Murat Colak, bekannt als der «Knochenknacker», war der neue Quoten-Liebling von RTL – doch jetzt fordert der Sender eine halbe Million Euro von dem Tier-Chiropraktiker. Wie kam es zu dem heftigen Bruch? Eine halsbrecherische Aktion, Krankenhaus-Dramatik und gegenseitige Vorwürfe treiben den Streit in die Höhe.
Hinter den Kulissen: Die große TV-Wette

Sein Social-Media-Hype war riesig: Millionen Follower liebten Murat Colaks spektakuläre Tier-Einrenk-Clips. RTL setzte alles auf eine Karte, spendierte ihm 2023 eine eigene Show und plante bereits die zweite Staffel. Für den Sender schien der Deal ein Selbstläufer – bis winzige Risse im Erfolgs-Gerüst auftauchten.
Doch diese Risse wurden rasch zu tiefen Spalten. Warum das ruhmreiche Format plötzlich wackelte, zeigt ein Vorfall, der sich an einem einzigen Drehtag zutrug – lasst uns weitergehen zu …
Der verhängnisvolle Drehtag

30. September 2024, Colaks Praxis: Zwischen Kameras und Scheinwerfern bittet eine RTL-Redakteurin um Pause. Sekunden später soll Colak ungefragt ihre Halswirbelsäule «justiert» haben. Ein laut vernehmbares Knacken, ein kurzer Schrei – und am Set machte sich Beklemmung breit.
Was zunächst wie ein Missverständnis wirkte, endete in Panik-Flüstern am Monitor. Welche Folgen dieser Augenblick für die Redakteurin hatte, erfahrt ihr gleich, wenn es um den Weg ins Krankenhaus geht …
Wenn eine Massage zur Notaufnahme wird

Am Tag danach fühlte sich die Mitarbeiterin angeblich noch stabil, doch am 3. Oktober landete sie mit einer Verstauchung der Halswirbelsäule in der Notaufnahme. Die Staatsanwaltschaft ermittelte wegen fahrlässiger Körperverletzung, Colak zahlte 1 500 Euro Schmerzensgeld – das Verfahren wurde gegen Auflage eingestellt.
Aber die echte Druckwelle rollte erst heran: Wie reagierte RTL auf die Schlagzeilen und die Sorge um seine Mitarbeiterin? Die Antwort folgt mit der abrupten Kündigung …
Die fristlose Kündigung

Nur eine Woche nach dem Vorfall kappte RTL die Verträge – fristlos, sofort. Offiziell war von «schwerwiegenden Vertragsverstößen» die Rede, Details blieben im Dunkeln. Mit einem Schlag standen hunderte Drehstunden, Tier-Termine und Sponsor-Deals vor dem Aus.
Doch das größte Beben kam in Zahlen: Der Sender wollte nicht auf Produktionskosten sitzenbleiben. Welche Summe RTL Colak nun präsentiert, wird im nächsten Abschnitt enthüllt …
505 645 Euro – die Rechnung

Ende 2024 flatterte Colak ein Brief ins Haus: 505 645 Euro Schadensersatz. Darin: bereits gezahlte Gagen, Ausfallhonorare für das Team, verhinderte Werbeerlöse. RTL macht klar, dass jeder Cent eingefordert wird – immerhin habe man mit einer erfolgreichen Staffel gerechnet.
Der «Knochenknacker» sah das anders und holte zum Gegenschlag aus. Wie er sich verteidigt und welche Gegenforderung er stellt, lest ihr jetzt …
Der Konter des Knochenknackers

Colak bestreitet weiterhin jede Schuld, spricht von einem missverstandenen Einrenk-Wunsch der Redakteurin und wirft RTL Vertragsbruch vor. Über seine Anwältin fordert er rund 180 000 Euro für bereits geleistete Arbeit und entgangene Lizenz-Einnahmen. Während Fans ihn unterstützen, hält sich RTL bedeckt; beide Seiten drohen mit Gericht.
Ob Colak wirklich zahlen muss oder RTL am Ende drauflegt, ist offen – doch eines steht fest: Die Story um den «Knochenknacker» ist noch nicht zu Ende und könnte die deutsche TV-Landschaft weiter erschüttern.