rückwärts?

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Aus Regierungskreisen heißt es, der Kanzler prüfe, künftig nur mit verkleinerter Delegation zu reisen und die „Airbus 001“ nur bei NATO- oder EU-Pflichtterminen einzusetzen. Stattdessen soll eine kleinere A321neo als neues „Kurzstrecken-Flaggschiff“ herhalten – weniger Platz, aber flexibler.

Damit setzt Merz ein Zeichen: Die Ära der prunkvollen Gipfelspektakel könnte für Deutschland enden. Der nächtliche Stillstand am Roten Meer wird so zum Wendepunkt deutscher Gipfeldiplomatie – ein Fiasko, das möglicherweise genau die Reform auslöst, die es brauchte.

Bleibt abzuwarten, ob der Kanzler damit sein größtes Protokolldesaster in eine strategische Kurskorrektur verwandeln kann.

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