Es ist die Nacht, in der ein kleines Dorf in Baden-Württemberg zur Bühne eines beinahe tödlichen Polit-Dramas wird: brennende Autos, flackernde Fenster, panische Anrufe bei der 112 – und das alles, weil ein junger Mann seinen Hass auf die AfD in Brand setzen will.
Tatnacht in Leibertingen

Mitten in der Nacht zum 23. Oktober 2025 schleichen Schritte durch die dunklen Straßen von Leibertingen. Sekunden später zerschellt ein Molotow-Cocktail an einem geparkten Wagen, Flammen schlagen meterhoch empor, während der Täter schon den nächsten Brandsatz in der Hand hält.
Die Hitze springt auf die Fassade eines Wohnhauses über, in dem sechs Menschen schlafen. Nur der schnelle Griff zum Gartenschlauch verhindert Schlimmeres. Doch damit ist die Brandtour nicht vorbei – und jetzt wird es persönlich. Weiter geht es mit …
Der Angeklagte Tobias K. – Politikersohn mit Wut im Bauch

Tobias K., 23 Jahre alt, Sohn einer abgewählten Bürgermeisterin, gilt im Ort als stiller Einzelgänger. Vor Gericht wirkt er schmal, aber an jenem Abend war er ein Feuerteufel. Schon kurz nach seiner Festnahme gesteht er die Taten.
Seine Verteidigung spielt auf Drogen, Alkohol und „jugendliche Verirrungen“ an, doch Staatsanwälte sehen einen radikalisierten Linksextremisten – und Mitglied der Linkspartei. Was aber trieb ihn wirklich an? Darauf deutet ein einziges Wort …
Hass auf die AfD als Zündschnur

„Provokation!“ So beschreibt Tobias K. den Moment, als er ein Auto mit AfD-Aufklebern sah. In seiner schriftlichen Erklärung nennt er rechte Parolen als Auslöser, spricht von „Wut im Herzen“ und dem Wunsch, ein Zeichen zu setzen.
Er ritzt Parolen wie „FCK NZS“ an Wände, wirft einen Cocktail sogar in Richtung Polizei und Feuerwehr. Ermittler sprechen von einem „eindeutig politischen Motiv“. Doch wer sind die Opfer seiner Rache? Das erfahren wir gleich …
Sechs Schlafende – und ein Ex-AfD-Politiker im Visier

Im brennenden Haus wohnt Michael K., Unternehmer und früher AfD-Gemeinderat. Neben ihm schlafen seine Lebensgefährtin und vier weitere Angehörige. Als das Auto vor der Tür in Flammen aufgeht, rennt er barfuß hinaus, verbrennt sich die Füße, löscht trotzdem das Feuer.
Drinnen dringt Rauch ein, Kinder weinen, der Notruf läuft heiß. Für die Ermittler ist klar: Tobias K. nahm mindestens schwere Verletzungen, wenn nicht den Tod der Bewohner billigend in Kauf. Wie kam die Polizei ihm so schnell auf die Spur? Ein Detail verrät es …
Großfahndung und schnelles Geständnis

Spuren von Benzin, Glassplitter und eine Videoaufnahme aus einer Dorfcam führen schon am Folgetag zu Tobias K. In der Vernehmung knickt er ein, erzählt von DIY-Anleitungen im Netz und seiner Nacht des „gerechten Zorns“.
Die Staatsanwaltschaft klagt ihn wegen versuchten Mordes in mehreren Fällen, schwerer Brandstiftung und Angriffs auf Einsatzkräfte an. Doch was passiert nun im Gerichtssaal von Hechingen? Die Antwort folgt …
Prozess in Hechingen – das Ringen um ein Exempel

Seit dem 1. April 2026 sitzt Tobias K. im Landgericht Hechingen auf der Anklagebank. Vier Termine sind angesetzt, Richter Volker Schwarz führt ein strenges Regiment, Zuschauerplätze sind ausverkauft. Jeder wartet darauf, ob Jugend- oder Erwachsenenstrafrecht greift.
Ein Urteil wird für Mitte April erwartet; im Raum steht eine Freiheitsstrafe von bis zu 15 Jahren. Doch unabhängig vom Strafmaß drängt sich eine Frage auf …
Politische Sprengkraft – was der Fall für Deutschland bedeutet

Linksextreme Gewalt gegen rechte Parteien, hitzige Talkshows, Forderungen nach härteren Gesetzen – der Fall Tobias K. ist längst mehr als ein regionales Verbrechen. Politiker aller Lager warnen vor einer Eskalation des „Kulturkampfs auf der Straße“.
Ob das kommende Urteil Abschreckung oder Märtyrer-Mythos erzeugt, wird zeigen, wohin sich das Klima in Wahljahr 2026 bewegt. Eins steht fest: Die nächste brisante Schlagzeile ist nur eine Zündschnur entfernt.