Ein gewaltiger Wintereinbruch erschüttert den fernen Osten – meterhohe Verwehungen, blockierte Häuser und eine Bevölkerung am Limit.
Weißer Albtraum: Wenn Straßen zu Schluchten werden

Die Schneefront kam über Nacht, verschluckte Autos, Laternen und Bushaltestellen – und ließ nur bizarre, schmale Schneeschluchten übrig. Anwohner berichten, dass selbst Geländewagen im Neunzig-Grad-Winkel im Eis stecken.
Während Räumfahrzeuge pausenlos rotieren, verwandeln sich Gehwege in irreführende Tunnel; wer sich hineinwagt, verliert binnen Sekunden die Orientierung. Helfer markieren inzwischen Routen mit bunten Bändern, doch der Frost frisst jede Farbe gnadenlos auf.
Und doch: Das wahre Ausmaß dieser Winterhölle zeigt sich erst, wenn wir einen Blick hinter die verschlossenen Haustüren wagen …
Eingeschlossene Familien, improvisierte Fluchtrouten

Drinnen stapeln sich Konservendosen vor zugeschobenen Türen, während Balkone zu Notausgängen umfunktioniert werden. Kinder klettern über Küchenfenster in improvisierte Rutschen, um wenigstens kurz Tageslicht zu sehen.
Provisorische Seilzüge transportieren Medikamente von Balkon zu Balkon, denn die Apotheken unten im Parterre sind längst hinter Eiswänden verschwunden.
Doch welchen Kampf tragen die Einsatzkräfte draußen aus – und wie lange halten sie durch?
Rettung unter Extrembedingungen

Feuerwehrleute graben Schneeschächte, die tiefer reichen als so mancher Bergstollen. Jeder Meter kostet eine Stunde, jeder Atemzug gefriert in Sekunden zu Kristallen.
Schneefräsen überhitzen im Dauerbetrieb, Diesel friert, Funkgeräte schweigen – und doch schreit die Stadt nach Hilfe, denn Heizungen fallen schubweise aus.
Und während Technik kapituliert, rückt eine zweite Gefahr in den Fokus …
Meteorologischer Jahrhundert-Zyklon

Meteorologen sprechen vom stärksten Polarzyklon seit drei Jahrzehnten. Binnen 48 Stunden fiel das Dreifache des üblichen Januarschnees, angetrieben von orkanartigen Böen aus dem Ochotskischen Meer.
Die Atmosphäre wirkt verriegelt: Warme Pazifikluft staut sich, kalte Kontinentalluft rauscht nach – eine perfekte Falle, die den Schneesturm in Endlosschleife festsetzt.
Aber welche menschliche Bilanz zieht diese Naturgewalt bereits?
Erste Opfer und zermürbende Bilanz

Retter bestätigen inzwischen mehrere Todesopfer, während Verletzte auf umfunktionierten Schulbänken versorgt werden. Ein älterer Mann erfror, nachdem er stundenlang im Treppenhaus eingeschlossen war; eine junge Frau wurde von herabstürzenden Eismassen erfasst.
Die Notrufzentralen sind überlastet, freiwillige Helfer stapfen von Haus zu Haus, doch die Temperatur fällt Nacht für Nacht tiefer.
Jetzt endlich lüften wir das Geheimnis: Welche Stadt versinkt bis zum 9. Stock im Schnee?
Petropawlowsk-Kamtschatski: Die Hauptstadt, die im Eis verschwindet

Die fernöstliche Millionenstadt Petropawlowsk-Kamtschatski auf der Halbinsel Kamtschatka meldet Rekordschneehöhen bis zum neunten Stockwerk – ein weißer Wall von über 20 Metern umschließt ganze Wohnblöcke. Mindestens zwei Menschen kamen bereits ums Leben, etliche gelten als vermisst.
Die Behörden riefen den Ausnahmezustand aus, Militärschneepflüge arbeiten rund um die Uhr, während Meteorologen weitere Verwehungen ankündigen. Bewohner hoffen jetzt auf milderen Wind – ansonsten droht die Stadt buchstäblich unterzugehen.
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