Ein Flug, der offenbar ganz routinemäßig begann, endete in den schroffen Bergen in einer Tragödie.
Suche im Gebirge endet mit schrecklicher Entdeckung

Tödliche Tragödie in Kroatien: Ein in Deutschland registriertes Kleinflugzeug ist im Velebit-Gebirge abgestürzt. Nach einer stundenlangen Suchaktion entdeckten Rettungskräfte das Wrack – für zwei Menschen an Bord kam jede Hilfe zu spät.
Das Unglück ereignete sich am Freitag nahe der kroatischen Küstenstadt Zadar. Die Polizei bestätigte, dass das Flugzeug in Deutschland registriert war. Weitere Passagiere sollen sich nach bisherigen Erkenntnissen nicht an Bord befunden haben.
Wer genau in der Maschine saß, war zunächst nicht offiziell bekannt. Auch zur Staatsangehörigkeit der beiden Toten machten die kroatischen Behörden zunächst keine Angaben.
Am Sonntag äußerte sich schließlich die Airbus HFB-Fluggemeinschaft auf ihrer Internetseite zu dem Unglück. In einer Mitteilung hieß es: „Unsere Gedanken sind bei den Familien, Angehörigen und Freunden unserer verstorbenen Vereinsmitglieder.“
Nach Angaben des Vereins waren die beiden mit einem Motorsegler auf dem Weg von Tschechien nach Kroatien gewesen.
Bei der Maschine handelte es sich um eine Diamond HK36 Super Dimona. Das Flugzeug war dem deutschen Fliegerclub Airbus HFB-Fluggemeinschaft e.V. aus Wenzendorf bei Hamburg zugeordnet worden.
Besonders schwierig gestaltete sich die Suche nach dem Wrack.
Wrack erst nach Stunden gefunden

Am Freitagnachmittag war gegen 16 Uhr plötzlich der Kontakt zu dem Kleinflugzeug abgerissen. Daraufhin starteten die kroatischen Behörden eine umfangreiche Suchaktion.
Rund 40 Einsatzkräfte von Zivilschutz, Feuerwehr und Bergrettung beteiligten sich an der Suche nach der vermissten Maschine.
Die Bedingungen waren dabei alles andere als einfach. Die Absturzstelle liegt in einem schwer zugänglichen und unwegsamen Gebiet des Velebit-Gebirges. Zusätzlich erschwerten zeitweise schlechte Wetter- und Sichtverhältnisse den Einsatz.
Deshalb setzten die Helfer unter anderem Drohnen ein.
Erst gegen 22 Uhr, also mehrere Stunden nach dem Kontaktabbruch, gelang es den Einsatzkräften schließlich, die Absturzstelle ausfindig zu machen.
Dort bestätigte sich die schlimmste Befürchtung: Im Wrack wurden zwei Leichen entdeckt. Mehrere Balkan-Medien berichteten unter Berufung auf öffentlich zugängliche Luftfahrtdaten, dass es sich bei den Verunglückten um einen Mann und eine Frau im Seniorenalter handeln soll.
Die kroatische Polizei sicherte anschließend den Unglücksort. Am Samstagmorgen begannen die offiziellen Untersuchungen zur Absturzursache.
Warum das Flugzeug abstürzte, ist bislang nicht geklärt.
Allerdings gilt die Region rund um das Velebit-Gebirge als anspruchsvoll für Piloten. Das Gebirge steigt unmittelbar hinter der Adriaküste steil an. Zudem können sich die Wetterbedingungen dort schnell verändern und schwer vorhersehbar sein.
Ob das Wetter tatsächlich eine Rolle bei dem Absturz spielte oder andere Ursachen zum Unglück führten, müssen nun die Untersuchungen zeigen.
Die Ermittler stehen damit vor der schwierigen Aufgabe, den letzten Flug der beiden Vereinsmitglieder Schritt für Schritt zu rekonstruieren.