Pfand-Hammer steht bevor: Für diese Verpackungen könnte künftig deutlich mehr Geld fällig werden

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Ein neues Pfandsystem sorgt für Unruhe – und plötzlich steht bei manchen Verpackungen deutlich mehr Geld im Raum, als viele beim schnellen Einkauf erwarten würden.

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Wenn Verpackungen plötzlich mehr wert werden

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Das deutsche Pfandsystem könnte vor einer interessanten Erweiterung stehen. Künftig sollen nämlich nicht mehr nur klassische Pfandflaschen und Getränkedosen zurückgegeben werden können.

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Ein Zusammenschluss von 24 Lebensmittelherstellern möchte das System auf weitere Glasverpackungen ausweiten. Für Verbraucher könnte sich dadurch beim Einkauf und bei der Rückgabe einiges verändern.

Noch handelt es sich um ein freiwilliges Mehrwegsystem. Doch wenn sich die Idee durchsetzt, könnten deutlich mehr Verpackungen mit einem Pfand versehen werden.

Für Kunden stellt sich damit vor allem eine Frage: Welche Gläser wären betroffen – und wie viel Pfand würde dafür anfallen?

Diese Gläser könnten künftig Pfand bekommen

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Nach Informationen von „Chip.de“ geht es um zahlreiche Glasverpackungen, die bislang normalerweise im Altglas landen.

Dazu zählen unter anderem Gurken-, Senf- und Marmeladengläser. Auch Saucenflaschen sowie Flaschen für Öl, Essig und Sirup sollen Teil des neuen Systems werden können.

Hinter der Initiative steht das Bündnis „Glas kann mehrWeg“, dem 24 Lebensmittelhersteller angehören.

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Die Idee dahinter: Die bisher verwendeten Einweg-Schraubgläser sollen nicht nach einmaliger Nutzung entsorgt, sondern möglichst mehrfach verwendet werden.

Bekannte Hersteller machen mit

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Unter den beteiligten Unternehmen befinden sich unter anderem Carl Kühne, Feinkost Dittmann, Monin und Brändle.

Für die Verbraucher dürfte zunächst vor allem wichtig sein, welche Produkte tatsächlich am System teilnehmen. Denn nicht jedes Glas im Supermarkt würde automatisch zu einem Pfandglas werden.

Die teilnehmenden Hersteller sollen ihre Produkte entsprechend kennzeichnen.

Damit das Ganze funktioniert, braucht es allerdings mehr als nur die Bereitschaft der Unternehmen. Auch die Rückgabe muss für Kunden möglichst unkompliziert funktionieren.

So sollen die Gläser zurück in den Kreislauf

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Die Organisation des Mehrwegsystems soll der Berliner Mehrwegdienstleister Dotch übernehmen.

Das Unternehmen soll sich laut „Chip.de“ um verschiedene Schritte kümmern – von der Rücknahme über die Logistik bis zur Reinigung und erneuten Bereitstellung der Gläser.

Für die Hersteller hätte das einen entscheidenden Vorteil: Sie müssten nicht selbst eine komplette Mehrweg-Infrastruktur aufbauen.

Doch für den Erfolg des Systems ist noch eine andere Frage entscheidend: Machen die Kunden bei der Rückgabe tatsächlich mit?

Bis zu 50 Cent Pfand pro Glas

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Für Verbraucher könnte das neue System beim Einkauf zunächst spürbar werden.

Laut „echo24“ soll das Pfand bei Schraubgläsern, beispielsweise für Gurken oder Marmelade, 25 Cent betragen.

Bei größeren Glasflaschen, etwa für Essig oder Saucen, könnten sogar 50 Cent fällig werden.

Diese Beträge kämen zunächst zum eigentlichen Kaufpreis hinzu. Wer mehrere Produkte mit Mehrwegpfand kauft, müsste beim Bezahlen also entsprechend mehr ausgeben.

Das Geld wäre allerdings nicht einfach verloren: Bei der Rückgabe soll das Pfand wieder erstattet werden.

Der Pfandautomat entscheidet über den Erfolg

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Ob sich das neue System tatsächlich durchsetzt, dürfte deshalb vor allem an der Rückgabe hängen.

Die Produkte müssten in den Supermärkten gut sichtbar sein und eine eindeutige Kennzeichnung besitzen. Gleichzeitig müssten die Pfandautomaten die neuen Verpackungen erkennen und akzeptieren.

Denn für Kunden wäre ein System wenig attraktiv, wenn sie mit den leeren Gläsern zusätzliche Wege zurücklegen müssten, um ihr Pfand wiederzubekommen.

Noch ist die Teilnahme für Hersteller freiwillig. Ob aus der Idee tatsächlich ein größerer Bestandteil des deutschen Pfandsystems wird, dürfte daher maßgeblich davon abhängen, wie einfach die Rückgabe für Verbraucher funktioniert und wie gut die neuen Mehrwegprodukte angenommen werden.

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