Fünf Brüder sitzen hinter Gittern, ihre Haft schlägt bereits heute mit mehr als einer Million Euro zu Buche – und das Ende der Kosten-Spirale ist nicht in Sicht.
Die Familie aus Homs – Ankunft und rascher Absturz

2015 kam die syrische Großfamilie um Vater Almudy H. (44) als Flüchtlinge nach Baden-Württemberg. Acht Söhne wuchsen in Unterkünften rund um Stuttgart auf, fanden aber nie Halt in Schule oder Ausbildung.
Schon 2018 häuften sich Anzeigen wegen Diebstahl und Körperverletzung. Die Polizei stufte fünf der Brüder als Intensivtäter ein. Ab hier begann eine kriminelle Karriere, die das Land bis heute bezahlt – buchstäblich.
Lassen Sie uns ansehen, wie die Brüder ihr Netzwerk aufbauten …
Messer, Einbrüche, Bedrohungen – das kriminelle Geflecht

Zwischen 2020 und 2024 organisierten die Brüder laut Ermittlern Einbruchsserien im Stuttgarter Raum und lieferten sich Clan-ähnliche Revierkämpfe. Höhepunkt war eine Messerattacke im Juli 2024, bei der drei Menschen schwer verletzt wurden.
Zeitgleich tauchten Sozialbetrugs-Vorwürfe gegen den Vater auf: Offenbar kassierte er Grundsicherung wegen einer angeblichen Gehbehinderung – Videomaterial zeigt ihn jedoch sprintend nach einem Gerichtstermin.
Doch was kostete dieses Treiben den Steuerzahler?
Hafttag: 180 Euro – wie sich die Million zusammensetzt

Baden-Württembergs Justizministerium rechnete auf Anfrage vor: Ein Hafttag liegt aktuell bei 180 Euro. Seit 2022 saßen die fünf Brüder zusammen gut 5 400 Tage hinter Gittern – allein das summiert sich auf rund 972 000 Euro.
Hinzu kommen Ermittlungs- und Übersetzungskosten, Prozesskostenhilfe, Bewachung bei Klinikaufenthalten sowie zerstörte Zellen. Unterm Strich liegt die Rechnung inzwischen über der Marke von einer Million Euro – Tendenz steigend.
Wie konnte es so weit kommen?
Verwarnungen, Bewährung – warum frühe Warnsignale verpufften

Mehrfach setzten Gerichte zunächst auf Bewährungsstrafen und Anti-Gewalt-Trainings. Sozialarbeiter berichten, die Brüder hätten jede Maßnahme „als Einladung zum Durchtauchen“ verstanden.
Auch Abschiebungen scheiterten: Syrien galt bis Ende 2025 als nicht abschiebbar, sodass selbst schwere Straftaten keine Rückführung ermöglichten. Die Haft war daher oft die einzige Option – bezahlt vom Steuerzahler.
Welche politischen Wellen schlägt der Fall?
Kritik von links und rechts – und ein teures Versprechen

Während AfD-Abgeordnete „Versagen des Rechtsstaats“ beklagen, verweisen Grüne und SPD auf fehlende Integrationsperspektiven nach Kriegstraumata. Die Landesregierung versprach Ende 2025, straffällige Mehrfachstraftäter künftig schneller in Sicherungshaft zu bringen.
Gleichzeitig kursiert ein vertrauliches Angebot: Bis zu 200 000 Euro „Starthilfe“ sollen den Brüdern nach Haftende die Ausreise schmackhaft machen. Ob sie anbeißen, bleibt offen – doch jedes Zögern verbrennt täglich weiter Geld.
Was bedeutet das für die Zukunft – und wann endet der Millionen-Meterzähler?
Das überraschende Finale: Drei Brüder bleiben bis mindestens 2027 – und könnten die Kosten verdoppeln

Die aktuellen Urteile enden frühestens im Oktober 2027. Bleiben die Tagessätze konstant, laufen allein für die drei verbliebenen Häftlinge weitere 450 000 Euro auf. Sollte eine Ausreise scheitern, drohen Anschlussverfahren wegen neuer Vorfälle hinter Gittern.
Damit könnte die Gesamtrechnung dieser Familiengeschichte auf zwei Millionen Euro steigen – eine Summe, die schließlich jeder Steuerzahler mitträgt. Erst wenn ein Ausreise-Deal wirklich klappt, stoppt der Zähler. Bis dahin bleibt der Fall der fünf Brüder ein teurer Lehrstoff für Politik, Justiz und Gesellschaft.