Ein frostiger Samstagmorgen stellt Berlin plötzlich auf den Kopf: Mitten im Winter bleiben zehntausende Haushalte ohne Strom, ohne Heizung – und ohne jede Ahnung, wer dahintersteckt. Nur Stunden später taucht ein rätselhaftes Bekennerschreiben auf, das die Stadt in Alarm versetzt.
Der Moment, in dem das Licht erlosch

Noch vor Sonnenaufgang am 3. Januar 2026 greift eine lodernde Flamme auf die Strombrücke über dem Teltowkanal – und schneidet Südwest-Berlin von der Energieversorgung ab. Rund 45 000 Wohnungen und mehr als 2 000 Betriebe stehen schlagartig im Dunkeln, während minusgradige Kälte durch offene Fenster kriecht.
Die ungeheure Dimension wird erst klar, als Krankenhäuser Notgeneratoren hochfahren und Pflegeheime Evakuierungspläne prüfen. Doch das wahre Ausmaß sollte erst noch sichtbar werden – und warum die Stadt zwei lange Tage im Ausnahmezustand verharrte, verrät die nächste Episode.
Die Funken des Anschlags

Brandsachverständige finden am Tatort einen ausgebrannten Container: Er wurde unter der Hochspannungstrasse platziert und gezielt entzündet. Die Ermittler sprechen schon früh von „professioneller Sabotage“, weil die Kabel an exakt der Schwachstelle getroffen wurden, an der sich Strom- und Wärmenetz kreuzen.
Während Löschtrupps kämpfen, klettert die Schadenszahl minütlich – ein perfektes Szenario für Täter, die Berlin „den Saft abdrehen“ wollen. Welche Spur im Schnee direkt zu ihnen führt, erfahren wir gleich.
Fußabdrücke im Weiß

Polizisten sichern markante Stiefelabdrücke, Brennstoffreste und geschmolzenes Metall. In der Asservatenkammer verdichtet sich der Verdacht, dass erfahrene Szenekenner am Werk waren. Dann trifft ein 2 500 Worte langes Schreiben ein: Die linksradikale „Vulkangruppe“ bekennt sich und verhöhnt „fossile Reichenviertel“.
Nach ersten Analysen halten Verfassungsschützer das Papier für echt – nicht zuletzt wegen Details, die nur Insider kennen. Doch was bedeutet das für die Zehntausenden, die weiterhin in kalten Wohnungen ausharren?
Frieren hinter Fenstern

Familien in Steglitz-Zehlendorf stapeln Wolldecken, Pflegerinnen verteilen Thermoflaschen, und Schulen stellen auf Online-Unterricht um, weil selbst das Trinkwasser gefriert. Bis Sonntagabend können gerade einmal 7 000 Haushalte wieder ans Netz, der Rest soll frühestens am Donnerstag folgen.
Die Abgebrühtheit der Täter trifft auf die pure Verzweiflung von Senioren, Eltern und Klinikpersonal. Wie Politik und Polizei jetzt reagieren, sorgt für den nächsten Paukenschlag.
Empörung in der Chefetage

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner nennt den Anschlag „menschenverachtenden Terror“, Innensenatorin Iris Spranger mobilisiert Hunderte LKA-Beamte und spricht von einem „Angriff auf das Herz unserer Infrastruktur“. Stromnetz Berlin warnt, dass Reparaturen bis 8. Januar dauern könnten, während Bundespolitiker schärfere Gesetze gegen Netz-Sabotage fordern.
Doch hinter verschlossenen Türen diskutieren Sicherheitskreise längst eine andere Frage: Wer verbirgt sich wirklich hinter der Vulkangruppe – und wie lange schmiedet sie schon Pläne gegen das Stromnetz?
Die Vulkangruppe – Chronik eines Schattens

Seit 2011 taucht der Name immer dann auf, wenn Brandanschläge auf Kabel, Funkmasten oder das Tesla-Werk in Grünheide (2024) Erfolgsdruck erzeugen. Ihr Muster: High-Tech-Zerstörung, Klima-Rhetorik, zynische Entschuldigungen an „versehentlich“ betroffene Normalbürger. Experten sehen eine kleine, extrem mobile Zelle, die sich in Szenevierteln tarnt und gezielt Symbolorte trifft.
Mit dem größten Blackout der Hauptstadt hat sie nun ihre drastischste Spur hinterlassen – doch die Spuren im Schnee, die wütende Öffentlichkeit und die geballte Ermittlerfront könnten dieses Phantom zum ersten Mal greifbar machen. Ob Berlins Lichter bald wieder dauerhaft brennen, bleibt das spannungsgeladene Finale dieser düsteren Serie.