Ein toter Wal, aufgestauter Gasdruck und die Sorge vor einem plötzlichen Knall: Vor der dänischen Insel Anholt verdichtet sich das Drama um Buckelwal „Timmy“ zu einem makabren Finale. Jedoch sorgt nun auch ein neues Video von Meeresbiologe Robert Marc Lehmann für eine Menge Aufsehen.
Gefahr vor der Obduktion

Die größte Sorge dreht sich um den Druck im Innern des Wals. Durch die fortschreitende Verwesung entstehen Gase, die sich im Körper sammeln und das Gewebe immer weiter spannen. Gerade bei einem so großen Tier kann das dramatische Folgen haben, wenn der Druck keinen kontrollierten Ausweg findet.
Besonders heikel ist offenbar der stark aufgeblähte Kehlsack. Laut Einschätzung eines Walforschers ist genau dieser Bereich außergewöhnlich dehnbar – und damit zugleich ein möglicher Punkt für einen gezielten Schnitt. Doch selbst das gilt inzwischen als riskant. „Der Druck im Innern baut sich immer weiter auf, und irgendwann könnte das Tier mit einem großen Knall in die Luft fliegen“, heißt es in der Einschätzung. Als Nächstes rückt damit die Frage in den Mittelpunkt, ob man diese Gefahr überhaupt noch sicher entschärfen kann.
Warum jetzt jeder Handgriff riskant ist

Grundsätzlich hätte man das Risiko wohl früher durch ein gezieltes Öffnen des Körpers verringern können. Doch genau dieser Moment scheint inzwischen verstrichen zu sein. Nach der aktuellen Lage wäre ein solcher Eingriff nicht mehr nur technisch schwierig, sondern auch für die Beteiligten gefährlich.
Denn ein Schnitt könnte zwar Druck ablassen, zugleich aber unkontrolliert Fäulnisgase, Blut und Gewebeteile freisetzen. Deshalb wirkt jeder Schritt an dem Tier nun wie eine heikle Abwägung zwischen Notwendigkeit und Eigengefährdung. „Das wäre wahrscheinlich die beste Stelle für einen gezielten Schnitt. Aber auch der wäre nicht ganz ungefährlich.“ Damit wächst die Spannung vor der Untersuchung weiter – und gleichzeitig stellt sich die Frage, ob es womöglich doch noch ohne großen Knall enden könnte.
Nicht jeder Ausgang endet mit einer Explosion

So bedrohlich die Lage auch klingt, ein spektakuläres Zerbersten ist offenbar nicht zwingend. Es gibt demnach auch die Möglichkeit, dass das Gewebe von selbst einreißt und die Gase nach und nach entweichen. In diesem Fall würde sich der Druck abbauen, ohne dass es zu einer plötzlichen Detonation kommt.
Gerade diese Unsicherheit macht die Situation so beklemmend. Niemand weiß offenbar genau, welcher Moment den Umschwung bringt – und ob er still oder abrupt erfolgt. Zwischen kontrolliertem Druckabbau und gefährlichem Knall liegt bei dem Kadaver derzeit nur ein schmaler Grat. Doch hinter all dem steht noch immer das eigentliche Rätsel: Was brachte „Timmy“ überhaupt ums Leben?
Der Verdacht zur Todesursache

Vor der Obduktion gibt es bereits einen konkreten Verdacht. Im Raum steht, dass der Wal vor seinem Tod nicht mehr richtig atmen konnte. Das wäre bei einem Buckelwal besonders dramatisch, weil diese Tiere zum Luftholen regelmäßig an die Oberfläche müssen – bleibt das aus, wird die Lage schnell lebensbedrohlich.
Der Verdacht zielt demnach auf einen Vorgang, bei dem das Tier faktisch erstickte. Das würde auch erklären, warum eine genaue Untersuchung des Kadavers jetzt als so wichtig gilt. Die Obduktion soll nicht nur letzte Gewissheit bringen, sondern auch klären, welche Prozesse in den finalen Stunden oder Tagen zum Tod geführt haben könnten. Doch bevor diese Antwort kommt, sorgt ein weiterer Aspekt für Unruhe: die düstere Vorstellung, was bei einer falschen Annäherung passieren könnte.
Das Schreckensszenario, das niemand erleben will

Die Warnung vor einem explodierenden Wal klingt deshalb so drastisch, weil es sich nicht bloß um Fantasie handelt. Vergleichbare Fälle sind dokumentiert und zeigen, wie zerstörerisch der aufgestaute Innendruck eines großen Meeressäugers werden kann. Genau deshalb wird der Umgang mit „Timmy“ nun mit äußerster Vorsicht betrachtet.
Besonders eindrücklich ist die Schilderung, was bei einem solchen Vorfall freigesetzt werden könnte: Blut, Partikel und Fäulnisgase. „Eine solche Situation ist schon fast abzusehen.“ Und noch drastischer fällt die Warnung mit Blick auf ein ähnliches Szenario aus: „In diesem Regen aus Blut, Partikeln und Fäulnisgasen möchte man nicht gestanden haben“. Doch so schaurig diese Bilder auch sind – am Ende läuft alles auf den einen Punkt hinaus: Die Obduktion soll endlich klären, was bei „Timmy“ wirklich geschah.
Jedoch gibt es eine Sache, die jetzt für besonders viel Aufsehen sorgt.
Alte Bilder von Timmy schockieren
Meeresbiologe Robert Marc Lehmann, der einst selbst zur Rettungsaktion des Buckelwals eilte, als dieser noch am Leben war, spricht in seinem neuesten Video darüber, dass „Timmy“ bereits im vergangenen Jahr gerettet werden musste. Genaue Details und Fotos von damals sorgen für Entsetzen.