Ein kurzer Moment in der „Tagesschau“, und plötzlich ist alles anders: Susanne Daubner sorgt mit einem überraschenden Auftritt für Aufsehen – ausgerechnet rund um das Thema Jugendwort.
Ein ungewöhnlicher Auftritt

Die Wahl zum Jugendwort des Jahres wird konkreter. Die nächste Phase hat begonnen, und Jugendliche können nun über die zehn nominierten Begriffe abstimmen.
Bis zum 20. August läuft die Abstimmung. Danach wird entschieden, welche drei Wörter es ins Finale schaffen.
Der endgültige Sieger soll am 10. Oktober bekannt gegeben werden. Schon jetzt sorgt die Auswahl wieder für Diskussionen, Schmunzeln und viele Reaktionen in den sozialen Netzwerken.
Susanne Daubner präsentiert die Kandidaten
Wie schon in den vergangenen Jahren stellte „Tagesschau“\-Sprecherin Susanne Daubner die nominierten Jugendwörter auf den Social-Media-Kanälen der ARD-Sendung vor.
Ihre Präsentationen sind inzwischen fast schon ein eigenes kleines Internetereignis. Auch diesmal kam ihr Auftritt bei vielen Zuschauern gut an.
Besonders auffällig: Daubner sang unter anderem den Sommerhit „Du bist gut genug“ von Blumengarten, KitschKrieg und Shirin David an. Damit bewies sie erneut, dass sie die Jugendwort-Vorstellung mit viel trockenem Humor nimmt.
Diese Wörter stehen zur Auswahl
In diesem Jahr stehen zehn Begriffe zur Wahl. Neben „Du bist gut genug“ wurden auch „67“, „Crashout“, „Digga“, „Gute Käse“, „Macker“, „Peak“, „Ragebait“, „Schere“ und „Süper“ nominiert.
Die Auswahl zeigt einmal mehr, wie bunt und schnelllebig Jugendsprache sein kann. Manche Wörter stammen aus Social Media, andere aus Memes, Musik oder dem Alltag junger Menschen.
Welche drei Begriffe am Ende ins Finale kommen, hängt nun vom Voting ab. Bis zum 20. August können Jugendliche ihre Stimme abgeben.
Einige Begriffe wurden ausgeschlossen
Nicht jedes vorgeschlagene Wort durfte am Ende auch in die Abstimmung. In dem Social-Media-Post zur Wahl hieß es: „Bevor ihr fragt: Wörter und Ausdrücke, die für politische Kampagnen genutzt werden oder beleidigend sind, wurden laut Verlag nicht in die Abstimmung mit aufgenommen.“
Damit will der Verlag offenbar verhindern, dass die Wahl für politische Zwecke oder beleidigende Begriffe genutzt wird.
Gerade weil die Abstimmung jedes Jahr große Aufmerksamkeit bekommt, ist diese Auswahl besonders sensibel. Schließlich soll das Jugendwort Sprache abbilden – aber nicht gezielt provozieren oder verletzen.
Daubner wird im Netz gefeiert

Susanne Daubners Präsentation der Jugendwörter kam auch diesmal gut an. In den Kommentaren feierten viele Nutzer ihren Auftritt.
Ein Kommentar lautete: „Susanne Daubner einfach Legende“. Ein anderer schrieb: „Niemand kann Jugendwörter so gut präsentieren wie Susanne“.
Dass ausgerechnet eine seriöse Nachrichtensprecherin Begriffe wie „Crashout“, „Ragebait“ oder „Gute Käse“ vorliest, sorgt jedes Jahr für besondere Unterhaltung. Genau dieser Kontrast macht die Aktion für viele so beliebt.
Nachfolger von „Das crazy“ gesucht
Im vergangenen Jahr wurde „Das crazy“ zum Jugendwort des Jahres gewählt. Der Langenscheidt-Verlag beschrieb den Ausdruck damals als „Allzweckwaffe der Sprachlosigkeit“.
Gemeint war eine Art Ersatzreaktion, wenn einem keine passendere Antwort einfällt – ähnlich wie ein schlichtes „okay“.
Nun wird gesucht, welcher Begriff in diesem Jahr die Nachfolge antritt. Ob am Ende „Digga“, „Peak“, „Schere“ oder ein ganz anderes Wort gewinnt, entscheidet sich erst im Oktober. Sicher ist aber schon jetzt: Die Wahl sorgt wieder für Aufmerksamkeit – und Susanne Daubner hat ihren Teil dazu beigetragen.