Unruhe macht sich breit: In Supermarktregalen quer durch die Republik kursiert seit wenigen Stunden eine Warnung, die Verbrauchern den Appetit verdirbt. Während sich erste Meldungen überschlagen, ist noch nicht ganz klar, wie groß das Ausmaß wirklich ist – doch fest steht: Ein beliebtes asiatisches Grundnahrungsmittel steht plötzlich unter dringendem Verdacht.
Aufkeimende Verunsicherung in den Regalen

Plötzlich prangen in Filialen eines bekannten Asia-Discounters gelbe Zettel, gefolgt von hektischen Lautsprecherdurchsagen. Kunden schauen irritiert auf ihre Einkaufskörbe, Angestellte räumen Packungen aus den Auslagen. Die Nachricht, dass eines der Topseller-Produkte wegen eines massiven Schädlingsfundes zurückgerufen wird, verbreitet sich in Windeseile.
Noch ist wenig Konkretes bekannt, doch dass gleich 14 Bundesländer betroffen sind, lässt erahnen, dass das problematische Lebensmittel in enormer Stückzahl verkauft wurde. Die zuständigen Landesbehörden schätzen, dass innerhalb weniger Wochen mehrere Hunderttausend Packungen über das Kassenband gegangen sein könnten – eine Rückrufaktion dieser Größenordnung gab es zuletzt selten.
So reagiert der Handel

Während verunsicherte Käufer Rat suchen, versucht die Handelskette Schadensbegrenzung zu betreiben: In sämtlichen Märkten werden Paletten versiegelt, Mitarbeitende instruieren Kunden über Rückgabemöglichkeiten, und eine Hotline wird in Rekordzeit hochgefahren. Die Geschäftsführung betont, man handele „aus reiner Vorsicht“, doch hinter den Kulissen wird fieberhaft ermittelt, woher der Befall stammt.
Parallel beginnen Lieferanten, ihre Lager zu durchkämmen. Erste Hinweise deuten auf einen Fehler in der Lieferkette hin, womöglich verschleppte sich der Befall bereits im Herkunftsland. Auffällig sei, dass sich im beanstandeten Produkt zahlreiche Gespinste und Larven finden – ein klares Indiz für einen länger anhaltenden Motten- oder Käferbefall.
Was Verbraucherschützer raten

Die Verbraucherzentralen mahnen, das betroffene Lebensmittel unter keinen Umständen zu verzehren. Selbst wenn es äußerlich unauffällig wirkt, könnten sich Eier oder Larven im Inneren verstecken und beim Kochen nicht vollständig abtöten lassen. Wer die Packung bereits geöffnet hat, sollte sie gut verschlossen entsorgen und den Restvorrat im Schrank auf möglichen Befall prüfen.
Außerdem gilt: Quarantäne für die Speisekammer! Verdächtige Packungen gehören in luftdichte Behälter, Schubladen und Regalböden sollten gründlich gereinigt, gegebenenfalls sogar ausgesaugt und mit Essigwasser ausgewischt werden. So lässt sich verhindern, dass die Schädlinge auf andere Vorräte übergreifen.
Das ist das konkret betroffene Lebensmittel

Erst jetzt lüftet die Handelskette das Geheimnis: Zurückgerufen wird der „Rote Vita Reis“ (auch bekannt als „Red Cargo Rice“) in der 1-kg-Packung mit allen Mindesthaltbarkeitsdaten bis einschließlich 31. Mai 2027. Herstellerin und Inverkehrbringerin ist die Go Asia Deutschland GmbH aus Berlin, Vertriebswege waren ausschließlich die rund 70 Go-Asia-Filialen.
Die Warnung gilt für Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen. Kunden können das Produkt in jeder Filiale zurückgeben und erhalten den vollen Kaufpreis erstattet – auch ohne Kassenbon. Wer den Reis bereits verzehrt hat und ungewöhnliche Symptome verspürt, sollte sicherheitshalber medizinischen Rat einholen.