Stillstand ab Sonntag? Nächster Streik droht – was jetzt auf Tausende Pendler zukommt

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Seit Montag verhandeln Deutsche Bahn und Lokführergewerkschaft GDL wieder – doch die im Tarifvertrag verankerte Friedenspflicht läuft am Samstag um 24 Uhr aus.

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Nach Bus- und U-Bahn-Chaos droht der nächste Verkehrs-Knall

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Viele Pendler sind ohnehin schon am Anschlag – und jetzt wächst die Angst vor dem nächsten Ausfall-Schock auf der Schiene. Kaum ist der Frust über den Verdi-Streik bei Bussen und U-Bahnen präsent, richtet sich der Blick auf die Deutsche Bahn und die Lokführer-Gewerkschaft GdL.

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In Berlin wird derzeit verhandelt, doch die Lage bleibt angespannt. Deutschland wartet auf das Ergebnis der Gespräche am Berliner Hauptbahnhof. Donnerstag und Freitag soll weiter hart gerungen werden. Kommt es zu keiner Einigung, steht ein neuer Arbeitskampf im Raum.

Für Reisende wäre das der nächste Nerven-Test in kurzer Zeit – mit möglichen Folgen für Fernverkehr, Regionalzüge und S-Bahnen.

Neue Gesichter am Tisch, neuer Ton bei den Gesprächen

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Die aktuellen Verhandlungen werden von Bahn-Personalvorstand Martin Seiler (61) und dem neuen GdL-Chef Mario Reiß (59) geführt. Beide treten sachlich auf, lächeln, schütteln Hände – zumindest nach außen wirkt die Atmosphäre deutlich ruhiger als in früheren Tarifrunden.

Das fällt vor allem im Vergleich zur Vergangenheit auf. Ex-GdL-Chef Claus „Vulkan“ Weselsky (66) hatte Bahn-Manager öffentlich immer wieder scharf attackiert und dabei auch Beleidigungen benutzt. Legendär ist sein Wort „Vollpfosten“ für Bahn-Verantwortliche.

Jetzt scheint zunächst ein anderer Stil zu herrschen: weniger Lautstärke, mehr Nüchternheit. Man könnte sagen: Kaffee statt Krawall. Doch wer daraus schon Entwarnung ableitet, könnte sich täuschen.

Die entscheidende Frist rückt näher – ab Sonntag droht der Streik

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Trotz des sachlichen Tons läuft im Hintergrund die Streik-Uhr weiter. Denn die entscheidende Marke ist bereits gesetzt: Am Samstag, 28. Februar, um Mitternacht endet die Friedenspflicht bei der Deutschen Bahn.

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Heißt im Klartext: Gibt es bis dahin keine Einigung, könnte die GdL ab Sonntag zum Streik aufrufen. Dann droht direkt nach dem Ärger im Nahverkehr der nächste große Belastungstest – diesmal auch mit massiven Auswirkungen auf die Schiene.

Genau deshalb schauen Pendler, Reisende und Bahn-Kunden so nervös auf die Verhandlungen. Finden beide Seiten kein „Bahn-Wunder“, könnten Lokführer schon kurz danach die Arbeit niederlegen.

Gehalts-Poker bei der Bahn – darum wird so hart gestritten

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Im Kern geht es um Geld und Laufzeit – also um die klassischen Streitpunkte in Tarifverhandlungen. Doch genau hier liegen Bahn und GdL aktuell noch spürbar auseinander.

Das Angebot der Bahn unter Martin Seiler: sechs Prozent mehr Gesamtvolumen. Der Haken aus Sicht der Gewerkschaft: Dafür verlangt die Bahn eine Laufzeit von 30 Monaten – also tarifliche Ruhe bis Sommer 2028.

Die GdL unter Mario Reiß fordert dagegen acht Prozent mehr – und das bei einer Laufzeit von nur zwölf Monaten. Der neue Chef gibt sich zwar leiser im Auftreten, gilt aber in der Sache als kompromisslos. Damit ist klar: Zwischen beiden Positionen liegt noch ein ordentliches Stück Strecke.

Erinnerungen an 2024 machen vielen Reisenden jetzt Angst

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Bei vielen Bahn-Kunden dürften die Erinnerungen sofort wieder hochkommen. Im Januar 2024 legte die GdL Deutschland fast eine Woche lang lahm – ein Rekord, der sich tief ins Gedächtnis vieler Pendler eingebrannt hat.

Damals blieb es nicht bei einem einmaligen Warnsignal. Im März 2024 folgten weitere Wellen-Streiks und kurzfristige Nadelstiche, teils ohne lange Vorwarnung. Die Unsicherheit war für Reisende oft genauso belastend wie die Ausfälle selbst.

Insgesamt summierte sich der Ausstand auf mehr als 400 Streikstunden, bevor der aktuelle Frieden vereinbart wurde. Genau deshalb ist die Nervosität jetzt so groß: Niemand will eine Wiederholung dieser Eskalation erleben.

Der Bahn-Streik-Check für Pendler und Reisende

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Falls die Gespräche scheitern, könnte ein Streik ab Sonntag oder Montag starten. Üblicherweise werden Arbeitskämpfe bei der Bahn 24 oder 48 Stunden vorher angekündigt – absolute Sicherheit gibt es für Reisende aber erst nach einer Einigung.

Betroffen wären im Fall eines Ausstands vor allem der Fernverkehr mit ICE und IC, außerdem Regionalzüge der Deutschen Bahn sowie die S-Bahnen der DB. Für Pendler könnte das erneut massive Einschränkungen im Berufsverkehr bedeuten.

Wer unterwegs ist oder eine Reise plant, sollte kurzfristig die aktuellen Informationen prüfen. Hilfe gibt es im DB-Live-Ticker sowie direkt in der Navigator-App. Dort werden Ausfälle, Änderungen und Ersatzverbindungen in der Regel zuerst sichtbar.

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