Die Beats hallten noch nach, als plötzlich dumpfe Knalle die Nacht durchschnitten – was genau passiert war, blieb zunächst im Verborgenen.
Der verhängnisvolle Abschluss einer durchtanzten Nacht

Die Party schien vorbei, das Licht ging an, viele Gäste strebten schon Richtung Ausgang. Plötzlich rissen Schüsse die Menge aus ihrer glückseligen Erschöpfung. In Sekunden verwandelte sich der Dancefloor vom Ort der Ekstase in ein Chaos aus Schreien, fallenden Flaschen – und Menschen, die Deckung suchten.
Erste inoffizielle Meldungen sprachen von einer Toten und mehreren Verletzten. Veranstalter und Sicherheitsdienst tauchten sofort ab, die Musik verstummte. Dass jemand unter tausenden Feiernden zur Waffe greifen würde, hatte bislang niemand für möglich gehalten.
Augenzeugen berichten von panischem Durcheinander

Videos, die noch in derselben Nacht über soziale Netzwerke kursierten, zeigen Raver, die im Stroboskop-Licht über Zäune klettern. Ein junger Mann schildert, wie er glaubte, die Pyro-Show habe einfach weitergemacht – bis er Blut an seinem Arm bemerkte.
Sanitäter richteten im Pferdestall hinter der Halle eine provisorische Versorgungsstation ein. „Es dauerte ewig, bis wir überhaupt verstanden, aus welcher Richtung die Schüsse kamen“, erzählt eine DJ-Assistentin, deren Set just endete, als das Grauen begann.
Die stundenlange Jagd nach dem flüchtigen Schützen

Noch in der Nacht rückten Spezialeinheiten aus, Hubschrauber kreisten über den bewaldeten Hügeln rund um das Veranstaltungsgelände. Ermittler prüften Dutzende Handyschnipsel, auf der Suche nach dem einen Frame, der den Schützen zeigt. Währenddessen blieb die Clubszene in Schockstarre: Viele Raves der Region sagten ihre Events für die kommende Woche ab.
Polizeisprecher warnten: Der Täter könnte noch bewaffnet sein, Zeugen sollten sich in geschlossene Gebäude zurückziehen. Fans organisierten digitale Schwarze Bretter, um unverletzte Freunde zu melden – ein beklemmender Zusammenhalt, der letzte Nacht zwischen Kick-Drum und Bassline noch undenkbar schien.
Jetzt ist klar: Tatort Schweiz – Ermittler geben Details aus Aarau preis

Am frühen Montag bestätigten die Behörden, dass sich das Drama auf der Pferderennbahn im Aarauer Schachen im Kanton Aargau, Schweiz, ereignete. Die tödlich getroffene 22-Jährige war eine in der Schweiz wohnhafte Italienerin; unter den fünf Verletzten befindet sich auch eine Deutsche.
Die Täterschaft ist weiter flüchtig, doch die Ermittler haben nach eigenen Angaben „konkrete Hinweise“ und sprechen von mindestens zwei eingesetzten Schusswaffen. Wichtige Spur: eine zurückgelassene Jacke mit Patronenhülsen im Futter. Ob sich daraus schnell eine Festnahme ergibt, bleibt offen – doch nach jener schicksalhaften Nacht von Aarau wird das nächste Techno-Festival nie mehr dasselbe sein.