Riesige Änderung bei Kaufland: Ciao Eigenmarke?

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Kaufland wagt den größten Eigenmarken-Umbau seiner Geschichte – und das Ergebnis wird in jeder einzelnen Filiale sichtbar sein. Mehr als 4.500 Produkte wechseln nicht nur ihr Kleid, sondern teils auch ihren Namen.

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Ein leiser Paukenschlag aus Neckarsulm

Image: IMAGO / Jan Huebner
Image: IMAGO / Jan Huebner

Über Nacht stellte Kaufland seine Lieferanten und Märkte auf eine neue Marschroute ein: Sämtliche Eigenmarken erhalten bis Ostern 2026 ein komplett neues Erscheinungsbild. Betroffen sind alle 770 deutschen Filialen sowie die Auslandsmärkte der Schwarz-Gruppe. Rund 350 Artikel bekommen sogar einen frischen Namen – ein Schritt, der selbst langjährige Handelskunden überrascht.

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Doch die größte Überraschung folgt erst noch – denn das neue Design ist nur der Auftakt für eine noch radikalere Markenstrategie. Lassen Sie uns einen Blick auf das sichtbarste Zeichen dieser Revolution werfen.

Weiß trifft Rot: Das neue Markenzeichen

Image: AI
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Statt eines Farb-Flickenteppichs prangt künftig eine weiße Ecke mit dem markanten roten „K“ auf jeder Packung. Damit soll jeder Regalgang sofort verraten, ob man zu einem Kaufland-Produkt greift – ganz gleich ob Bio-Butter, Grillkohle oder Zahnpasta. Die Hausmarke „K-Classic“ diente als visuelle Blaupause; ihr Erfolg gab den Anstoß zu dieser Vereinheitlichung.

Doch ein Logo allein macht noch keine Dramaturgie. Hinter den Kulissen verschwinden vertraute Markenbezeichnungen – und das sorgt für Gänsehaut bei Stammkunden. Schauen wir uns an, welche Klassiker gerade ihren Abschiedsbrief schreiben.

Alte Lieblinge unter neuem Namen

Image: AI
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Der vegetarische Bestseller „K-Take it Veggie“ wird zu „K-Plant Based“, die Premium-Linie „K-Favourites“ heißt fortan „K-Gold Edition“. Gleichzeitig erhält „K-Bio“ den internationalen Zusatz „Organic“. Insgesamt verschwindet damit ein Drittel aller Untermarken-Namen von den Regalschildern.

Noch klingt das harmlos, doch diese Umbenennungen sind mehr als Kosmetik: Sie markieren das Ende einer Ära, in der jede Produktwelt ihr eigenes Logo trug. Warum also dieses radikale Bekenntnis zu einem einzigen Buchstaben? Die Antwort steckt tief in Kauflands Zukunftsplan.

Warum Kaufland alles auf ein K setzt

Image: AI
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Kaufland will Suchzeit am Regal halbieren und zugleich das Preis-Leistungs-Versprechen deutlicher kommunizieren. Studien des Händlers ergaben, dass Kunden bei bis zu 13 Eigenmarken und unzähligen Farbvarianten den Überblick verloren. Ein einheitlicher Auftritt soll spontane Kaufentscheidungen beschleunigen – und nebenbei die Werbekosten senken.

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Doch Strategie bleibt Theorie, solange sie nicht in den Märkten ankommt. Wie genau landet das neue Design im Alltag, ohne Berge alter Ware zu vernichten? Das verrät der Blick auf die Logistik-Choreografie hinter den Kulissen.

So läuft die Umstellung in den Filialen

Image: AI
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Statt Altbestände zu vernichten, fließen die neuen Verpackungen schrittweise ins Regal, während Restposten regulär abverkauft werden. Erste „K-Gold Edition“-Steaks stehen bereits in der Fleischtheke; bis Ende März soll jedes Filial-Team ein „K-Rebranding-Kit“ erhalten, das Regalschilder und Preisschienen umfasst. Das Ziel: Ende April sollen Kunden praktisch jede Warengruppe mindestens einmal im neuen Look erleben.

Doch die Design-Offensive ist nicht das einzige, was 2026 auf Kaufland-Fans zukommt. Im Hintergrund laufen weitere Projekte, die das Einkaufserlebnis spürbar verändern werden – und dafür müssen Kunden bald aktiv werden.

Was Kunden jetzt konkret tun sollten

Image: AI
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Wer seine Lieblingsprodukte bisher an Farben erkannte, sollte jetzt genau auf das weiße Eck-Logo achten und bei Namensänderungen die Packungsrückseite lesen. Treuepunkte, App-Coupons und digitale Prospekte werden bereits auf die neuen Markenbezeichnungen umgestellt – wer zu spät aktualisiert, verpasst Rabatte. Zusätzlich endet in vielen Regionen ab März die Papier-Prospekt-Zustellung; Aktionen werden dann nur noch per App oder Newsletter kommuniziert.

Damit steht fest: Der Umbau der Eigenmarken ist erst der Anfang eines weit größeren Kaufland-Facelifts. Wer wissen will, welche Innovation als Nächstes den Einkaufswagen erobert, sollte die rote K-Ecke nicht aus den Augen verlieren.

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