Nach dem Blackout: Extremistische Gruppe kündigt weitere Aktionen an

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Berlin atmet kurz auf, doch die Spannung in der Hauptstadt bleibt greifbar: Kaum ist das Licht nach dem größten Stromausfall seit dem Krieg zurückgekehrt, wirft ein neues Drohschreiben seinen Schatten über die Stadt. Was steckt hinter den anonymen Warnungen – und wie groß ist die Gefahr einer zweiten Dunkelheit?

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Der Morgen nach dem Dunkel

Image: IMAGO / Funke Foto Services
Image: IMAGO / Funke Foto Services

Der Strom fließt wieder, aber das mulmige Gefühl verschwindet nicht: In Nikolassee summen Kühlschränke, in Zehlendorf flackern Straßenlaternen – doch viele Berliner halten Taschenlampen weiterhin griffbereit. Ermittler patrouillieren entlang der Kabeltrassen, während Techniker immer noch verschmorte Isolatoren begutachten.

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Gleichzeitig sickert durch, dass Sicherheitsbehörden ein neues Schreiben prüfen: Eine bislang unbenannte Gruppe rühmt sich darin, „erst den Anfang gemacht“ zu haben – und verspricht eine Fortsetzung.

Lassen wir die Schleier der Anonymität etwas lüften, bevor sich die Warnung zuspitzt.

Die rätselhafte Botschaft

Image: IMAGO / Emmanuele Contini
Image: IMAGO / Emmanuele Contini

Veröffentlicht wurde das Dokument auf einem einschlägig bekannten Szene-Portal, kurz danach verschwand es wieder. Darin heißt es, man habe „weitere Brennpunkte im Visier“ und bereite „zeitnahe, punktuelle Unterbrechungen“ vor. Orte oder Termine fehlen – absichtlich, wie es heißt, um „die Verantwortlichen maximal zu verunsichern“.

Allein die Wortwahl – kämpferisch, technikaffin, anti-industriell – erinnert Kenner an frühere Bekennerschreiben, doch die Autoren signieren nur mit einem kryptischen Symbol. Fachleute rätseln, ob dahinter eine alte Organisation oder ein Nachahmer steckt.

Aber schon im nächsten Dokument fällt ein Name, der vielen Berlinern längst ein Begriff ist.

Ein bekannter Name taucht wieder auf

Image: IMAGO / SOPA Images
Image: IMAGO / SOPA Images

Im Laufe der Nacht erscheint eine zweite Version des Schreibens: Jetzt bekennt sich offen die Vulkangruppe, jener linksextreme Zusammenschluss, der 2021 und 2024 die Tesla-Gigafactory sabotierte und am 3. Januar 2026 die Kabelbrücke am Teltowkanal angezündet hatte. Rund 50 000 Haushalte saßen tagelang im Dunkeln – und genau daran will die Gruppe anknüpfen.

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Sie droht, „den Osten Berlins zur Testzone“ zu machen und spricht von einem Zeitzünder an einem Umspannwerk in Marzahn-Hellersdorf. Ob es sich um Bluff oder akute Gefahr handelt, ist unklar – doch die Ansage ist eindeutig: Noch einmal soll der Strom fallen.

Wie reagieren Staatsschutz und Netzbetreiber auf die neue Eskalation?

Ermittler unter Zeitdruck

Image: IMAGO / Jürgen Held
Image: IMAGO / Jürgen Held

Seit dem Morgengrauen sichern Polizeikräfte Trafostationen, während Kriminaltechniker die Echtheit des Dokuments prüfen. Parallel fahndet das BKA nach Lieferwegen für Zündschnüre und Brandbeschleuniger, die beim ersten Anschlag benutzt wurden. Bislang fehlen jedoch Fingerabdrücke und verwertbare DNA-Spuren; nur Schuhabdrücke in Löschschaum deuten auf zwei Täter hin.

Der Innenausschuss des Abgeordnetenhauses tagt im Eilverfahren, doch Sicherheitskreise warnen hinter vorgehaltener Hand: „Wir jagen eine Tinte auf Papier – keine Person.“

Unterdessen wächst die Nervosität in den Wohnzimmern der Hauptstadt.

Angst und Pragmatismus in der Hauptstadt

Image: AI
Image: AI

Supermärkte melden Rekordabsatz an Batterien, Campingkochern und Powerbanks. In Chatgruppen kursieren Listen: Wasserkanister, Decken, Kurbelradios. Alte Nachbarschaftsinitiativen erleben neuen Zulauf, während rechte Parteien das Thema für Wahlkampf-Parolen ausschlachten und linke Aktivisten über „staatliche Panikmache“ sprechen.

Doch jenseits der politischen Scharmützel eint ein Gefühl die Berliner: die Erkenntnis, wie verletzlich eine Metropole ist, wenn ein einziger Kabelstrang brennt.

Was bedeutet diese Lektion für Deutschlands gesamte Energielandschaft?

Was der nächste Schlag bedeuten würde

Image: AI
Image: AI

Experten warnen, ein weiterer Ausfall könnte Kaskaden auslösen: blockierte Straßenbahnen, gestörte Notdienste, eingefrorene Datenzentren. Netzbetreiber fordern daher Milliarden für stärkere Erdkabel, Brandschutzsensoren und bewaffnete Werkschutzeinheiten. Politisch bahnt sich ein „Infrastruktur-Sicherheitsgesetz“ an, das Sabotage am Netz künftig wie Terrorismus ahndet.

Ob das reicht, entscheidet womöglich schon die kommende Nacht – denn die Vulkangruppe hat den Timer gestellt, real oder in den Köpfen von Millionen. Berlin darf sich keinen zweiten Blindflug durch die Dunkelheit leisten.

Bleiben Sie dran – die Lichter der Stadt erzählen bald das nächste Kapitel.

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