Ein kleiner Junge verschwindet spurlos, eine ganze Region hält den Atem an – doch erst Monate später offenbart sich das ganze Ausmaß eines Verbrechens, das nun vor Gericht landet.
Ein vermisster Junge und eine entsetzte Stadt

Am Morgen des 10. Oktober 2025 verlässt der achtjährige Fabian in Güstrow sein Elternhaus – doch er kommt niemals in der Schule an. Stunden später alarmiert seine verzweifelte Mutter die Polizei, während Nachbarn, Freunde und Feuerwehr jede Hecke und jeden Keller absuchen.
Die Angst schleicht sich schnell in die Backsteingassen der mecklenburgischen Kreisstadt: Ein Kind ist weg, und jede Minute könnte zählen. Die Hilfsbereitschaft wächst, Suchtrupps durchkämmen Wälder, Hunde wittern jede Spur – doch die Dunkelheit bringt keine Antwort.
Weiter geht es mit den erschütternden Momenten, in denen die Hoffnung zerschmettert wird …
Der grausame Fund am Rande des Tümpels

Vier Tage später, am 14. Oktober, erreicht die Ermittler ein Anruf: In einem abgelegenen Tümpel bei Klein Upahl liegt eine verbrannte Kinderleiche. Die bittere Gewissheit folgt nach wenigen DNA-Stunden – es ist Fabian.
Sechs Messerstiche, anschließend Feuer – eine Tat von beispielloser Brutalität. Die Kerzen vor der Schule brennen jetzt nicht mehr für eine Rückkehr, sondern für ein Abschiedslied.
Lassen Sie uns nun den Spuren folgen, die die Ermittler auf einen kaum vorstellbaren Verdacht stoßen ließen …
Die Ermittler rekonstruieren einen perfiden Plan

Rechtsmediziner finden Brandbeschleuniger-Reste auf Fabians Kleidung, Mörder-Handschuhe in der Nähe des Tümpels und Spuren eines orangefarbenen Pick-ups. Ein minutiöses Puzzle entsteht, in dem jeder Splitter zu sprechen beginnt.
Telefondaten, Bewegungsprofile und Überwachungskameras zeichnen den Weg des Kindes nach: zuerst zur Wohnung seiner Mutter, dann in das Fahrzeug des Täters, schließlich an den Tatort – alles offenbar in weniger als zwei Stunden.
Doch wer konnte einen Achtjährigen so gezielt in eine Falle locken? Die Antwort führt in Fabians engstes Umfeld …
Verdacht fällt auf eine vertraute Person

Befragungen decken Widersprüche in den Angaben einer jungen Frau auf, die sich selbst als Tierfreundin und „Zufallsentdeckerin“ des Leichnams darstellt. Zeugen berichten hingegen von Eifersucht, Streit ums Sorgerecht und Vorwürfen, Fabian sei „ein Hindernis“ gewesen.
Am 6. November 2025 klickt in einem Dorf nahe Reimershagen die Handschelle. Die Verdächtige kommt in Untersuchungshaft, schweigt beharrlich – und kündigt über ihren Anwalt an, alle Vorwürfe „rigoros zu bestreiten“.
Fünf lange Monate lang bleibt es still, bis die Staatsanwaltschaft schlagartig handelt …
Monate des Schweigens – jetzt erhebt die Staatsanwaltschaft Anklage

Am heutigen Montag, 9. März 2026, geben die Rostocker Behörden bekannt: Die Beweiskette ist geschlossen, Anklage wegen heimtückischen Mordes und niedriger Beweggründe ist eingereicht. Eine Schwurgerichtskammer soll noch vor Ablauf der sechsmonatigen U-Haftfrist den Prozess starten.
Die Ermittler legen ein 600-seitiges Dossier vor: Spurengutachten, Handy-Chats, Zeugenaussagen und das Ergebnis einer schwierigen Brandrekonstruktion. Droht bei einem Schuldspruch lebenslängliche Freiheitsstrafe mit besonderer Schwere der Schuld? Die Familie hofft auf Gerechtigkeit.
Wer ist die Person, die sich nun diesem Verfahren stellen muss? Die Antwort folgt jetzt …
Wer sich nun vor Gericht verantworten muss

Es ist Gina H. (29), die frühere Lebensgefährtin von Fabians Vater und somit Fabians Ex-Stiefmutter. Laut Anklage fuhr sie mit ihrem Pick-up zur Wohnung, lockte den Jungen unter einem Vorwand hinaus, tötete ihn mit sechs Messerstichen und versuchte anschließend, jede Spur zu verbrennen.
Die Mutter des Opfers spricht von „einem ersten Schritt zur Wahrheit“, während die Verteidigung bereits Beweisanträge ankündigt. In wenigen Wochen wird das Landgericht entscheiden, ob den Rastlosen der Trauer endlich die lang ersehnte Gewissheit zuteilwird.
Damit endet diese Chronik eines Verbrechens, das Güstrow und ganz Deutschland erschüttert hat.