Ein kleiner Ort hält den Atem an: Der achtjährige Fabian aus Güstrow verschwand spurlos – und wurde nun leblos in einem Waldstück entdeckt. Während Ermittler von einem Gewaltverbrechen ausgehen, läuft die fieberhafte Jagd nach dem Täter auf Hochtouren.
Die letzten Schritte des kleinen Fabian

Fabian verließ am Freitagnachmittag, 10. Oktober, die Wohnung seiner Mutter – nur wenige hundert Meter vom Güstrower Busbahnhof entfernt. Kameras einer Bäckerei zeichneten ihn noch auf, dann verliert sich jede Spur. Seine Mutter alarmierte gegen 20.30 Uhr die Polizei, als ihr Sohn nicht wie vereinbart zurückkam.
Noch in der Nacht durchkämmen Einsatzkräfte Parks, Spielplätze und den Stadthafen. Hoffnungsvoll folgen Spürhunde einer Fährte bis zu einer Haltestelle in Zehna, doch dort endet jede Bewegung auf dem Asphalt.
Lasst uns nun auf die dramatische Suchaktion blicken, die daraufhin ganz Güstrow in Atem hielt.
Suchscheinwerfer über Mecklenburg

Polizeihubschrauber tasten mit Wärmebildkameras Felder und Seen ab, Taucher prüfen den Inselsee, während Freiwillige Flugblätter verteilen. Fabians blaue Sportschuhe mit „Fashion Sport“-Schriftzug werden zum entscheidenden Hinweis, der mögliche Zeugen ansprechen soll.
Trotz der breiten Öffentlichkeitsfahndung bleibt der Junge unentdeckt. Die Nachtluft in Güstrow ist erfüllt von Sirenengeheul, Hundegebell – und wachsender Angst.
Doch am vierten Tag schlägt das Schicksal mit voller Wucht zu.
Grausiger Fund am Waldrand

Dienstagmorgen, 14. Oktober: Eine Spaziergängerin bemerkt etwas Ungewöhnliches zwischen Laub und Farn nahe Klein Upahl. Minuten später riegeln Kripobeamte den Fundort weiträumig ab, auf einer einsamen Lichtung liegt der leblose Körper eines Kindes. Die Kleidung passt, Grösse und Statur stimmen – es gibt kaum Zweifel, dass es Fabian ist.
Gerichtsmediziner sichern jede Faser, während Forensiker Millimeter für Millimeter waldboden umgraben. Der Wald, bislang Erholungsort, wird zum Tatort – und jeder Ast könnte ein Puzzleteil sein.
Jetzt richtet sich der Fokus auf die mörderische Tat selbst – und auf erste Spuren zum Täter.
Spur der Hunde, Druck der Zeit

Noch am Fundtag zieht die Polizei zusätzliche Leichenspürhunde heran. Die Tiere schlagen am Waldrand mehrfach an, folgen einer möglichen Geruchsspur Richtung Landstraße B104. Ermittler hoffen, dass sich der Täter dort in ein Fahrzeug setzte – vielleicht ist seine DNA an Baumrinde oder Laub hängengeblieben.
Die Staatsanwaltschaft Rostock ordnet eine umgehende Obduktion an. Verletzungen deuten auf Fremdverschulden, doch ob Fabian bereits am Fundort starb oder dorthin verbracht wurde, bleibt vorerst das dunkelste Geheimnis.
Während die Kripo fieberhaft wertet, breitet sich im Heimatort Entsetzen aus.
Güstrow zwischen Trauer und Wut

Vor Fabians Schule brennen Kerzen, Kinder legen Stofftiere nieder, Eltern halten ihre Sprösslinge fester an der Hand. Angst mischt sich mit Zorn: Wer konnte einem Achtjährigen so etwas antun? Die Bürgermeisterin spricht von einer „seelischen Erschütterung“, bietet psychologische Hilfe an.
Gleichzeitig treffen hunderte Hinweise auf dem Polizeipräsidium ein – von verdächtigen weißen Lieferwagen bis zu einem Mann im Kapuzenpullover, der am Freitag am Busbahnhof gesehen wurde. Jeder Anruf könnte der Durchbruch sein.
Doch erst ein Detail der Obduktion könnte das Rätsel endgültig sprengen.
Die entscheidende Antwort steht noch aus

Gerichtsmediziner analysieren nun letzte Partikel unter Fabians Fingernägeln und Fasern an seiner Jacke. Findet sich dort das DNA-Profil des Mörders, könnte binnen Stunden ein Fahndungsfoto aufleuchten. Bis dahin bleibt die Tat ein erschütterndes Vakuum – und der Täter womöglich frei.
Die Polizei bittet weiterhin um Hinweise zu verdächtigen Personen oder Fahrzeugen im Raum Güstrow/Klein Upahl zwischen 10. und 14. Oktober. Denn eines ist klar: Erst wenn der Täter gestellt ist, kann diese kleine Stadt wieder atmen.
Bleiben Sie dran – neue Erkenntnisse könnten schon bald das Schweigen um Fabians letzten Weg brechen.