Ein Routineflug sollte es sein – doch am Ende passierte das schreckliche Ereignis!
Plötzliche Stille über der Wüste

Erst war es nur ein verschwundener Punkt auf dem Radar: Eine kleine Propellermaschine, die sich auf dem Weg von Windhoek in Richtung des beliebten Sossusvlei-Gebiets befand, brach plötzlich den Funkkontakt ab. Die Rettungsleitstelle schlug Alarm, doch selbst erfahrene Einsatzkräfte rechneten zu diesem Zeitpunkt noch mit einer sicheren Notlandung irgendwo in der endlosen Weite.
Als die Suchtrupps Stunden später über die abgelegenen Dünen kreisten, bot sich jedoch ein Bild des Schreckens. Die Maschine lag zerschellt in der trostlosen Landschaft, weit entfernt von jeder befahrenen Piste. Von Überlebenden fehlte jede Spur, die Gewissheit traf die Helfer wie ein Schlag: Alle Insassen waren tot.
Rätsel um die Reisenden

Während sich die Sonne gnadenlos über dem brennenden Sand erhob, hielten die Behörden Details zunächst bewusst zurück. Fest stand nur, dass es sich um vier deutsche Staatsangehörige handelte, unter ihnen ein Kind. Wer sie waren, wohin sie wollten, warum ausgerechnet diese private Chartermaschine gewählt worden war – all das blieb vorerst offen.
In den sozialen Medien begannen währenddessen wilde Spekulationen zu kursieren. Wurde ein technischer Defekt verschwiegen? Hatten Turbulenzen oder plötzlich auftretender Wind das Unglück ausgelöst? Namibias Luftfahrtbehörde erklärte lediglich, dass eine umfassende Untersuchung eingeleitet sei – Ergebnisse würden aber Wochen dauern.
Schockwellen bis nach Baden-Württemberg

Während am Unfallort Spurensicherung lief, traf die Nachricht tausende Kilometer entfernt eine kleine Gemeinde bei Heilbronn ins Mark. Das beschauliche Bad Rappenau hüllte sich über Nacht in tiefe Trauer: Schwarze Schleifen an Eingangstüren, Kerzen vor dem Rathaus, ein spontanes Schweigekonzert des örtlichen Musikvereins.
Viele Einheimische wussten sofort, dass der Absturz mehr als nur eine tragische Auslandsmeldung war – er riss gleich mehrere bekannte Gesichter aus dem Herzen der Region. Doch die Verantwortlichen baten um Geduld: „Wir informieren die Öffentlichkeit erst, wenn alle Angehörigen benachrichtigt sind“, erklärte eine Sprecherin des Landratsamts.
Identität der Opfer enthüllt

Erst am späten Abend bestätigte sich, was längst gemunkelt wurde: Bei den Toten handelt es sich um Richard Lohmiller, einst Deutschland-Chef von Kaufland, seine Ehefrau Silke Lohmiller, frühere Geschäftsführerin der Dieter-Schwarz-Stiftung, deren Arbeit eng mit den Handelsriesen Lidl und Kaufland verknüpft ist, sowie den gemeinsamen zwölfjährigen Sohn Henry. Der Pilot, ein erfahrener Namibier, kam ebenfalls ums Leben.
Das Paar galt in Wirtschaft und Wohltätigkeit als eingespieltes Team: Richard, der nach 40 Jahren im Konzern erst 2019 ausgeschieden war, Silke, die Bildungs- und Kulturprojekte der Stiftung verantwortete. Ihr Afrika-Trip sollte eine Mischung aus Charity-Terminen und Familienurlaub werden – ein letzter freier Tag führte sie in die grandiose Wüstenlandschaft, aus der sie nie zurückkehren sollten. Nun steht nicht nur eine Gemeinde, sondern auch die gesamte Schwarz-Gruppe vor einem kaum fassbaren Verlust.