Hinter den geschlossenen Türen des Weißen Hauses spitzt sich eine Entscheidung zu, die den Verlauf des Krieges in der Ukraine verändern könnte: Wird Donald Trump Wolodymyr Selenskyj die ersehnten Tomahawk-Marschflugkörper geben oder nicht? Schon vor dem Treffen am Freitagabend bebte Washington vor Spannung – und Kiew gleich mit.
Hohe Nervosität in Washington

Die ukrainische Delegation reiste am Freitag, 17. Oktober, deutlich früher als geplant an und quartierte sich nur wenige Blocks vom Weißen Haus entfernt ein. Laut Finanzkreisen berichteten Gesandte schon am Vorabend von „zitternden Händen“ bei einigen Beratern Selenskyjs – zu viel hing von dieser einen Audienz ab. Ohne die Tomahawks, so hieß es intern, könne man die tief in Russland liegenden Nachschublinien niemals treffen.
Warum aber war die Stimmung plötzlich so angespannt? Ein Telefonat zwischen Donald Trump und Wladimir Putin hatte die Karten nur Stunden vor dem Showdown neu gemischt – und genau dieses Gespräch führt uns auf die nächste Folie.
Ein Anruf, der alles veränderte

Am Donnerstag, 16. Oktober, telefonierte Trump fast eine Stunde lang mit Putin. Noch während der Leitung offen war, postete der US-Präsident auf Truth Social, man habe „große Fortschritte“ erzielt. Für Kiew klang das wie ein schlechter Witz: Würde der amerikanische Präsident wirklich einen Deal mit Moskau schließen, bevor er Selenskyj empfangen hatte?
Dass Putin die mögliche Tomahawk-Lieferung als „rote Linie“ bezeichnete, ließ in Kiew sämtliche Alarmglocken schrillen. Und so rückte der Freitag in Washington mit banger Erwartung näher – wir blicken nun auf den Moment, in dem beide Präsidenten erstmals aufeinandertreffen.
Handschlag um 19:29 Uhr

Mit 29-minütiger Verspätung rollte die gepanzerte Limousine des ukrainischen Präsidenten vor. Vor laufenden Kameras tauschten Trump und Selenskyj einen betont herzlichen Handschlag aus. „Ein produktives Treffen“, versprach Trump – doch schon sein Tonfall verriet Zurückhaltung. Hinter den Reportern warteten Kartons voller Dossiers: Flugabwehr, Energiehilfe – und ganz oben der Ordner „Tomahawk“.
Während die Kameras abgeschaltet wurden und das Mittagessen begann, stieg die Spannung weiter. Welche Argumente legte Selenskyj auf den Tisch, und womit konterte Trump? Genau dieses Ringen hinter verschlossenen Türen beleuchten wir als Nächstes.
Hinter verschlossenen Türen

Insider berichten von hitzigen Fragen Trumps: „Wohin schickt ihr sie? Wer drückt den Knopf?“ Selenskyj hielt dagegen, bot sogar einen „Waffentausch“ an – ukrainische Drohnen gegen amerikanische Marschflugkörper. Trump blieb vage: Man dürfe die eigenen Bestände nicht „entleeren“, sagte er, doch er schloss nichts aus.
In dieser angespannten Atmosphäre verließen die Journalisten den Raum. Was danach passierte, erfuhr die Öffentlichkeit erst viel später – vorerst mussten sich alle mit den Statements begnügen, die Selenskyj allein geben würde. Und genau dorthin wechseln wir jetzt.
Allein vor der Presse

Kurz nach 22 Uhr trat Selenskyj ohne Trump vor die Kameras. Er lobte ein „konstruktives“ Gespräch, stellte aber klar: „Präsident Trump hat weder Nein noch Ja gesagt.“ Reporter versuchten, ihm ein Detail zu den Tomahawks zu entlocken – vergeblich. Noch im Foyer rief Selenskyj seine europäischen Kollegen an, um das Schweigen Washingtons zu erklären. Trump selbst flog bereits nach Mar-a-Lago.
Die Presse roch Blut: War das ein gescheiterter Deal oder taktisches Schweigen? Während Experten rätselten, zogen Brüsseler Diplomaten hastig Analysen auf – denn die nächste Runde könnte sich längst außerhalb Washingtons anbahnen.
Europa und Moskau halten den Atem an

Am Sonntagmorgen meldete sich Kanzler Friedrich Merz nach einer Telefonkonferenz mit Selenskyj: Man wolle „maximalen Druck“ auf Putin ausüben, notfalls russische Vermögen verwenden. Zeitgleich bestätigte der Kreml, dass ein persönliches Treffen Trump-Putin in Budapest „binnen zwei Wochen“ geplant sei. Kiew wertet das als Zeichen: Ohne Tomahawks besitzt Trump ein zusätzliches Druckmittel gegen Moskau.
Doch was bedeutet das für die Front, für die Moral – und für die längst nervöse Delegation aus Kiew? Die Antwort liegt in einer Formel, die Trump selbst prägte: „Es ist Zeit, einen Deal zu schließen.“ Ob dieser Deal Tomahawks einschließt oder nicht, entscheidet die letzte Szene unseres Dossiers.
Was hinter dem „Nein, aber auch nicht Ja“ steckt

Trumps Schweigen verschafft ihm Handlungsfreiheit: Er kann Moskau mit einer möglichen Lieferung drohen und zugleich in Budapest als Friedensstifter auftreten. Für Selenskyj bleibt das Tor immerhin einen Spaltbreit offen – seine Militärs halten Listen bereit, welche russischen Einrichtungen binnen Stunden nach Eintreffen der Raketen zerstört würden.
Damit endet der Tomahawk-Showdown vorerst auf einem Cliffhanger: Eine Zusage gibt es nicht, ein Verbot aber auch nicht. In den nächsten Tagen wird entscheiden, ob die nervöse Hoffnung der ukrainischen Delegation zur Realität wird – oder ob Putin und Trump in Budapest ganz andere Karten auf den Tisch legen.