Ein ungelöster Mord, eine stille Kleinstadt – und nun ein Ermittlungsinstrument, das Hunderte Menschen zum Speicheltest bittet. Zwei Jahre nach dem grausamen Fund der 61-Jährigen nimmt der Fall neue Fahrt auf und lässt ganz Deutschland rätseln, wer sich hinter der einzigen fremden DNA-Spur verbirgt.
Spur im Dunkeln

Der Tatort wirkt bis heute fast unscheinbar: ein gemütliches Wohnhaus, in dem eine 61-Jährige am 9. Juni 2024 leblos aufgefunden wurde. Weder sichtbare Einbruchsspuren noch gestohlene Wertsachen gaben den Fahndern einen klaren Hinweis.
Zurück blieb nur ein DNA-Fragment, das eindeutig einem Mann zugeordnet werden konnte – doch jedes Abgleichen in nationalen und europäischen Datenbanken verlief ergebnislos. Noch größer wurde die Ratlosigkeit, als kein Motiv erkennbar war.
Weiter geht es mit der Frage, warum Ermittler jetzt auf eine Massen-Untersuchung setzen …
Der leise Aufruf

Seit dieser Woche flattern Einladungen an Männer zwischen 17 und 75 Jahren in die Briefkästen der Region. Sie werden höflich, aber bestimmt gebeten, ihre Mundschleimhaut abstreifen zu lassen.
Mehrere Hundert Proben sollen bereits bis Ende März genommen sein, anonym nummeriert, streng verwahrt. Die Erleichterung vieler Adressaten ist spürbar, doch zugleich schwingt Nervosität mit: Plötzlich hat jeder das Gefühl, Teil eines Krimis zu sein.
Warum gerade jetzt der große Zeitdruck? Das verrät die nächste Folie …
Die tickende Uhr der Ermittler

Ermittler befürchten, dass die Spur durch natürliche Verwesungsprozesse des Tatortes langsam verblasst. Je länger der Abgleich auf sich warten lässt, desto schwieriger könnte eine eindeutige Zuordnung werden.
Deshalb drängte die Staatsanwaltschaft auf einen Beschluss des Amtsgerichts, der die Reihen-DNA noch vor dem Frühjahr abschließen soll. Allein das Verpacken und Einsenden der Wattestäbchen wird von einem eigenen Logistikteam überwacht.
Doch wer rückt wirklich ins Visier? – Die Antwort folgt gleich …
Männer im Fokus

In die Auswahl kamen all jene, die sich rund um den Tatzeitraum im Juni 2024 in der Stadt oder den umliegenden Dörfern aufhielten: Handwerker, Lieferanten, Touristen, Nachbarn. Ein Anfangsverdacht besteht gegen keinen von ihnen.
Die Polizei betont deshalb immer wieder, dass der Massentest keine Schuld impliziert. Dennoch stellt sich jeder die gleiche Frage: Was, wenn der eigene genetische Code plötzlich zum entscheidenden Puzzlestück wird?
Welche Hoffnungen verbindet die Ermittlungsleitung damit? Das enthüllen wir jetzt …
Hoffnung und Risiko

Sollte eine Probe passen, wäre das Verfahren juristisch wasserdicht: anonymisierte Treffer werden erst danach mit den Personaldaten verknüpft. Gleichzeitig warnen Experten, dass ein Scheitern der Aktion die Ermittlungen um Jahre zurückwerfen könnte.
Intern sprechen Kriminalisten von der „letzten großen Chance“, bevor der Fall endgültig zu den Akten wandert. Angehörige der Getöteten klammern sich an dieses Zeitfenster und vermeiden öffentliche Auftritte, um den Druck gering zu halten.
Bleibt die alles entscheidende Frage: Wo spielt sich dieses Drama eigentlich ab? Jetzt kommt die Auflösung …
Das Geheimnis der schönsten Kleinstadt

Tatort ist Tangermünde, jene pittoreske Perle an der Elbe, die 2019 in einer großen Publikumswahl zur „schönsten Kleinstadt Deutschlands“ gekürt wurde. Zwischen Fachwerk, Kopfsteinpflaster und Backsteintoren suchte der Täter sein Opfer – und verschwand.
Die Idylle ist seither getrübt, doch das Vertrauen in die modernen Methoden der Kriminalistik wächst von Tag zu Tag. Ob der Massen-DNA-Test den Mörder der 61-jährigen Marlis S. entlarvt, entscheidet sich in den nächsten Wochen – und könnte Tangermünde endlich Frieden bringen.
Spannung bleibt: Die Auswertung der Proben läuft, das Ergebnis könnte jeden Moment eintreffen.