Ein vertrauliches Papier aus der ADAC-Zentrale erschüttert Deutschlands größten Mobilitätsclub – und Millionen Mitglieder stellen sich bange Fragen.
Interne Dokumente sorgen für Aufruhr

Ein Leak aus dem Vorstandskreis hat das bislang nur intern diskutierte Szenario ans Licht gebracht: Der ADAC will seine Mitgliedsbeiträge kräftig anheben. Die Pläne, die mehreren Redaktionen vorliegen, stammen aus einem Kostengutachten, das bislang unter Verschluss gehalten wurde.
Noch dementiert niemand den Inhalt – aber bestätigt hat ihn auch keiner. Die sprunghaft gestiegenen Kosten für Pannenhilfe, Abschleppdienste und Ersatzteile sollen der Auslöser sein, heißt es hinter vorgehaltener Hand.
Weiter geht’s mit der Frage, was das für mehr als 22 Millionen Mitglieder bedeutet …
Der Club im Rekordwachstum – aber ohne Luft nach oben?

Seit Jahren meldet der ADAC einen historischen Höchststand nach dem anderen: 22,2 Millionen Menschen sind derzeit registriert, Tendenz steigend. Zuletzt versprach Präsident Christian Reinicke noch stabile Beiträge bis 2027 – ein Versprechen, das jetzt wackelt.
Dabei liegt die letzte Preisanpassung sechs Jahre zurück. Seither explodierten Energiekosten, Löhne und Werkstattpreise, während der Club seine Leistungen ausbaute. Interne Kalkulationen zeigen: In der jetzigen Form lässt sich das Modell offenbar nicht mehr finanzieren.
Doch wie stark könnten die Beiträge tatsächlich steigen?
Explodierende Kosten: das Argument der „Gelben Engel“

Die Pannenhelfer verzeichnen Rekordeinsätze, Ersatzteilpreise schossen laut ADAC um zweistellige Beträge in die Höhe, und selbst die Batterien der Einsatzflotte sind teurer geworden. „Ohne Anpassung riskieren wir Leistungskürzungen“, warnt eine Sprecherin und verweist auf steigende Energie- und Personalkosten.
Im Hintergrund laufen bereits Verhandlungen mit Werkstätten, um den Kostendruck abzufedern. Dennoch scheint eine drastische Lösung wahrscheinlicher denn je – und sie trifft nicht nur Vielfahrer, sondern alle Tarife.
Dabei spielen konkrete Euro-Beträge eine Rolle …
So viel sollen die drei Tarife künftig kosten

Nach den Plänen aus der Vorstandsetage würde die Basis-Mitgliedschaft von 54 € auf 64 € klettern. Die beliebte Plus-Variante soll künftig 114 € statt 94 € kosten, während Premium-Mitglieder sogar 174 € anstelle von 139 € zahlen müssten.
Damit deutet sich die höchste absolute Beitragserhöhung seit Gründung des Clubs im Jahr 1903 an. Besonders heikel: Die Mehrbelastung trifft in Zeiten steigender Sprit- und Lebenshaltungskosten auf ein ohnehin nervöses Publikum.
Die entscheidende Zahl bleibt trotzdem noch unter Verschluss …
Der Fahrplan: Beschluss schon im Mai

Am 23. Mai soll die Hauptversammlung in München über das Paket abstimmen. Wird der Vorschlag angenommen, gelten die neuen Preise ab Januar 2027. Mitglieder erhalten laut ADAC ein Sonderkündigungsrecht, könnten aber auf einen Teil der Leistungen verzichten, falls sie den Club verlassen.
Während Verbraucherschützer prüfen, ob der Preisaufschlag verhältnismäßig ist, hält die ADAC-Führung an ihrem Kurs fest: „Wir wollen lieber einmal anpassen als jedes Jahr nachjustieren“, heißt es intern.
Und jetzt die Antwort auf die Frage, die alle stellen …
Das Enthüllungsfinale: So hoch fällt der Aufschlag wirklich aus

Fast 20 Prozent mehr – so viel soll der Basistarif laut den geleakten Unterlagen kosten. In einzelnen Stufen liegt die Erhöhung sogar darüber: Plus-Mitglieder müssten einen Aufschlag von gut 21 Prozent schultern, Premium-Kunden knapp 25 Prozent. Damit wird der Alltag mit den „Gelben Engeln“ für Millionen Autofahrer deutlich teurer – sollte die Hauptversammlung den Plänen tatsächlich zustimmen.