Jens Spahn ist zurück auf der politischen Bühne – nur anders als viele erwartet hatten.
Neuer Posten mit politischem Gewicht

Nach seinem Rücktritt im Juli war über seine politische Zukunft spekuliert worden. Jetzt steht offenbar fest: Jens Spahn bleibt der Bundespolitik erhalten.
Der frühere CDU/CSU-Fraktionschef soll künftig für die Union im Haushaltsausschuss des Bundestages sitzen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Unionskreise.
Dort soll der 46-Jährige offenbar als Berichterstatter für den Etat des Außenministeriums zuständig sein.
Spahn war im Juli nach internem Druck im Zusammenhang mit einer umstrittenen Position zum Thema Leihmutterschaft von seinem Amt zurückgetreten. Danach stellte sich die Frage, ob er seine politische Karriere überhaupt fortsetzen würde.
Söder machte bereits eine klare Ansage

Inzwischen war jedoch deutlich geworden, dass Spahn sein Bundestagsmandat behalten will. CSU-Chef Markus Söder hatte bei der Neuaufstellung der Fraktionsspitze bereits angedeutet, dass Spahns politische Laufbahn noch lange nicht vorbei sein könnte.
„Ich glaube, dass der Weg von Jens Spahn noch nicht beendet ist“, sagte Söder damals. Ein Politiker mit solchen Talenten und politischer Kraft werde seiner Ansicht nach irgendwann wieder eine führende Rolle übernehmen.
Erst vergangene Woche traf sich Spahn bei einer Klausur der geschäftsführenden Fraktionsspitzen von CDU/CSU und SPD in Münster zum Abendessen mit seinem Nachfolger Thorsten Frei, CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann und SPD-Fraktionschef Matthias Miersch.
Eine offizielle Stellungnahme gab es zunächst weder von Spahn noch von der CDU/CSU-Fraktion.