Ein heftiger Zwischenfall auf Schienen hat für Aufsehen gesorgt: Eine Straßenbahn ist entgleist und dabei sichtbar beschädigt worden. Bilder vom Unfallort zeigen, wie massiv die Wucht des Aufpralls gewesen sein muss.
Crash auf den Gleisen: Die ersten Minuten nach dem Unfall
Schreckmoment am Dienstagmorgen im Berliner Osten: In Neu-Hohenschönhausen ist eine Straßenbahn entgleist. Bei dem Unfall wurden mehrere Fahrgäste verletzt, einige von ihnen sogar schwer. Rettungskräfte und Feuerwehr rückten mit einem Großaufgebot an und sicherten die Unfallstelle.
Der Notruf ging um 9.29 Uhr bei der Leitstelle der Feuerwehr ein. Nach ersten Erkenntnissen ereignete sich der Unfall, als die Straßenbahn von der Wartenberger Straße in eine Kurve zur Arnimstraße einfuhr. Aus bislang ungeklärter Ursache sprang dabei offenbar ein Zugteil aus den Schienen.
Ein Sprecher der Feuerwehr schilderte den Ablauf so: „Eine Straßenbahn war von der Wartenberger Straße in einer Kurve in die Arnimstraße gefahren, als wohl plötzlich ein Zugteil entgleiste.“
Besonders dramatisch: Durch die Entgleisung geriet ein Waggonteil gegen einen Strommast. Dabei wurde ein Fahrzeugabschnitt beschädigt und aufgerissen. Trotz der heftigen Kollision blieb den Fahrgästen offenbar noch Schlimmeres erspart.
Wie die Feuerwehr mitteilte, sei kein Fahrzeugteil umgekippt. „Zum Glück ist keines der Fahrzeugteile umgekippt.“ Genau das könnte dazu beigetragen haben, dass die Folgen des Unfalls nicht noch schwerwiegender ausfielen.
Drei Schwerverletzte und Verkehrschaos: Folgen des Unglücks
Die Bilanz des Unfalls ist dennoch erheblich. Nach Angaben der Einsatzkräfte wurden drei Menschen schwer und 17 weitere leicht verletzt. Insgesamt mussten zwölf Fahrgäste zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser gebracht werden.
Vor Ort waren 51 Feuerwehrkräfte im Einsatz. Rettungskräfte kümmerten sich um die Verletzten, während Spezialisten die beschädigte Straßenbahn und die Infrastruktur untersuchten. Noch ist unklar, warum der Zugteil entgleiste.
Auch die BVG (Berliner Verkehrsbetriebe) reagierte unmittelbar. Ein Notfallmanager wurde sofort zur Unfallstelle entsandt, um unter anderem die Stromversorgung der beschädigten Strecke abzuschalten und weitere Gefahren auszuschließen.
Für Pendler und Anwohner hat der Vorfall spürbare Folgen. Die Straßenbahnlinien M5 und M17 wurden zwischen Gehrenseestraße und Falkenberg vorübergehend eingestellt. Fahrgäste müssen sich auf Einschränkungen und längere Fahrzeiten einstellen.
Ein Ersatzverkehr soll eingerichtet werden, um die betroffenen Streckenabschnitte zu überbrücken. Während die Ermittler nun die Ursache des Unfalls klären, hoffen viele Fahrgäste vor allem auf eine schnelle Wiederaufnahme des regulären Betriebs. Bis dahin bleibt die Unfallstelle in Berlin ein zentraler Einsatzort für Rettungskräfte und Verkehrsexperten.