Ein frostiger Novembermorgen in der Lausitz – Blaulichtblitze schneiden durch den Dunst, schwer gepanzerte Polizisten sichern Straßenzüge, während Cottbus noch schläft. Eine der spektakulärsten Anti-Drogen-Aktionen des Jahres nimmt ihren Lauf.
Morgengrauen über Cottbus

Die Razzia beginnt kurz nach 5 Uhr: Einsatzfahrzeuge rollen lautlos in mehrere Wohngebiete, Beamte des Landeskriminalamts stürmen Wohnungstüren, Hunde schlagen an. Nachbarn sehen nur Schatten und hören Kommandos – die Stadt erwacht mitten in einem Polizeifilm.
Bis zur ersten offiziellen Bestätigung vergeht eine Stunde; dann heißt es, dass es sich um eine koordinierte Aktion gegen den organisierten Drogenhandel handelt. Noch bleibt unklar, wie groß das Netzwerk ist – doch der Einsatzradius verrät, dass hier etwas Großes zerschlagen werden soll. Damit rückt schon die nächste Frage in den Fokus …
19 Ziele, drei Bundesländer

Insgesamt 19 Objekte stehen auf der Liste, 15 davon in Cottbus und im Landkreis Oberspreewald-Lausitz, vier weitere in Sachsen und Sachsen-Anhalt. Mehr als 300 Beamtinnen und Beamte durchkämmen Wohnungen, Geschäftsräume und Lagerhallen, unterstützt von Spezialeinheiten und Spürhunden.
Die Ermittler folgen einem Verdacht auf „Betäubungsmittel in nicht geringer Menge“. Die Dimension erinnert an internationale Drogenrouten – und genau hier liegt der Schlüssel zum Fall, der jahrelang vorbereitet wurde. Wer steckte hinter der Operation? Ein geheimer Codename liefert einen Hinweis …
Geheimoperation „Lausitz“

Unter der Führung der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) lief monatelang eine verdeckte Ermittlung. Informanten trugen Mikrofone, Lieferwagen wurden mit GPS ausgestattet, aus Kryptochats wurden Päckchen voller Beweise. Der Codename „Lausitz“ stand intern für ein Kartell, das Crystal Meth, Kokain und Cannabis quer durch Ostdeutschland schob.
Ermittler sprechen nun von einem Puzzle, das in der Nacht zusammengefügt wurde. Doch ein Detail lässt aufhorchen: Zwei der wichtigsten Treffpunkte waren alles andere als geheim, sondern öffentlich zugänglich. Welche Schauplätze das waren, zeigt der nächste Blick auf die Einsatzliste …
Barbershops im Visier

In Senftenberg riegelten Vermummte zwei Barbershops ab. Zwischen Rasiermessern und Pomade sollen Drogengeschäfte angebahnt worden sein, sagen Ermittler. Kunden kamen für einen „Fade Cut“ – und verließen den Laden mit Päckchen, die wertvoller waren als eine Monatsmiete.
Passanten filmten, wie Beweiskisten in Transporter geladen wurden. Währenddessen durchsuchte ein zweites Team eine leerstehende Lagerhalle am Stadtrand – dort, so der Verdacht, wurden Lieferungen umgepackt und in scheinbar harmlose Pakete verpackt. Was kam dabei tatsächlich ans Licht? Die Spur führt direkt zu den Funden …
Das, was die Polizei fand

Schon am Vormittag melden die Behörden erste Erfolge: mehrere Kilo Kokain und Crystal Meth, vakuumierte Cannabisblüten, fünfstellige Bargeldsummen und ein ganzes Arsenal an Handys, Laptops und Kryptowallets. In einer Garage stießen die Beamten sogar auf professionelles Laborequipment.
Die Auswertung läuft noch, doch Insider sprechen von einem Straßenverkaufswert jenseits der Millionengrenze. Etliche Handydaten könnten zudem neue Kontaktpersonen enttarnen – das dicke Ende steht also noch aus. Jetzt bleibt die Frage, was auf die mutmaßlichen Drahtzieher zukommt …
Wie es für die Hintermänner weitergeht

Bis zum Mittag werden mehrere Tatverdächtige erkennungsdienstlich behandelt; Haftbefehle sind vorbereitet. Der Hauptbeschuldigte soll laut Ermittlern ein 38-Jähriger aus Cottbus sein, der bereits in einem früheren Verfahren unter Bewährung stand – jetzt droht ihm eine lange Haftstrafe.
Staatsanwälte prüfen zugleich, ob das Netzwerk auch Geldwäsche und Waffendelikte umfasst. Das bedeutet: Dies könnte erst der Auftakt einer noch größeren Strafverfolgung sein – sobald neue Details ans Licht kommen, dürfte die Lausitz erneut im Scheinwerferlicht stehen. Bleiben Sie gespannt, welche Kapitel dieser Krimi noch schreiben wird.