Egal ob im Supermarktregal oder auf dem Frühstückstisch – immer häufiger steckt hinter vertrauten Verpackungen weniger Inhalt und ein höherer Preis. Die Verbraucher spüren den Schmerz im Portemonnaie, doch wer sind die größten Trickser?
Preis-Schock im Supermarkt

Die sogenannte „Shrinkflation“ treibt seit Monaten die Kassenbons nach oben: Produkte werden kleiner, der Preis bleibt oder klettert sogar. Gerade bei Süßwaren, Müsli und Fertigprodukten legte der Füllmengen-Trick 2025 noch einmal kräftig zu.
Laut aktueller Auswertung der Verbraucherzentrale Hamburg lag die durchschnittliche versteckte Preiserhöhung im vergangenen Jahr bei satten 28,4 Prozent – ein Wert, der das Vertrauen vieler Kunden erschüttert.
Weiter geht’s mit der Frage, wer die schlimmsten Mogelmeister sind …
Die Wahl zur „Mogelpackung des Jahres“

Seit zwölf Jahren ruft die Verbraucherzentrale Hamburg zur Online-Abstimmung auf. Schon die Nominierung gilt als öffentlicher Pranger – doch 2025 stellten die Organisatoren einen neuen Rekord auf: Knapp 35 000 Verbraucher gaben ihre Stimme ab.
Fünf Produkte schafften es dieses Mal auf die Shortlist, und das Ergebnis fiel deutlicher aus als je zuvor.
Welches Produkt schlug alle anderen um Längen? Gleich wird’s spannend …
Fünf Kandidaten, ein klarer Favorit

Dr. Oetkers Käse-Streusel-Backmischung, Jacobs’ 3-in-1-Kaffeesticks, Knorrs Penne Pomodoro Mozzarella und das XXL Schoko Hafer-Müsli von Kölln – sie alle standen am Pranger.
Doch mit 66,7 Prozent aller Stimmen überrollte Milkas Alpenmilch-Schokolade die Konkurrenz und sicherte sich den Negativ-Titel „Mogelpackung des Jahres 2025“.
Wie die Kulttafel plötzlich 48 Prozent teurer wurde, klären wir jetzt …
So schrumpfte die Alpenmilch-Tafel – und der Preis explodierte

Die vertraute lilafarbene Verpackung blieb fast unverändert, doch die Füllmenge sank heimlich von 100 g auf 90 g. Parallel stieg der Preis von 1,49 € auf 1,99 € – ein Plus von 48 Prozent für weniger Schokolade.
Selbst der Millimeter, den die Tafel in der Dicke verlor, reichte aus, um Tausende Kunden zu verärgern – das Abstimmungsergebnis ist ihr lautstarker Denkzettel.
Jetzt wird’s juristisch: Wer haftet für die Täuschung?
Verbraucherzentrale zieht vor Gericht

Die Verbraucherschützer haben beim Landgericht Bremen Klage gegen Hersteller Mondelez eingereicht. Im April soll die Frage verhandelt werden, ob die dezent geschrumpfte Tafel eine unlautere Irreführung darstellt.
Gewinnt die Verbraucherzentrale, könnte das Urteil Signalwirkung für die gesamte Lebensmittelbranche haben – und Herstellern in puncto Transparenz klare Grenzen setzen.
Doch ist Milka nur die Spitze des Eisbergs?
Shrinkflation wird zum Alltag – was wir jetzt tun können

Mehr als 70 weitere Produkte landeten 2025 neu auf der Mogelpackungsliste; Experten warnen, dass Skimpflation – der Austausch teurer Zutaten gegen billigere – bereits das nächste Massenphänomen ist.
Verbraucher sollten deshalb konsequent auf Grundpreisangaben achten, Portionsgrößen vergleichen und verdächtige Packungen an Verbraucherschutzstellen melden – nur so bleibt der Druck auf die Hersteller hoch.
Damit endet unsere Bilderstrecke – aufmerksam bleiben lohnt sich!