Strompreise steigen binnen kurzer Zeit – DAS steckt dahinter!

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Mitten im auflodernden Iran-Konflikt schlagen die Folgen jetzt ganz unmittelbar in deutschen Steckdosen ein: Binnen weniger Wochen sind die Strompreise für Neukunden um satte 15 Prozent nach oben geschnellt – eine Entwicklung, die Politik und Verbraucher gleichermaßen kalt erwischt.

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Schockwelle aus der Straße von Hormus

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Als Anfang März erste Tanker in der Straße von Hormus fest­saßen, kletterte der Ölpreis in Rekord­tempo – doch im Schatten des Rohöl­markts zog auch der europäische Gaspreis zeitweise um mehr als 30 Prozent an. Weil Erdgas viele Gaskraft­werke antreibt und damit häufig den Preis­ton angibt, wanderte die Nervosität ungebremst in den Stromhandel weiter.

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Nur Tage später meldete die EEX für April-Lieferungen ein Plus von gut 24 Prozent – der erste Vorbote dessen, was private Haushalte jetzt spüren. Aber wie hart trifft das den Geldbeutel wirklich?

15 Prozent teurer – und zwar blitzschnell

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Das Vergleichsportal Verivox beziffert das aktuelle Preis­niveau für Neu­kunden auf im Schnitt 27,9 Cent pro kWh – im Februar lag der günstigste Tarif noch bei 24,2 Cent. Für einen Drei-Personen-Haushalt mit 4 000 kWh Jahres­verbrauch bedeutet das rund 150 Euro Mehr­belastung. Damit ist binnen weniger Tage fast die gesamte Entlastung durch den 6,5-Milliarden-Netz­zuschuss des Bundes wieder verpufft.

Viele Kunden hoffen nun auf die Preis­garantien ihrer alten Verträge … doch deren Schutzschirme geraten ins Wanken.

Wenn Entlastungen verdampfen

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Netz­entgelte, CO₂-Kosten und Umlagen fräsen sich weiter in jede Kilowatt­stunde: Schon vor dem Konflikt machten Abgaben fast 58 Prozent des End­preises aus. Jetzt, wo Gas an der Börse explodiert, reichen die jüngst gesenkten Netz­gebühren kaum noch aus, um die Welle zu bremsen.

Selbst der im Januar gefeierte Rückgang auf knapp 24 Cent je kWh ist Geschichte – das Preis­niveau liegt wieder dort, wo es im Oktober 2025 stand. Wie weit kann das noch gehen?

Szenarien der Energie­ökonomen

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Analysten kalkulieren drei Pfade: Hält die Blockade nur wenige Wochen, pendelt sich der Börsen­preis wohl um 100 €/MWh ein – End­kunden würden weitere fünf bis sieben Cent drauf­zahlen. Dauert der Krieg bis Jahres­ende, drohen 120 €/MWh und damit Haushalts­strom von deutlich über 30 Cent je kWh. Ein völliger Stopp der Hormus-Route könnte sogar 150 €/MWh auslösen – dann wären 35 Cent plus X realistisch.

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Kein Wunder also, dass Energieberater zu schnellen Gegen­maßnahmen raten …

Was Verbraucher jetzt tun können

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Der klassischste Hebel bleibt der Anbieter­wechsel: Trotz der Rallye liegt die günstigste Preis­garantie oft noch zwölf Cent unter den Grund­versorgungs­tarifen. Wer heute umsteigt, fixiert den Tarif bis Frühjahr 2027 – ein wertvoller Puffer, falls sich der Konflikt verschärft. Parallel boomen Balkonkraft­werke und Miet-PV-Modelle; bereits 48 000 Wechsel­richter wurden im März ver­kauft, 60 Prozent mehr als im ganzen Vorjahres­monat.

Doch nicht alle Regionen können diese Preissprünge gleicher­maßen abfedern …

Hier schlägt der Preishammer am stärksten zu

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Während der bundesweite Neu­kunden­durch­schnitt nun bei 27,9 Cent liegt, melden einzelne Netz­zonen bereits über 29 Cent: Am teuersten sind derzeit Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und das nördliche Schleswig-Holstein, wo dünn besiedelte Netze und hohe See­kabel­kosten auf die Krisen­aufschläge treffen. In Groß­städten wie Berlin und Hamburg liegen die günstigsten Tarife dagegen noch knapp unter 27 Cent. Damit steht fest: Die Energie­krise 2.0 ist längst wieder da – nur diesmal beginnt sie im Nordosten.

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