Wer 2026 weiter unbeschwert fernsehen will, muss in den kommenden Monaten einige Weichen stellen – sonst drohen böse Überraschungen im Briefkasten, auf der Kontoabbuchung oder sogar auf der vertrauten Programmtaste der Fernbedienung.
Gebührenbescheid: Warum der unscheinbare Brief Ende 2026 plötzlich zum Streitfall wird

Noch in diesem Jahr bleibt der Rundfunkbeitrag unverändert bei 18,36 Euro. Viele Haushalte wiegen sich deshalb in falscher Sicherheit. Was kaum jemand bemerkt: Hinter den Kulissen laufen hitzige Verhandlungen und eine Klage von ARD und ZDF vor dem Bundesverfassungsgericht. Entscheidet Karlsruhe zugunsten der Sender oder einigen sich die Länder kurzfristig, könnten rückwirkend Nachzahlungen fällig werden – für zwei Jahre wären das bis zu zehn Euro pro Haushalt.
Das Szenario ist keineswegs Theorie: Die Kommission KEF empfiehlt bereits eine Anhebung auf 18,64 Euro ab 1. Januar 2027. Wird der neue Satz früher durchgewunken oder gar der alte (höhere) Vorschlag von 18,94 Euro nachträglich bestätigt, flattert der Nachforderungsbescheid pünktlich zum nächsten Jahreswechsel ins Haus. Wer Ärger vermeiden will, sollte seine Daueraufträge so anlegen, dass Reserven für einen möglichen Aufschlag vorhanden sind.
Antenne ade? Freenet TV dreht kräftig an der Preisschraube

Für die gut eine Million DVB-T2-Haushalte wird es bereits ab dem 1. Januar teurer. Freenet TV hebt den Tarif von 7,99 € auf 9,49 € pro Monat an; Guthabenkarten steigen im Frühjahr gleich mit. Weil die Preiserhöhung das Sonderkündigungsrecht auslöst, werben Streaming-Plattformen wie Waipu.tv oder Zattoo aggressiv um Wechsler – vorausgesetzt, die Internetleitung spielt mit.
Parallel verdichten sich die Gerüchte, dass mehrere öffentlich-rechtliche Standorte 2026 endgültig vom Antennennetz gehen. Für Randgebiete ohne Kabel oder Glasfaser wäre das ein echter Einschnitt: Ohne Umstieg auf Satellit oder Internet bliebe der Bildschirm schwarz. Wer weiterhin auf Zimmerantenne setzt, sollte jetzt prüfen, ob eine Schüssel aufs Dach oder ein LTE-basiertes Streaming-Abo die bessere Wette ist.
Streaming wird zum Luxus: Joyn+ überrascht mit neuem Preisschild

Während US-Dienste schon länger zulegen, trifft es nun auch Joyn: Das Monatsabo heißt künftig schlicht Joyn+ und kostet 8,99 € statt 6,99 €. Im Gegenzug verspricht der Anbieter Downloads und komplette Staffeln – doch die Werbefreiheit bröckelt. Selbst Plus-Kunden sehen künftig „kaum Werbeunterbrechungen“, heißt es kryptisch.
Wer sparen will, sollte rasch das Jahresabo buchen; dort bleibt der alte Schnitt. Bestandskunden behalten ihren Preis, solange sie nicht kündigen. Einmal ausgestiegen, gilt beim Neuabschluss ebenfalls der höhere Tarif. Auch technisch ändern sich Kleinigkeiten: Die iOS- und Android-Apps erlauben jetzt Neustart-Funktionen für Live-TV, beschränken gleichzeitig die Offline-Speicherung strikt auf zehn Titel.
Radikalkur bei RTL: Diese beliebten Gesichter verschwinden aus dem Programm

Monatelang rankten sich Gerüchte um einen gigantischen Stellenabbau in Köln. Jetzt ist klar, wie tief der Schnitt sitzt: 600 Jobs fallen weg, mehrere Formate werden eingestampft. Besonders bitter trifft es das VIP-Magazin „Gala“ – damit verabschieden sich die Publikumslieblinge Annika Lau und Janin Ullmann komplett von RTL.
Auch das altbekannte Morgentrio bricht auseinander: Angela Finger-Erben, Simon Beeck und Langzeit-Moderatorin Annett Möller stehen nicht mehr auf der neuen On-Air-Liste für „Deutschland am Morgen“. Selbst in der Boulevardschiene gibt es eine Zäsur: Vanessa Civiello hat ihren letzten Auftritt bereits hinter sich. Ob und wo die Stars künftig auftauchen, lässt der Sender offen – fest steht nur: Auf ihrer gewohnten Programmtaste werden Zuschauer sie ab diesem Frühjahr vergeblich suchen.